Finanzen

Opec-Treffen: Spekulationen treiben Ölpreise an

Lesezeit: 1 min
30.11.2016 13:42
Spekulationen um eine bevorstehende Einigung beim Opec-Treffen haben die Ölpreise stark steigen lassen. Brent-Öl liegt derzeit wieder über 50 Dollar.
Opec-Treffen: Spekulationen treiben Ölpreise an
Der Preis für Brent-Rohöl in der 5-Tages-Sciht. (Grafik: ariva.de)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Ölpreise haben am Mittwoch mit einem starken Preissprung auf Hinweise zu einer Senkung der Fördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) reagiert, berichtet die dpa. Nachdem mehrere Opec-Vertreter vor einem entscheidenden Treffen des Kartells bereits eine Einigung innerhalb des Kartells signalisiert hatten, sprangen die Preise für US-Öl und Nordsee-Öl jeweils um etwa 8 Prozent nach oben und erreichten die Marke von 50 Dollar.

Im Mittagshandel legte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI um 3,07 US-Dollar auf 48,30 Dollar zu und der Preis für Nordsee-Öl stieg um 3,37 Dollar auf 49,75 Dollar.

Am Ölmarkt sind alle Augen gebannt nach Wien gerichtet. Die Opec ringt um eine Einigung bei der konkreten Umsetzung einer bereits im September grundsätzlich beschlossenen Kürzung der Fördermenge.

Das Ölkartell stehe kurz vor einer Vereinbarung in der Frage der künftigen Fördermenge, sagte der iranische Ölminister Bijan Namdar Zangeneh am Morgen nach einem gemeinsamen Frühstück mit anderen Energieministern der Opec. Nach Einschätzung des irakischen Ölministers Jabar al-Luaibi gebe es innerhalb der Opec eine einheitliche Haltung für eine Kürzung der Fördermenge.

Rohstoffexperte der Commerzbank gehen nach den jüngsten Meldungen davon aus, dass sich die Opec auf eine vergleichsweise geringe Produktionskürzung um durchschnittlich 700 000 Barrel pro Tag einigen könnte. Im September hatte das Ölkartell seinerzeit grundsätzlich eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel beschlossen, bei zuletzt geschätzten 33,6 Millionen Barrel pro Tag im Oktober.

Sollte es tatsächlich zu einer geringeren Fördermenge kommen, wäre es die erste Produktionskürzung der Opec seit acht Jahren. Die Commerzbank-Experten rechnen in diesem Fall mit einem Anstieg der Ölpreise auf über 50 Dollar je Barrel.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Der IWF plant die Einführung eines neuen Geldsystems

Der Internationale Währungsfonds bereitet die Einführung eines neuen Geldsystems vor - und niemand merkt es.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen CO2-Abgabe: Die Gaspreise werden im kommenden Jahr deutlich steigen

Verbraucher in Deutschland müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Gaspreise einstellen. Grund sind der Start des CO2-Preises sowie...

DWN
Politik
Politik China und USA auf Konfrontationskurs: Was tut Deutschland im Falle eines Krieges?

Die Spannungen zwischen China und den USA nehmen unentwegt zu. Bei den militär-strategischen Überlegungen der beiden Supermächte spielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Depot

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Politik
Politik Verzerrte Statistiken, verschleierte Tatsachen: Wie die deutschen Medien Schwedens Corona-Politik verunglimpfen

Die Berichterstattung vieler deutschen Medien über Schwedens Umgang mit der Corona-Pandemie ist unzureichend und fehlerhaft. Das findet...

DWN
Finanzen
Finanzen Aufstieg und Fall: Corona schafft an der Börse eine Zwei-Klassen-Gesellschaft

Die aktuelle Krise schafft Gewinner und Verlierer, auch an der Börse. Welche Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und wie man...

DWN
Politik
Politik Russland will eine geopolitische Katastrophe entlang seiner Grenzen verhindern

Die westlichen und südlichen Grenzen Russlands weisen wegen des Konflikts um Berg-Karabach und der Unruhen in Weißrussland Anzeichen...

DWN
Technologie
Technologie Smartphone-Chips aus Holz sollen Umweltbelastung senken

Unterhaltungselektronik führt jährlich zu Millionen von Tonnen an Elektromüll. Forscher aus den USA haben eine Methode gefunden, wie...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der grüne Eifer wird zum Bumerang: Wie die Begeisterung fürs Holz den Wald gefährdet

In seiner äußerst detaillierten und tiefschürfenden Analyse zeigt DWN-Kolumnist Ronald Barazon, warum deutscher und europäischer Wald...

DWN
Finanzen
Finanzen Spekulanten setzen auf Inflation und auf Joe Biden: Die eine Wette ist sicher - die andere hochriskant

Die großen Akteure im US-Anleihemarkt ändern zunehmend ihre Strategie: Sie wetten jetzt auf steigende Anleihe-Renditen. Die Märkte...

DWN
Finanzen
Finanzen Gazprom: Steuer-Querelen ärgern die Aktionäre

Die russischen Börsen sind auch für die deutschen Anleger von besonderem Interesse, weil hier mit Gazprom, Lukoil und Rosneft Unternehmen...

DWN
Politik
Politik China dominiert, die Agenda lautet "grün": So sieht die Welt im Jahr 2030 aus

Harvard-Professor Joseph S. Nye entwirft fünf Szenarien, wie das internationale Staatensystem in zehn Jahren beschaffen sein könnte.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Dunkle Wolken am Konjunktur-Himmel: KfW-Studie deckt verheerende Folgen des Lockdowns auf

Eine aktuelle Studie der KfW zeichnet ein düsteres Bild der Lage, in der viele kleine und mittelgroße Unternehmen in Deutschland stecken....

DWN
Politik
Politik Nach Mord in Dresden: „Abschiebepflichtige Gefährder und schwere Straftäter dürfen wir nicht nach Syrien abschieben“

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius beschwichtigt in der nach dem islamistischen Mord von Dresden aufgekommenen Debatte um eine...