Kräftiger Schub zum Herbst: Fast zehn Prozent mehr Auto-Neuzulassungen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
28.10.2016 08:58
Zu Herbstbeginn hat der deutsche Automarkt einen kräftigen Schub bekommen. Käufer ließen im September in Deutschland exakt 298 002 Neuwagen zu, das waren 9,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis September kamen damit 2,56 Millionen neue Pkw auf die Straße. Das ist ein Plus von 6,1 Prozent verglichen mit gleichen Zeitraum 2015.
Kräftiger Schub zum Herbst: Fast zehn Prozent mehr Auto-Neuzulassungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, sprach von einem sehr erfreulichen bisherigen Jahresverlauf, so die dpa. „Für das Gesamtjahr zeichnet sich mit 3,3 Millionen Neuwagen der höchste Pkw-Absatz seit sieben Jahren ab“, stellte er fest. Inlandsproduktion und Export liegen nach neun Monaten auf Vorjahresniveau. Bis Ende September wurden 4,38 Millionen Fahrzeuge hergestellt (plus 1 Prozent). Davon wurden 3,34 Millionen ausgeführt (unverändert).

Das Kraftfahrt-Bundesamt meldet hierzu:

Im September 2016 kamen 298.002 Personenkraftwagen (Pkw) zur Neuzulassung und damit +9,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die gewerblichen Zulassungen stiegen um +3,9 Prozent auf 65,5 Prozent an. 34,4 Prozent der neuen Pkw wurden auf private Halter zugelassen (+21,6 %). Nach Abschluss des dritten Quartals 2016 erreichten die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 2.555.783 Einheiten ein Plus von +6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Für die deutschen Marken zeigte sich der Neuzulassungsmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat ausnahmslos positiv. Zweistellige Zuwachsrate erzielten die deutschen Marken Mini (+35,3 %), Mercedes (+26,0 %), Ford (+18,5) und Smart (+16,8 %). VW wies mit einer Steigerung um +1,7 Prozent wiederholt den größten Anteil an den Neuzulassungen auf (19,5 %).

Bei den Importeuren zeigten Tesla (+183,5 %), Alfa Romeo (+130,5 %) und Lexus (+74,6 %) die größten Aufwärtsbewegungen. Zweistellige Verluste zeigten sich hingegen bei den Fabrikaten der Marke Hyundai (-21,5 %), DS (-18,8 %) und Subaru (-11,5 %). Skoda nahm mit 5,9 Prozent den größten Neuzulassungsanteil ein.

Fahrzeuge der Kompaktklasse (25,2 % / -4,1 %) dominierten auch im September die Neuzulassungen, gefolgt von Kleinwagen (14,7 % / +10,3 %), jeweils 13,3 Prozent entfielen auf die Mittelklassewagen (+6,4 %) und die SUVs (+34,6 %). Wohnmobile erreichten einen Anteil von 0,6 Prozent (+55,2 %). Auch die anderen Segmente lagen im Plus. Die Sportwagen lagen im September um -20,1 Prozent hinter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 7.678 Elektro-Pkw erstmals zugelassen. Mit 1.641 Elektrofahrzeugen und damit einem Plus von +76,6 Prozent erreichten Pkw mit diesem alternativen Antrieb im Berichtsmonat einen Anteil von 0,6 Prozent am Neuzulassungsgeschehen. 4.917 Hybride bewirkten einen Zuwachs von +67,2 Prozent und einen Anteil von 1,6 Prozent, darunter 1.420 Plug-in-Hybride mit einem Anteil von 0,5 Prozent und einem Zuwachs von +36,8 Prozent.

Im September zeigten sich Benziner (53,1 %) und Diesel-Pkw (44,6 %) erneut am anteilsstärksten. Rückgänge waren bei den gasbetriebenen Pkw zu verzeichnen (Flüssiggas -17,9 %, Erdgas -39,4 %), welche jeweils einen Anteil von 0,1 Prozent aufwiesen. Die durchschnittliche CO2-Emission betrug im September 126,5 g/km und damit -0,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und -1,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum.

13.417 Krafträder und damit +28,6 Prozent mehr als im Vergleichsmonat kamen im September zur Zulassung. Eine positive Entwicklung zeigte sich auch im Nutzfahrzeugbereich der mit 34.137 Einheiten +11,7 Prozent über dem Ergebnis des Vergleichsmonats lag. Die Zuwächse zeigten sich in allen Fahrzeugklassen. Die Zugmaschinen legten mit + 37,0 Prozent am stärksten zu.

Im September 2016 kamen insgesamt mit 345.556 Kraftfahrzeugen (Kfz) +10,2 Prozent mehr zur Erstzulassung als vor einem Jahr. Bei den Kfz-Anhängern (25.635) zeigte sich ebenfalls ein Plus von +9,9 Prozent. Insgesamt wurden nach Abschluss des dritten Quartals 3.002.621 Kfz neu zugelassen, +6,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.

Mit 724.030 Kfz-Halterwechsel lagen die Besitzumschreibungen im September über dem Niveau des Vorjahresmonats. Darunter fallen 637.624 Pkw und damit +3,2 Prozent mehr als im vorvergangenen September.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbanken fürchten um ihre Macht: Gehört die Zukunft einer goldgedeckten Digitalwährung?

DWN-Kolumnist Ernst Wolff analysiert den Kampf um die Währung der Zukunft.

DWN
Politik
Politik 75 Jahre Vereinte Nationen: Kein Grund zum Feiern

Die UN verlieren zunehmend an Bedeutung - dafür ist nicht nur, aber vor allem, ihr Sicherheitsrat verantwortlich.

DWN
Politik
Politik Das große DWN-Interview mit dem echten Top Gun-Piloten

Im Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten schildert Dave Baranek seine Erfahrungen als Kampfpilot und Ausbilder bei der...

DWN
Politik
Politik Russland-Affäre: Untersuchung des US-Senats entlastet Trump - belastet jedoch Putin

Inwiefern hat Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Hilfe von Russland bekommen? Eine parteiübergreifende Untersuchung des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Niedrige Lohnkosten, sichere Lieferketten: Wird Polen das neue China?

Die Pandemie hat gezeigt, dass China unberechenbar ist. Eine Analyse am Beispiel VW, warum Polen als Standort aufgewertet werden muss.

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz unterstützt Ärzte bei Krebs-Diagnose

Die Zahl der Krebsfälle steigt immer mehr. Eine neue Technologie soll Mediziner dabei unterstützen, die Krankheit zu diagnostizieren,

DWN
Finanzen
Finanzen Bäckereikette Kamps: Mehrwertsteuer-Senkung bekommt nur, wer bargeldlos zahlt

Die von der Bundesregierung zur Stimulierung der Wirtschaft eingeführte Mehrwertsteuersenkung wird von der Bäckereikette Kamps zum Kampf...

DWN
Deutschland
Deutschland Afrikanische Schweinepest in Deutschland - wie lange bleibt sie?

Dass die Afrikanische Schweinepest aus Osteuropa in Deutschland ausbrechen würde, haben Virologen, Tierärzte und Tierhalter erwartet. Wie...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Panikmache: Es gab keine Superspreaderin in Garmisch-Partenkirchen

In Garmisch-Partenkirchen gab es keine Corona-Superspreaderin, die nachts von Kneipe zu Kneipe gezogen ist, um die Menschen zu infizieren....

DWN
Politik
Politik Israel ernennt erstmals Moslem zum Elite-Kommandanten

In Israel wurde erstmals ein muslimischer Druse zum Kommandanten einer Spezialeinheit ernannt.

DWN
Deutschland
Deutschland Die dunkle Seite des Kurzarbeitergelds: Die Autobauer nutzen es, um die Produktion zu verschlanken - und Massen-Entlassungen vorzunehmen

Das Kurzarbeiter-Geld sollte Entlassungen verhindern - doch im Endeffekt hat es den gegenteiligen Effekt.

DWN
Finanzen
Finanzen Private-Equity-Firmen nutzen Schulden-Boom, um sich selbst hohe Dividenden zu zahlen

Private-Equity-Firmen gehören zu den Profiteuren der aktuell starken Nachfrage nach Unternehmensschulden. Sie decken ihre Unternehmen im...

DWN
Deutschland
Deutschland Datenschutz: Bundesregierung will Steuer-ID auch für Rentenübersicht nutzen

Einem Gesetzesentwurf zufolge soll ein Bürger, wenn er über das Internet seine Rentenansprüche abfragen will, seine...

DWN
Politik
Politik US-Geopolitiker Friedman: Eine russisch-deutsche Entente würde Europa dominieren

Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten sagt der umstrittene US-Geopolitiker George Friedman, dass eine deutsch-russische...

celtra_fin_Interscroller