Abschied vom Öl: Russland wird zur Weizen-Weltmacht

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
22.10.2016 03:07
Russland will die lange geforderte Diversifizierung seiner Wirtschaft einleiten: Nach dem Öl-Zeitalter will Russland den Fokus auf die Nahrungsmittelindustrie legen.
Abschied vom Öl: Russland wird zur Weizen-Weltmacht

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Russland hat vergangenes Jahr erstmals mehr Weizen exportiert als die USA und ist damit zum weltweit größten Produzenten des Getreides aufgestiegen. Die Pläne der Regierung sehen vor, den Anbau von Nahrungsmitteln zu einer nationalen Priorität aufzuwerten. Präsident Putin plant, das Land bis zum Jahr 2020 unabhängig von Lebensmittelimporten zu machen, berichtet oilprice.com.

Die Wachstumsaussichten für die russische Landwirtschaft sind offenbar gut. Die meisten Betriebe arbeiten weiterhin mit Maschinen und Ausrüstungen aus Sowjetzeiten, welche in den kommenden Jahren ausrangiert werden müssen. Dies eröffnet Absatzmöglichkeiten für Unternehmen aus dem Westen, sofern diese nicht von den auf Druck der USA erlassenen Sanktionen an Geschäften gehindert werden.

Langfristig könnte die aufstrebende Landwirtschaft jenen Platz einnehmen, den die Ölindustrie in den vergangenen Jahrzehnten für die russische Wirtschaft gespielt hat, spekulieren Beobachter. Die Abwertung des Rubel in Verbindung mit staatlichen Subventionen habe dem Sektor gutgetan und ihn gegenüber dem Ölgeschäft aufgewertet. Die Aussichten für die Ölbranche hingegen seien unsicher.

„Weil der Weltmarkt von Öl überschwemmt wird, will die Opec die Produktion einfrieren. Für Russland ist dies kein Problem, weil es ohnehin kaum neue Ölfelder gibt, welche die derzeit in Betrieb befindlichen ersetzen könnten. Russland hat so wenig Wachstumspotential dass es Sinn macht, sich mit der Opec zu einigen. Die niedrigen Ölpreise erschweren die Exploration und die Exporte bringen weniger ein. Eine Alternative wäre die Arktis, aber selbst für große Konzerne sind die Investitionen dort beträchtlich. Das Land verliert den Glauben ans Öl. Putin und andere Politiker glauben nun, dass die Landwirtschaft den Schlüssel zur Zukunft darstellt. Schon bald würden Ölarbeiter auf die Felder wechseln“, schreibt oilprice.com.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Politik
Politik Wenn im Mittelmeer ein Krieg ausbricht, ist Chinas Neue Seidenstraße tot - Teil 1

Chinas Neue Seidenstraße kann nur gelingen, wenn die Anrainer-Staaten im östlichen Mittelmeer sich vertragen. Doch im Moment stehen die...

DWN
Deutschland
Deutschland Skandalös: Bundestags-Abgeordnete verdienen 11,2 Millionen Euro aus „anonymen“ Quellen

In der aktuellen Wahlperiode haben die Bundestagsabgeordneten bisher 25,1 Millionen Euro aus Nebeneinkünften eingenommen. Doch bei...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Türkei will bis zum Jahresende 44 Tonnen Gold produzieren

Die Türkei hängt an ihrem Produktionsziel, bis zum Jahresende 44 Tonnen an Gold zu produzieren, fest. Zuvor hatte es Schwierigkeiten bei...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB versorgt Banken mit neuem Geldregen - zu negativen Zinsen

Bei den Krediten im Umfang von 174,5 Milliarden Euro wird ein Negativzins zugrunde gelegt. Mit anderen Worten, die Banken erhalten eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Heckler & Koch wehrt sich gegen Sturmgewehr-Entscheidung des Verteidigungsministeriums

Im Kampf um einen 250 Millionen Euro schweren Sturmgewehr-Großauftrag der Bundeswehr will sich der unterlegene Waffenhersteller Heckler &...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Aktie keine sechs Cent mehr wert: Größter Bohranlagen-Betreiber der Welt steht vor dem Aus

Die sinkende Nachfrage nach Öl und der daraus resultierende Niedrigpreis fordern die ersten Opfer.

DWN
Politik
Politik Türkisch-griechischer Konflikt im Mittelmeer: Nato-Staaten schweigen beredt - keiner will sich positionieren

Wird es im Gas-Streit zwischen den Nato-Mitgliedern Türkei und Griechenland zum Krieg kommen? Während die beiden Kontrahenten das Feuer...

DWN
Politik
Politik Visegrad-Staaten lehnen EU-Vorschlag zur Migration ab

Der Plan zur Regelung der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten über ein verpflichtendes Quotensystem sei inakzeptabel, erklärten die...

DWN
Technologie
Technologie Samsung tritt mit eigenem Bezahldienst gegen Google Pay an

Das Bezahlen mit dem Smartphone wird in Deutschland populärer. Nun startet nach Google und Apple auch Samsung eine eigenen Bezahldienst -...

DWN
Panorama
Panorama Corona-Spürhunde suchen am Flughafen von Helsinki infizierte Passagiere

Am finnischen Hauptstadt-Flughafen Helsinki-Vantaa sollen Spürhunde mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Passagiere ausfindig machen....

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo-Index steigt, Stimmung bei deutschen Firmen hellt sich weiter auf

"Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Stimmung der...

DWN
Deutschland
Deutschland Stellenabbau wegen E-Autos sorgt bei Daimler für Unruhe

Der absehbare Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Umstellung auf Elektromobilität stößt beim Autobauer Daimler auf Widerstand.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona: Millionen vom Hungertod bedroht, Armut nimmt dramatisch zu

Armut und Hunger werden aller Voraussicht nach durch Corona dramatisch zunehmen. Vor allem Kinder sind betroffen.

DWN
Deutschland
Deutschland Preise für Wohnimmobilien steigen trotz Corona-Rezession spürbar

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland lagen im zweiten Quartal durchschnittlich 6,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Doch es gibt...

celtra_fin_Interscroller