Politik

Problem für die EU: Bulgarien wählt pro-russischen Präsidenten

Lesezeit: 1 min
13.11.2016 21:03
Bulgarien hat sich für einen Präsidenten mit Sympathien für Russland entschieden. Der Premier trat darauf zurück, nun drohen Neuwahlen.
Problem für die EU: Bulgarien wählt pro-russischen Präsidenten

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  
Russland  
Osteuropa  

+++ WERBUNG +++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Nach der Niederlage der von ihm nominierten Präsidentschaftskandidatin Zezka Zatschewa hat der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borissow am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. "Morgen oder übermorgen" werde er seinen Rücktritt einreichen, sagte der seit Oktober 2014 regierende Borissow vor Journalisten in Sofia. Prognosen zufolge gewann der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew die Stichwahl mit mehr als 58 Prozent, die prowestliche Zatschewa erhielt demnach gut 35 Prozent.

Der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien laut ersten Prognosen mit großem Vorsprung gewonnen. Der frühere Luftwaffenkommandeur kam am Sonntag auf gut 58 Prozent der Stimmen, wie aus Nachwahlbefragungen hervorging. Die von der Regierung unterstützte konservative Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa erreichte demnach gut 35 Prozent.

Bereits in der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte der 53-jährige Radew die vom konservativen Regierungschef Boiko Borissow ins Rennen geschickte Kandidatin auf den zweiten Platz verwiesen.

Radew setzt auf bessere Beziehungen zu Moskau. Der Politikneuling fordert unter anderem die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland. Die 58-jährige Zatschewa von Borissows Partei Bürger für eine Europäische Entwicklung Bulgariens (Gerb) vertritt dagegen die Linie von Regierungschef Borissow, der eine noch stärkere Anbindung Bulgariens an den Westen befürwortet. Borissow hatte die Wahl zum Stimmungstest für seine Gerb-Partei erklärt und angekündigt, dass er zurücktreten werde, sollte Zatschewa auch in der Stichwahl unterliegen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EILMELDUNG: Gas-Durchfluss durch Druschba-Pipeline gestoppt

Der Durchfluss durch die Süd-Route der wichtigen Druschba-Pipeline wurde gestoppt. Russen und Ukrainer werfen sich gegenseitig vor,...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Umverteilung von Nord nach Süd nimmt Fahrt auf

Die EZB hat erneut viele Milliarden Euro in die hoch verschuldeten Staaten im Süden der Eurozone gepumpt. Dies geschieht auf Kosten von...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Trotz Energie-Notstand: Deutscher Versorger liefert Gas nach Marokko

Der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands liefert Gas nach Marokko. Angesichts der gegenwärtigen Umstände ist der Deal politisch...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Insider: Großbritannien leitet kontaminiertes Gas in die EU

Großbritannien liefert verschmutztes, teilweise radioaktiv kontaminiertes, Gas in die EU. Es droht die Schließung wichtiger Pipelines.

DWN
Politik
Politik Wahlkampf in Italien: „Gott, Vaterland und Familie“

In Italien hat mittlerweile nach dem Sturz der Regierung von Mario Draghi der Wahlkampf begonnen. Schon jetzt zeigt sich, dass schwere...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Immobilienboom ist vorbei – global und in Deutschland

Dem Immobilienboom in Deutschland sowie auch global geht die Luft aus. In einigen Regionen wird sogar ein massiver Einbruch der Preise...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft China: Handel mit Russland boomt

Obwohl das chinesische Wirtschaftswachstum unter der Corona-Politik und Immobilienkrise gelitten hat, legte das Exportwachstum im Juli zu.

DWN
Panorama
Panorama 75 Jahre Streit und Hass: Die Folgen der Teilung von Indien und Pakistan

Als die Briten ihre ehemalige Kolonie in Indien und Pakistan teilten, folgte Chaos und Blutvergießen mit bis zu einer Million Tote. Der...