Politik

Massive Regenfälle in Deutschland, Gefahr von Überschwemmungen

Lesezeit: 2 min
26.07.2017 11:12
In weiten Teilen Deutschlands wird bis Donnerstag Dauerregen erwartet.
Massive Regenfälle in Deutschland, Gefahr von Überschwemmungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Deutsche Wetterdienst warnt: «In einem breiten Band vom Nordosten über die Mitte Deutschlands bis zu den Alpen sowie im Schwarzwald weiterhin Dauerregen. Zum bereits gefallenen Niederschlag kommen bis Donnerstagfrüh noch weitere 20 bis 40, in Staulagen bis 50 l/qm hinzu. Im Nordosten und in Teilen der Mitte sowie an den Alpen noch ergiebiger und zum Teil extrem ergiebiger Dauerregen (UNWETTER), wodurch zu den bereits gefallenen Regenmengen bis Donnerstagfrüh in diesen Gebieten noch weitere 35 bis über 60 l/qm Regen hinzukommen.»

Der DWD hat am Mittwochmorgen eine amtliche Unwetterwarnung für Berlin und Brandenburg herausgegeben. An Bächen und kleineren Flüssen bestehe Hochwassergefahr, Straßen könnten überflutet werden, Erdrutsche seien möglich. Die Bevölkerung solle alle Fenster und Türen schließen. Die Unwetterwarnung gilt bis Donnerstagmorgen, 6 Uhr.

Auch in Bayern wird mit starken Regenfällen bis zum Donnerstag gerechnet.

Nach starken Regenfällen kämpft die Feuerwehr in Niedersachsen und Thüringen weiter gegen drohende Überschwemmungen. «Bisher halten unsere Dämme. Wir sind hier aber nach wie vor auf alles vorbereitet. Auch auf eine Evakuierung», sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hildesheim am Mittwochmorgen. Sollte ein bedrohtes Wohngebiet geräumt werden, wären laut Stadt 1100 Menschen betroffen.

«Die Türen einer Notunterkunft stehen offen», betonte der Sprecher in Hildesheim. Bisher hätten sich 13 Menschen von selbst in die Unterkunft begeben und würden dort mit dem Nötigsten versorgt.

Die Feuerwehr in Hildesheim war in der Nacht mit rund 200 Kräften im Einsatz. «Wir verbauen Sandsäcke und prüfen, ob sie dem Druck stand halten», sagte der Sprecher weiter. An einigen Stellen sickere Wasser durch die aufgeschichteten Säcke - jedoch ausschließlich an Grünflächen entlang der Innerste, einem Nebenfluss der Leine.

«Die Innerste hat in der Nacht am Pegel Heinde einen Rekord erreicht», sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Beim Hochwasser 2007 stand das Wasser bei 675 Zentimeter, in der Nacht zum Mittwoch erreichte es die Marke von 694 Zentimeter. Eine unmittelbare Gefahr für die Menschen bestehe jedoch nicht.

In den von Überschwemmungen betroffenen Landkreisen Holzminden und Hameln-Pyrmont war die Lage stabil. «Wir freuen uns über die kurze Regenpause», sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle am frühen Mittwochmorgen. Die Feuerwehr habe alles im Griff.

In Thüringen rückten die Rettungskräfte am Mittwochmorgen zu keinen größeren wetterbedingten Einsätzen aus. «Seit Mitternacht war hier im Grunde Ruhe», sagte eine Sprecherin des Lagezentrums. Die Pegelstände steigen demnach nur langsam. In Göllingen im Kyffhäuserkreis verstärkte die Feuerwehr nach heftigen Regenfällen einen Damm an der Wipper.

Der Mittwoch bringt in Niedersachsen und Thüringen weiteren Regen, wie der Deutsche Wetterdienst am Morgen mitteilte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Reisen nur noch mit Corona-Impfung? Digitaler Gesundheitspass wird zur Realität

Alsbald soll beim internationalen Flugverkehr ein digitaler Gesundheitspass, der dann wegen der Corona-Krise als Impfpass dienen soll, zum...

DWN
Politik
Politik Blockade der Corona-Milliarden: Der Ton zwischen Brüssel, Warschau und Budapest wird rauer

Im Streit um die von Brüssel geforderte Verknüpfung der Auszahlung von Corona-Milliardenhilfen mit der „Rechtstaatlichkeit“ der...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Währungssystem: Pandemie begünstigt die Einführung des digitalen Dollars

Die Pandemie hat viele Zentralbanken davon überzeugt, dass sie digitale Währungen ausgeben müssen. Die US-Notenbank Fed will so schnell...

DWN
Politik
Politik Lagebericht Syrien: Türkische Söldner in Hinterhalt gelockt, Israel greift Region Damaskus an

Kurdische Söldner sollen türkische Milizen am Dienstag in einen Hinterhalt gelockt haben. Israel griff syrischen Medienberichten zufolge...

DWN
Politik
Politik Spahn sagte nur: „In dieser“ Pandemie wird es keine Impflicht geben

Die Medienöffentlichkeit behauptete, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Impfpflicht ausgeschlossen habe. Doch das stimmt...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Dax: Börsianer warten auf Entscheidungen über Corona-Restriktionen

Die Börsen haben heute Morgen mit leichten Verlusten eröffnet. Die Anleger warten darauf, wie sich Bund und Länder über die...

DWN
Finanzen
Finanzen So erfüllt sich Ihr Traum vom Eigenheim

Das Eigenheim als Altersvorsorge? Viele Deutsche träumen davon. Doch nur wenige besitzen hierzulande tatsächlich die Immobilie, die sie...

DWN
Politik
Politik Das große Geschäft mit den Impfstoffen hat begonnen

Die EU einigt sich mit dem US-Hersteller Moderna, Bill Gates‘ Impfallianz erhält hunderte Millionen Dosen des Herstellers AstraZeneca...

DWN
Technologie
Technologie "Himmelsdrachen": Deutsches Unternehmen entwickelt Technologie, die Satelliten ersetzen kann

Ein Stuttgarter Unternehmen hat einen sogenannten "SkyDragon", einen Himmelsdrachen, für den Flug in der Stratosphäre entwickelt.

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Klare Botschaft an alle - USA entsenden Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, haben die USA Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten entsendet. Die Mission sollte als...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt ist es soweit: Bundesregierung erwägt Einführung eines Corona-Soli

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung, einen Corona-Soli einzuführen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Krise...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehrere Zahlungsausfälle erschüttern Chinas Anleihemarkt

In den vergangenen Tagen konnten mehrere staatlich kontrollierte Unternehmen ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Ausländische...

DWN
Politik
Politik „Great Reset“: Wie das Weltwirtschaftsforum China seit Jahren hofiert und lobt

Seit Jahren bauen das Weltwirtschaftsforum unter Klaus Schwab und China ihre Beziehungen aus. Das Forum hat eine eindeutig positive...

DWN
Deutschland
Deutschland Augenzeugen: Auto rast in Tor des Bundeskanzleramts in Berlin

Vor dem Bundeskanzleramt ist es am Vormittag zu einem Zwischenfall gekommen.