Gemischtes
Aggressive junge Männer

NRW: „Hurensohn“ ist Standard-Beleidigung für Polizisten

In Nordrhein-Westfalen werden Polizeibeamte offenbar immer massiver von Verdächtigen bedroht, wie eine Studie ergab.
05.08.2019 11:25
Lesezeit: 1 min

Die Beleidigung als "Hurensohn" gehört für Polizisten in Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Polizisten mittlerweile zum Standard: Wie eine Umfrage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" unter allen Kreispolizeibehörden des Landes ergab, werden die Polizeibeamten im größten Bundesland immer übler diffamiert und angegangen, berichtet AFP. Fast überall im Land habe die Verrohung der Sprache zugenommen.

Andreas Wilming-Weber von der Kreispolizeibehörde Recklinghausen sagte dem Blatt, "Hurensohn gehört besonders bei jungen Männern fast schon zur Standardbezeichnung für Polizeibeamte." Essens Polizeisprecher Peter Elke sagte, "die Beleidigungen werden häufig laut vorgetragen, damit möglichst viele sie mit bekommen. Das führt häufig zu Nachahmern."

Menschen mit Migrationshintergrund würden die Polizisten manchmal "als Hitlerpolizei, Nazis und AfD-Wähler" beleidigen, sagte Elke. Folgende weitere Beleidigungen und Bedrohungen gehörten mittlerweile zum Alltag. "Ich knall Euch ab, Ihr scheiß Bullen", "Verpisst Euch, sonst klatscht es!", "Halt Dein Maul! Du hast mir gar nichts zu sagen", "Scheiß Kanacke, Scheiß Ausländer", "Ich knall euch alle ab".

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) verurteilte die Beleidigungen gegenüber der Zeitung. "Das ist verbale Gewalt gegenüber denjenigen, die helfen und jeden Tag den Kopf für uns hinhalten." Dafür gebe es keine Entschuldigung.

Die Gewerkschaft der Polizei beklagte vor Kurzem, dass Polizeibeamte auch immer öfter bei ihrem Einsatz von größeren Gruppen umringt und behindert werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Rechnungen digitalisieren: Wie Unternehmen Liquidität und Cashflow smarter steuern

Umsatz bedeutet noch keine gesicherte Liquidität. Zwischen der erbrachten Leistung und dem tatsächlichen Eingang des Geldes können...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DIW-Studie warnt: AfD-Politik würde Bürger in Sachsen-Anhalt teuer zu stehen kommen
24.07.2026

Eine Umsetzung der Wirtschaftspolitik der AfD hätte für die Menschen in Sachsen-Anhalt gravierende finanzielle Einbußen zur Folge. Zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Griechenland blockiert EU-Sanktionspaket gegen Russland: Interessen eines Milliardärs stehen auf dem Spiel
24.07.2026

Es ist ein Streit um das 21. Sanktionspaket gegen Russland entbrannt. Griechenland protestiert gegen das geplante EU-Verbot für den...

DWN
Finanzen
Finanzen Vermögenssteuer: Als die Mittelschicht noch Häuser kaufte und die Reichen höhere Steuern zahlten
24.07.2026

Deutschland erlebt die größte Vermögensanhäufung seiner Geschichte – und gleichzeitig wird Eigentum für viele Menschen immer...

DWN
Politik
Politik Bundesverfassungsgericht zur Einreise von Afghanen: Karlsruhe kippt pauschalen Aufnahmestopp
24.07.2026

Nach dem Machtwechsel der Taliban in Afghanistan hatte Deutschland die bestehenden Aufnahmeprogramme für gefährdete Personen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Agrarhandels-Experten entwarnen: Vorerst kein Preissprung im Supermarkt
24.07.2026

Trotz der jüngsten Verteuerung von Getreide im Zuge des Russland-Ukraine-Konflikts müssen sich Verbraucher hierzulande vorerst nicht auf...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunktur Eurozone: Unternehmensstimmung steigt trotz Risiken durch Iran-Krieg
24.07.2026

Die Wirtschaft in der Eurozone fasst im Sommer wieder Fuß: Die Stimmung in den Unternehmen des Währungsraums hat sich überraschend...

DWN
Immobilien
Immobilien Mehr Aufträge am Bau im Mai: Tiefbau treibt Wachstum an
24.07.2026

Das deutsche Bauhauptgewerbe verzeichnet für den Monat Mai ein spürbares Plus bei den Bestelleingängen. Getrieben von einer besonders...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mitarbeiterschulungen: Warum der teure Weiterbildungskult kaum etwas verändert
24.07.2026

Unternehmen investieren Milliarden in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten und messen anschließend, ob das Seminar gefallen hat. Doch...