Technologie
Durch Angriffe auf vernetzte Autos

Hacker können in Großstädten den Verkehr lahmlegen und Massenpaniken auslösen

Eine Studie warnt: Hacker können eine große Anzahl vernetzter Autos gleichzeitig angreifen, auf diese Weise den Verkehr lahmlegen und damit in Großstädten Massenpaniken auslösen.
03.08.2019 17:10
Lesezeit: 1 min

Wissenschaftler der renommierten „Technischen Hochschule Georgia“ (Atlanta) warnen davor, dass Hacker über ihren Zugang zu vernetzten Autos den Verkehr von Großstädten lahmlegen und auf diese Weise Massenpaniken auslösen können. Danach würde es schon reichen, wenn die Angreifer 20 Prozent aller fahrenden Autos hacken würden, um den Verkehr vollständig zum Erliegen zu bringen. Zehn Prozent würden reichen, damit Krankenwagen sowie Feuerwehr und Polizei nicht mehr in gebotener Zeit zum Einsatzort kommen. Die Forscher haben solche Szenarien simuliert, unter anderem in Manhattan, und haben festgestellt, dass sie wahrscheinlich zu Massenpaniken führen würden.

Zehn oder gar 20 Prozent aller fahrenden Autos zu hacken, mag nach einem ambitionierten Ziel klingen. Doch das ist es für professionelle Hacker ganz und gar nicht, so die Wissenschaftler. Der Grund: Die Hacker müssen sich nur Zugang zu ganz wenigen Computer-Systemen verschaffen, um so viele Autos gleichzeitig lahmzulegen, da die Fahrzeuge alle auf die ein oder andere Weise miteinander vernetzt sind.

Die Wissenschaftler appellieren daher an die Autoindustrie, neue Abwehrmaßnahmen gegen Hacker zu entwickeln. Im Blickpunkt dürfe nicht mehr nur die Sicherheit des einzelnen Fahrzeugs stehen, vielmehr müssten auch Maßnahmen gegen konzertierte Angriffe entwickelt werden.

Die Forscher haben ihre Studie mit dem Titel „Cyber-physikalische Risiken von gehackten vernetzten Fahrzeugen“ in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review e“ der „Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft“ veröffentlicht.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Das anstehende Wirtschaftsereignis Fußball-WM 2026 & warum Daten, Prognose sowie Online-Portale einen eigenen Digitalmarkt bilden

Die WM ist in diesem Jahr nicht bloß ein bedeutendes Ereignis auf sportlicher Basis, denn sie wird zum Härtetest für Datenökonomie,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Autos als Kostenrisiko: Wie die Kfz-Steuer Käufer in Europa belastet
12.05.2026

Importierte US-Autos werden durch Kfz-Steuer, CO₂-Werte und Einzelgenehmigung für viele Käufer zu einer finanziellen Belastung. Warum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rabattaktionen im Einzelhandel: Warum eBooks trotz Krise boomen – und wie Sie persönlich davon profitieren
12.05.2026

Steigende Preise, verunsicherte Verbraucher und schwache Konsumdaten setzen den Handel unter Druck. Gleichzeitig werben Anbieter mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Carl Zeiss Meditec-Stellenabbau: Bis zu 1.000 Jobs betroffen – was das für die Aktie bedeutet
12.05.2026

Carl Zeiss Meditec reagiert auf schwache Geschäfte mit einem drastischen Sparprogramm. Der geplante Stellenabbau betrifft bis zu 1.000...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Fusionsregeln: Wie Brüssel Europas Wirtschaft stärken will
12.05.2026

Brüssel will die Fusionsregeln neu ausrichten und Europas Unternehmen mehr Spielraum im globalen Wettbewerb geben. Kann die EU ihre...

DWN
Politik
Politik Monopolkommission: Tankrabatt kommt an - Spritpreis steigt
12.05.2026

Auch das Ifo-Institut errechnet eine höhere Weitergabe als zu Beginn. Die Monopolkommission sieht allerdings bereits im Vorfeld des...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gasknappheit: Speicherbetreiber sehen Unsicherheiten für Deutschland
12.05.2026

Hohe Gaspreise und unsichere Marktbedingungen bremsen die Befüllung der Speicher. Die Betreiber warnen: Bei einem ähnlich kalten Winter...

DWN
Politik
Politik Antisemitische Symbole erkennen - Veröffentlichungen des BfV
12.05.2026

Wassermelone, Krake und Demo-Parolen: Der Verfassungsschutz erklärt, welche Symbole und Slogans seiner Einschätzung nach auf Extremismus...

DWN
Politik
Politik Pfiffe und Buhrufe für Merz beim DGB-Kongress
12.05.2026

Dass es schwer werden würde für den Kanzler beim DGB, war klar. Aber einen so eiskalten Empfang hat er dann vielleicht doch nicht...