Finanzen

Bündnis zwischen Volkswagen und Tata geplatzt

Lesezeit: 1 min
10.08.2017 17:06
Die geplante Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und dem indischen Konkurrenten Tata wurde aufgegeben.
Bündnis zwischen Volkswagen und Tata geplatzt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Rückschlag für Volkswagen beim Bau eines Billigautos für Schwellenländer: Der Wolfsburger Konzern und der indische Autobauer Tata Motors haben ihre geplante Kooperation zur gemeinsamen Fahrzeugentwicklung aufgegeben, berichtet Reuters. Beide Unternehmen seien zu dem Schluss gekommen, dass sich die erwünschten Kostenvorteile nicht erzielen lassen, teilten die für das Projekt zuständige VW-Tochter Skoda und Tata Motors am Donnerstag mit und bestätigten damit Informationen eines Insiders.

Eine Zusammenarbeit in der Zukunft sei aber nicht ausgeschlossen, erklärten die Autobauer. Volkswagen wird dadurch mit seinen Plänen zurückgeworfen, ein Billigauto für Märkte in Schwellenländer zu entwickeln. Vor einigen Jahren war bereits ein Bündnis mit Suzuki gescheitert, weil den Japanern die Dominanz der Wolfsburger nicht passte.

Skoda und Tata hatten im März eine Absichtserklärung zu einer strategischen Allianz unterschrieben, um gemeinsam Fahrzeugkomponenten bis hin zu einer Plattform für Billigautos zu entwickeln. Skoda habe die zusätzlichen Investitionen gescheut, die notwendig gewesen wären, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter der Nachrichtenagentur Reuters. Stattdessen wollten die Tschechen nun Einsparmöglichkeiten durch das Nutzen einer VW-Fahrzeugplattform ausloten.

Tata Motors ist in Europa durch die zugekauften Nobelmarken Jaguar und Land Rover bekannt. In Indien bietet der Kleinwagenspezialist unter anderem den Billigwagen Nano an, der ab 3.000 Dollar zu haben ist. Mit dem indischen Autoriesen wollte Volkswagen einen neuen Anlauf nehmen, um in Indien und anderen Schwellenländern Fuß zu fassen. Indien gilt als Dorado für Billigautos, noch dazu ist die Zahl der Fahrzeuge in dem bevölkerungsreichen Land relativ gering.

Doch auch der VW-Rivale General Motors hat sich an dem als zukunftsträchtig geltenden, aber schwierigen Markt die Zähne ausgebissen. Nach zwei Jahrzehnten stellen die Amerikaner ihr Indien-Geschäft Ende des Jahres ein. Auch Tata kämpft mit Verlusten in Indien. Die hohe Nachfrage nach Kleinwagen bedienen vor allem Maruti Suzuki and der koreanische Autobauer Hyundai Motor, die zwei Drittel des Absatzes beherrschen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Reisen nur noch mit Corona-Impfung? Digitaler Gesundheitspass wird zur Realität

Alsbald soll beim internationalen Flugverkehr ein digitaler Gesundheitspass, der dann wegen der Corona-Krise als Impfpass dienen soll, zum...

DWN
Politik
Politik Blockade der Corona-Milliarden: Der Ton zwischen Brüssel, Warschau und Budapest wird rauer

Im Streit um die von Brüssel geforderte Verknüpfung der Auszahlung von Corona-Milliardenhilfen mit der „Rechtstaatlichkeit“ der...

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Währungssystem: Pandemie begünstigt die Einführung des digitalen Dollars

Die Pandemie hat viele Zentralbanken davon überzeugt, dass sie digitale Währungen ausgeben müssen. Die US-Notenbank Fed will so schnell...

DWN
Politik
Politik Spahn sagte nur: „In dieser“ Pandemie wird es keine Impflicht geben

Die Medienöffentlichkeit behauptete, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Impfpflicht ausgeschlossen habe. Doch das stimmt...

DWN
Politik
Politik Lagebericht Syrien: Türkische Söldner in Hinterhalt gelockt, Israel greift Region Damaskus an

Kurdische Söldner sollen türkische Milizen am Dienstag in einen Hinterhalt gelockt haben. Israel griff syrischen Medienberichten zufolge...

DWN
Finanzen
Finanzen So erfüllt sich Ihr Traum vom Eigenheim

Das Eigenheim als Altersvorsorge? Viele Deutsche träumen davon. Doch nur wenige besitzen hierzulande tatsächlich die Immobilie, die sie...

DWN
Politik
Politik Das große Geschäft mit den Impfstoffen hat begonnen

Die EU einigt sich mit dem US-Hersteller Moderna, Bill Gates‘ Impfallianz erhält hunderte Millionen Dosen des Herstellers AstraZeneca...

DWN
Technologie
Technologie "Himmelsdrachen": Deutsches Unternehmen entwickelt Technologie, die Satelliten ersetzen kann

Ein Stuttgarter Unternehmen hat einen sogenannten "SkyDragon", einen Himmelsdrachen, für den Flug in der Stratosphäre entwickelt.

DWN
Politik
Politik DWN EXKLUSIV: Klare Botschaft an alle - USA entsenden Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, haben die USA Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten entsendet. Die Mission sollte als...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt ist es soweit: Bundesregierung erwägt Einführung eines Corona-Soli

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung, einen Corona-Soli einzuführen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Krise...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehrere Zahlungsausfälle erschüttern Chinas Anleihemarkt

In den vergangenen Tagen konnten mehrere staatlich kontrollierte Unternehmen ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Ausländische...

DWN
Politik
Politik „Great Reset“: Wie das Weltwirtschaftsforum China seit Jahren hofiert und lobt

Seit Jahren bauen das Weltwirtschaftsforum unter Klaus Schwab und China ihre Beziehungen aus. Das Forum hat eine eindeutig positive...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Dax: Börsianer warten auf Entscheidungen über Corona-Restriktionen - heute Nachmittag US-Konjunkturdaten

Die Börsen haben heute Morgen mit leichten Verlusten eröffnet. Die Anleger warten darauf, wie sich Bund und Länder über die...

DWN
Deutschland
Deutschland Augenzeugen: Auto rast in Tor des Bundeskanzleramts in Berlin

Vor dem Bundeskanzleramt ist es am Vormittag zu einem Zwischenfall gekommen.