Finanzen

Finanztest: Viele Rechtsschutz-Versicherungen sind mangelhaft

Lesezeit: 1 min
23.07.2017 22:34
Die große Mehrheit der von Finanztest getesteten Rechtsschutzversicherungen bieten nur unzureichenden Schutz.
Finanztest: Viele Rechtsschutz-Versicherungen sind mangelhaft

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Viele Rechtsschutzversicherungen sind laut Urteil der Zeitschrift Finanztest schlecht oder zu teuer, berichtet AFP. Im aktuellen Test der Zeitschrift schnitten nur 14 von 54 untersuchten Angeboten mit der Note „gut“ ab. Die große Masse sei nur befriedigend, teilte Finanztest mit. Entscheidend für eine gute Rechtsschutzversicherung ist demnach, ob sie im Ernstfall die Anwalts- und Gerichtskosten übernimmt. Gute Versicherungen bieten demnach mehr als den Minimalschutz.

Einige Anbieter zahlen bis zu 2.500 Euro für einen Anwalt, der bei Familien- oder Erbrechtsstreit außergerichtlich hilft. Viele schlechtere Angebote zahlten in solchen Fällen maximal 250 Euro für eine einzige anwaltliche Beratung.

Viele der von den Testern als nur befriedigend oder ausreichend beurteilte Versicherungen gewähren Rechtsschutz bei Behördenärger erst dann, wenn die Angelegenheit vor Gericht geht. Vor einem Prozess müsse ein Betroffener aber oft Widerspruch einlegen – wer dies auf eigene Faust tue, könne Vieles falsch machen. Es ist daher sehr hilfreich, frühzeitig einen Anwalt einschalten zu können. Gute Tarife übernähmen die Anwaltskosten auch im vorgerichtlichen Widerspruchsverfahren.

Verglichen mit dem letzten Test im Jahr 2014 sei eine Rechtsschutzversicherung teurer geworden, berichtete die Zeitschrift. 2014 sei ein günstiges Rechtsschutz-Paket für Familien noch für durchschnittlich 274 Euro im Jahr zu haben gewesen – heute koste dieser Schutz im Schnitt bereits 306 Euro. Dies hänge mit den seitdem gestiegenen Anwalts- und Gerichtskosten zusammen. Hinzu komme, dass die Versicherer in den vergangenen Jahren angeblich viele teure Klagen von Kunden finanzieren mussten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Technologie
Technologie Ein nationaler Stromausfall rückt immer näher: Deutschland schaufelt sich mit seiner radikalen Energie-Politik sein eigenes Grab

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert eine brisante Analyse der fehlenden Energiesicherheit unseres Landes.

DWN
Politik
Politik Bundesjustizministerin Lambrecht fordert härteres Durchgreifen der Polizei bei Corona-Demos

Im Zusammenhang mit den Corona-Demos sagte die sozialdemokratische Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, dass die Polizei härter...

DWN
Politik
Politik Keine Masken, keine Polizei, keine Lockdowns: Wie DWN-Autor Christian Kreiß die Pandemie in Costa Rica erlebte

Um den Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland zu entfliehen, verbrachte Christian Kreiß drei Monate in Costa Rica. Der DWN-Autor liefert...

DWN
Finanzen
Finanzen Wegen Corona: Wirtschaftsexperten raten zu späterer Rente

Das Rententhema wird eines der wichtigsten im kommenden Bundestagswahlkampf. Führende Wirtschaftsinstitute raten jetzt zu einem höheren...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Zentralbanken: Aufbruch in neue monetäre Welten

Im Windschatten der Coronakrise betritt die EZB monetäres Neuland. Rettungspakete von tausenden Milliarden Euro werden schon bald nichts...

DWN
Politik
Politik China ist der größte Profiteur der Corona-Krise

Vor einem Jahr erlebte die zweitgrößte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise einen schweren Einbruch. Nun legt sie den größten...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Bundesgesetz macht Klagen gegen Ausgangssperre vor Verwaltungs-Gerichten unmöglich

Das geplante Corona-Bundesgesetz hebelt die Verwaltungsgerichte aus. Es wird rechtlich nicht möglich sein, dass Bürger vor die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland will zum weltweit führenden Wasserstoff-Exporteur aufsteigen

Russland will der weltweit führende Wasserstoff-Exporteur werden. Ein im vergangenen Jahr diesbezüglich vorgestellter Plan muss auch als...