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Einfach auftanken: Hier können Elektroauto-Besitzer in Deutschland laden

Lesezeit: 1 min
24.11.2016 07:59
Gut 14.000 herkömmliche Tankstellen gibt es in Deutschland. Ihnen stehen nur etwa halb so viele öffentliche Ladesäulen für Elektroautos mit unterschiedlichen Technologien gegenüber.
Einfach auftanken: Hier können Elektroauto-Besitzer in Deutschland laden

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Wo gibt es Ladesäulen? Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gibt es in Deutschland rund 6500 Ladepunkte in knapp 1000 Städten und Gemeinden. Die höchste Dichte findet sich demnach in großen Städten wie Berlin und Hamburg, aber auch in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Nationalen Plattform Elektromobilität laden über 80 Prozent der Elektroauto-Fahrer ihre Fahrzeuge zu Hause oder bei ihrem Arbeitgeber.

Wie lade ich zu Hause? Wer von einem E-Auto-Tarif profitieren will, braucht einen eigenen Zähler, so die dpa. Theoretisch kann das Auto an die normale Steckdose gehängt werden. Der VDA empfiehlt aber einen Schutzschalter für Überlastung. Solche Ladeboxen kosten aber einige Hundert Euro.

Wie bezahle ich Autostrom? Für den Strom aus der eigenen Steckdose gibt es bei ersten Stromanbietern spezielle Tarife für Elektroautos. Das Laden an Säulen unterschiedlicher Anbieter ist nach wie vor kompliziert. Für manche braucht es Ladekarten, für andere Apps. Spezielle Roaming-Plattformen erleichtern das Laden an „Fremdsäulen“. Die Bundesregierung will das Problem mit der geplanten Ergänzung der Ladesäulen-Verordnung lösen.

Welche Stecker gibt es? In Zukunft muss jeder Ladepunkt in der Europäischen Union (EU) und jedes Fahrzeug europäischer Hersteller das sogenannte Combined Charging System (CCS) unterstützen, mit dem die Nutzer ihr Auto sowohl in normalem Tempo als auch in einigen Minuten aufladen können. In der Praxis gibt es allerdings immer noch drei verschiedene Steckersorten, auch wenn sich das von der EU favorisierte System langsam durchsetzt.

Was für ein Kabel braucht man? Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) liefern die Hersteller die Autos je nach Kundenwunsch inklusive Ladekabel aus. Das heißt, es gibt ein Notkabel für den „normalen“ Schutzkontakt-Stecker („Schuko“) und ein Ladekabel mit Typ-2-Stecker. Ob an den Ladesäulen ein Kabel angehängt ist, ist unterschiedlich. Einige Anbieter fürchten Vandalismus.

Hier den Überblick zu behalten, scheint unabdinglich. Denn: Bereits im Jahr 2030 dürfte es sich bei jedem dritten in Europa zugelassenen Neuwagen um ein Elektroauto handeln. Einer aktuellen Analyse zufolge werden Elektrofahrzeuge 2028 mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent erstmals vor Autos mit konventionellen Verbrennungsmotoren (28 Prozent) liegen - die übrigen gut 40 Prozent sind Hybride unterschiedlicher Bauarten. Schon jetzt ist jeder vierte Fahrer in Deutschland dazu bereit, beim Kauf eines neuen Wagens auf alternative Antriebsarten umzusteigen.

 

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