Politik

US-General: IS dürfte nach Sturz zum „virtuellen Kalifat“ werden

Lesezeit: 1 min
08.12.2016 02:17
Der IS könnte sich nach Ansicht eines US-Generals künftig ohne Territorium operieren. Damit dürfte der globale Krieg gegen den Terror in eine neue Phase eintreten.
US-General: IS dürfte nach Sturz zum „virtuellen Kalifat“ werden
Der IS im Kampf in Syrien. (Screenshot)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) wird sich dem Kommandeur der US-geführten Streitkräfte im Irak zufolge nach dem Verlust seines Gebiets vermutlich in eine Art "virtuelles Kalifat" verwandeln. Früher oder später werde den Islamisten klar werden, dass "sie ihr physikalisches Kalifat verlieren werden", sagte General-Leutnant Stephen Townsend der Nachrichtenagentur Reuters an Bord des französischen Flugzeugträgers "Charles de Gaulle". Sie würden ihre Taktik vermutlich anpassen. "Sie werden ihre Vorgehensweise ändern müssen und mehr zu einem 'virtuellen Kalifat' werden", sagte er. Aus dem selbst ernannten Staat werde im Irak und in Syrien im Laufe der Zeit eine Aufständischen-Bewegung werden.

Der IS eroberte 2014 große Teile beider Staaten und rief dort ein Kalifat aus, eine besondere Form eines islamischen Gottesstaats. Er nutzte dabei ausgiebig das Internet zur Anwerben von neuen Kämpfern. Allerdings haben die Islamisten in den vergangenen Monaten im Irak und Syrien schwere Niederlagen erlitten. Die Kämpfe konzentrieren sich gegenwärtig insbesondere auf die irakische Großstadt Mossul. Die Offensive von 100.000 Regierungssoldaten und verbündeten Milizen dort entwickelt sich zur größten Schlacht in dem Land seit der US-Invasion von 2003. Die USA unterstützen die Truppen insbesondere mit Luftangriffen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Norwegen will keinen Strom mehr exportieren

Angesichts eigener Probleme erwägt Norwegen eine Begrenzung der Strom-Exporte ins Ausland. Das könnte die Energie-Krise europaweit...

DWN
Technologie
Technologie Blackout droht: Deutschland ist nicht auf E-Autos vorbereitet

Der Markt der E-Autos in Deutschland bommt. Doch Deutschland ist für eine E-Auto-Welle überhaupt nicht gewappnet.

DWN
Politik
Politik Engländer berichten über Putins Fluchtszenario

Englische Medien wollen wissen, dass es bereits einen Fluchtplan für Wladimir Putin im Fall einer Kriegsniederlage gibt.

DWN
Politik
Politik Nach Bargeldfund: Wie eng wird es für Kanzler Scholz?

Bundeskanzler Olaf Scholz gerät in der Hamburger Steueraffäre unter Druck. Jetzt wartet der Untersuchungsausschuss auf Antworten.

DWN
Deutschland
Deutschland RBB-Affäre schadet den Öffentlich-Rechtlichen massiv

Angebliche Vetternwirtschaft und auffällige Privilegien für die zurückgetretene ARD-Chefin und RBB-Intendantin Schlesinger kurbeln die...

DWN
Finanzen
Finanzen Reichtumsforschung: Wie man reich wird

Reiche sind rücksichtslos und bloß durch ein Erbe an Vermögen gelangt, glauben viele Deutsche. Doch was sagt die Wissenschaft dazu –...

DWN
Ratgeber
Ratgeber Tausende Euro Ersparnis: Wie sich Auswandern finanziell lohnt

Jedes Jahr wandern hunderttausende Deutsche aus. Finanziell gesehen dürfte es sich für viele richtig lohnen. Doch es gibt auch...

DWN
Technologie
Technologie China: Technologischer Durchbruch trotz US-Sanktionen

Einem chinesischen Konzern ist ein technologischer Durchbruch in einem strategisch wichtigen Sektor gelungen – trotz Sanktionen.