Finanzen

Nächste China-Börse gibt auf: Bitcoin erneut mit schweren Verlusten

Lesezeit: 1 min
15.09.2017 13:46
Die angekündigte Schließung einer weiteren Börse in China hat den Bitcoin-Preis erneut unter starken Druck gebracht.
Nächste China-Börse gibt auf: Bitcoin erneut mit schweren Verlusten

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Doppelter Tiefschlag für die Digitalwährung Bitcoin: Rund 24 Stunden nach dem Konkurrenten BTC China verkündete die Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende und schickte die Kurse von Internet-Währungen in den Keller, berichtet Reuters. Auf ViaBTC fiel Bitcoin am Freitag um etwa 16 Prozent auf 18.000 Yuan (2750 Dollar). Auf der Handelsplattform BitPoint stürzte er sogar um fast 30 Prozent auf 2767,85 Dollar ab. Damit kostete Bitcoin aber immer noch gut drei Mal so viel wie zu Jahresbeginn.

ViaBTC begründete die Entscheidung mit der Warnung der chinesischen Behörden vor den Risiken der Cyber-Währungen Anfang des Monats. Diese hatten parallel dazu Börsengänge von Cyber-Währungen, sogenannte Initial Coin Offerings (ICO), verboten. In den Monaten zuvor hatten chinesische Investoren umgerechnet 333 Millionen Euro bei diesen ICOs angelegt. Medienberichten zufolge will die Regierung in Peking den Handel mit Krypto-Währungen komplett verbieten.

Am Freitag warnte Li Lihui, Vertreter des chinesischen Branchenverbandes der Internet-Finanzwirtschaft und ehemaliger Chef der Bank of China, „staatenlose“ Cyber-Währungen könnten für illegale Aktivitäten genutzt werden. Von offiziellen Stellen entwickelte Internet-Währungen seien dagegen nützlich – passende gesetzliche Rahmenbedingungen vorausgesetzt. Am Donnerstag hatte der Verband bereits dazu aufgerufen, auf den Handel mit Bitcoin & Co. zu verzichten.

Vor einige Tagen hatte auch der Chef der US-Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, Cyber-Währungen scharf kritisiert. Er bezeichnete Bitcoin als Betrug. Auch der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny warnte vor einigen Wochen vor den Gefahren. Ein Verbot sei allerdings kein Thema.

Für Krypto-Währungen wie Bitcoin steht keine Regierung oder Zentralbank ein, daher wird ihr Kurs allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer die dafür extrem komplexen Algorithmen berechnen. Da Beträge schnell und anonym weltweit transferiert werden können, sind diese Währungen auch für Nutzer interessant, die Geld aus illegalen Geschäften waschen oder Kapitalkontrollen umgehen wollen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Zwei Brüder im Geiste: Russland kämpft in der Ukraine - China probt den Krieg

Während der Ukraine-Krieg Europa in Atem hält, fährt China in den Gewässern des Pazifiks schwere Geschütze auf.

DWN
Politik
Politik Spannungen nehmen weiter zu: China entsendet Zerstörer und Flugzeugträger / Sorge auf Okinawa

Geraten jetzt auch Japan und andere pazifische Anrainerstaaten ins Visier der chinesischen Streitkräfte?

DWN
Finanzen
Finanzen Dax dank Chinas Notenbank deutlich im Plus

Konjunkturhilfen in China haben die Stimmung an Europas Börsen nach den jüngsten Verlusten wieder deutlich aufgehellt. Der Dax handelt...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesetat 2022 sieht zweithöchste Neuverschuldung der Geschichte vor

Im Bundeshaushalt 2022 ist eine Neuverschuldung von 138,9 Milliarden Euro vorgesehen. Und ein erheblicher Posten ist dabei noch nicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt der Lastenausgleich – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland DIHK: Stimmung in der deutschen Industrie massiv eingebrochen

Die deutsche Wirtschaft blickt äußerst pessimistisch in die Zukunft. Ein Drittel der von der DIHK befragten Firmen rechnet mit noch...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Erzeugerpreise steigen um 33,5 Prozent

Die deutschen Hersteller haben ihre Erzeugerpreise so stark erhöht wie nie zuvor - um 33 Prozent innerhalb eines Jahres. Butter verteuerte...

DWN
Deutschland
Deutschland Stahlkonzern Vallourec schließt deutsche Werke

Die IG Metall hatte es schon lange befürchtet, am Mittwoch wurde es Gewissheit: Vallourec will seine deutschen Standorte in Düsseldorf...