Finanzen

Neue Steuern: Nordea-Bank droht mit Abwanderung aus Schweden

Lesezeit: 1 min
29.11.2016 01:09
Die Nordea-Bank droht mit einem Wegzug aus Schweden. Sie reagiert damit auf eine neue Banken-Steuer, welche den teuren schwedischen Sozialstaat finanzieren soll.
Neue Steuern: Nordea-Bank droht mit Abwanderung aus Schweden

Mehr zum Thema:  
Steuern > USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Steuern  
USA  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die größte Bank in Skandinavien, die Nordea Bank, warnt die Regierung in Stockholm vor einem Wegzug aus Schweden. Dies berichtet Bloomberg. Die Warnung ist offenbar eine Reaktion auf eine von der Regierung geplante Steuer auf Finanzdienstleistungen, die in die Sozialausgaben einfließen soll. Die Banken des Landes warnten nach Bekanntwerden der Pläne, dass bis zu 16.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen könnten, indem diese ins Ausland verlagert oder durch Roboter ersetzt werden könnten. Die schwedische Regierung bezeichnete die Warnungen als übertrieben.

Nachdruck verlieh der schwedische Nordea-Chef Björn Wahlroos den Warnungen durch Gespräche mit der niederländischen Bank ABN Amro, bei denen es angeblich um eine mögliche Fusion ging. Wahlroos sagte, dass Nordea grundsätzlich gern in Schweden bleiben wolle. Es gäbe jedoch Grenzen der Loyalität, falls das Geschäftsklima in dem Land sich weiter verschlechtere. „Mit der Wahl von ABN Amro wollten wir zeigen, dass es aus unserer Sicht wichtig ist, dass wir wettbewerbsfähig bleiben können.“ Die Beziehung zu Schweden „könne sich ändern, wenn neue Abgaben oder Steuern auf die Banken erhoben werden.“

Wohlwollend zeigte sich Wahlroos in Bezug auf den Wahlsieg Donald Trumps bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. „Basierend auf der Erwartung, dass der neue Präsident und der Kongress die Steuern wahrscheinlich senken werden – und vielleicht auch die Regulierung zurückdrehen werden – ist der Ausblick für die US-Wirtschaft mittelfristig etwas besser. Es bleibt zu sehen, ob Trumps negative Haltung zum Freihandel auf lange Sicht Probleme verursachen wird. Auf kurze Sicht jedoch führen seine Pläne zu Steuersenkungen für Unternehmen zu einem guten Ausblick.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Steuern > USA >

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Schmelzhütten in Europa müssen Produktion einstellen

Am Dienstag hat schon eine holländische Zinkhütte wegen hoher Energiekosten die Einstellung der Produktion angekündigt. Nun trifft es...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinn: Das oft übersehene Technologiemetall

Zinn wird im Rohstoffsektor gerne übersehen, dabei trägt es sein etwas angestaubtes Image vollkommen zu Unrecht.

DWN
Politik
Politik Washington Post: Der Weg zum Krieg

Die US-amerikanische Tageszeitung zeichnet über eine Reihe von Interviews mit Behördenvertretern aus den USA, der Ukraine sowie der EU...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Gas-Vorräte reichen weniger als drei Monate

Selbst wenn es Deutschland gelingen sollte, seine Reserven vollständig zu füllen, reicht das Gas nicht einmal drei Monate, falls Russland...

DWN
Finanzen
Finanzen Lebensmittel auf Kredit: Supermarkt-Kette zielt auf ärmere Kunden

Die britische Supermarktkette Iceland Foods bietet ihren Kunden Kredite für den Kauf von Lebensmitteln an. Das Programm richtet sich an...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ärgernis für deutschen Handel: Anhaltende Schiffs-Staus in der Nordsee

Staus großer Containerschiffe dürften die deutschen Nordseehäfen noch länger in Atem halten. Die volle Auswirkung wird erst im zweiten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Inflation in Großbritannien steigt über 10 Prozent

Die bereits hohe Inflation in Großbritannien hat sich weiter beschleunigt. Im Juli lagen die Verbraucherpreise um 10,1 Prozent höher als...

DWN
Finanzen
Finanzen Vorbereitung auf Super-Crash: Star-Investor stößt alle Aktien ab - bis auf eine

Der bekannte Investor Michael Burry warnt seit Monaten vor einem verheerenden Börsencrash und stößt fast seinen gesamten Aktienbestand...