Politik

Telekom scheitert in den USA bei Fusion von T-Mobile und Sprint

Lesezeit: 1 min
05.11.2017 01:15
Die Telekom muss in den USA eine Enttäuschung wegstecken.
Telekom scheitert in den USA bei Fusion von T-Mobile und Sprint

Mehr zum Thema:  
USA > Telekom >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
Telekom  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die geplante milliardenschwere Mobilfunk-Fusion der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint ist vom Tisch. Es sei keine Einigung über die Rahmenbedingungen für einen solchen Zusammenschluss erzielt worden, teilten beide Unternehmen am Samstag nach schwierigen Verhandlungen laut Reuters mit. Deswegen seien die Gespräche jetzt beendet. Zuletzt hatte es immer wieder unterschiedliche Berichte über den Stand der Beratungen gegeben. Einem Zeitungsbericht zufolge gab es Uneinigkeit über die Besitzverhältnisse in einem fusionierten Unternehmen. Demnach wollte Sprint-Großaktionär Softbank der Deutschen Telekom keine Kontrollmehrheit zugestehen.

Der neue Konzern hätte 130 Millionen Kunden und einen Umsatz von geschätzt mehr als 70 Milliarden Dollar gehabt. Schon 2014 hatte es einen Anlauf für eine solche Fusion gegeben. Dieser scheiterte aber an den Wettbewerbshütern. T-Mobile US und Sprint sind die Nummer drei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt und haben einen gemeinsamen Börsenwert von rund 80 Milliarden Dollar. Ein fusionierter Konzern hätte in den USA besser mit den Platzhirschen Verizon und AT&T konkurrieren können.

"Wir haben immer gesagt, dass – unter geeigneten Bedingungen – ein Zusammenschluss von T-Mobile mit einem anderen Unternehmen Kunden zusätzliche Vorteile und allen Aktionären Wertsteigerungs-Perspektiven bieten kann. Diese Bedingungen waren hier nicht zu erreichen," sagte Telekom-Chef Tim Höttges. Noch vergangenes Wochenende hatte Höttges in einem Interview erklärt, dass dem Wettbewerb in den USA ein dritter starker Wettbewerber gut tun würde, statt eines "Duopols aus zwei sehr großen Spielern und dazu zwei kleinere Spieler". Sprint-Chef Marcelo Claure erklärte nun zum Aus der Fusionsverhandlungen, es sei das Beste für das Unternehmen, alleine weiterzumachen. Es gebe beträchtliche Chancen auf starke branchenübergreifende Partnerschaften. Insidern zufolge soll Sprint auf Betreiben von Softbank in der ersten Jahreshälfte mit dem Kabelnetzbetreiber Charter Communications über einen Zusammenschluss verhandelt haben.

Im dritten Quartal 2017 steigerte T-Mobile US den Umsatz um 7,7 Prozent auf 10,0 Milliarden Dollar. T-Mobile hat mit Milliarden-Investitionen und Tarifsenkungen den US-Markt aufgerollt und damit Verizon und AT&T Kunden abgejagt. Die Tochter ist damit ein wichtiger Wachstumsmotor für den Bonner Mutterkonzern. Dieser wird am Donnerstag seine Bilanz für das dritte Quartal vorstellen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
USA > Telekom >

DWN
Politik
Politik Chinas Sozialkreditsystem: Orwellsches Schreckgespenst oder reiner Mythos?

Das chinesische System der sogenannten "Sozialkredite" taucht regelmäßig in den Medien auf. Fast immer jedoch ist die Darstellung...

DWN
Politik
Politik Gegen Biden: Türkei, Russland und China wollen gemeinsam Luftabwehrsystem produzieren

Ein einflussreicher türkischer Außenpolitiker hat verkündet, dass die Türkei, Russland und China ihre Kooperation bei der Verteidigung...

DWN
Politik
Politik „Putin festnageln“: Wie Victoria Nuland Russlands Präsident stürzen will

Die US-Diplomatin Victoria Nuland, die unter Joe Biden eine wichtige Rolle spielen könnte, hat vor wenigen Monaten in einer Analyse...

DWN
Politik
Politik Norwegen: Anzahl der Toten nach Corona-Impfung steigt von 23 auf 29

Bloomberg berichtet, dass in Norwegen die Anzahl der Toten nach Corona-Impfungen von 23 auf 29 Personen gestiegen ist. Alle gemeldeten...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Privathaushalte sparen in der Corona-Krise vor allem Bargeld

Ausgerechnet in der Pandemie sind die Menschen in Deutschland in Summe so reich wie nie. Privathaushalte sparen wie die Weltmeister Bargeld...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin: Lohnt sich der Einstieg noch oder ist es zu spät?

Wer in Bitcoin investieren will, braucht aufgrund der extremen Kurssprünge starke Nerven. Wer dafür bereit ist, erfährt hier, wie in...

DWN
Deutschland
Deutschland Reale Gefahr: Wenn ein Cyber-Angriff auf unser Stromnetz stattfindet, bricht die Nahrungsmittelversorgung zusammen

Die Gefahr von Cyber-Angriffen auf das deutsche Stromnetz ist real. Sollte tatsächlich ein Cyber-Angriff stattfinden, würde die gesamte...

DWN
Finanzen
Finanzen Drei Billionen in neun Monaten: Wie hoch kann die Fed-Bilanz noch steigen, bevor das System crasht?

DWN-Gastautor Andreas Kubin analysiert die besorgniserregenden Ereignisse rund um die Federal Reserve. Ausgehend von einem Ereignis, das...

DWN
Deutschland
Deutschland „Zwangsanweisung und höhere Bußgelder“: Härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer geplant

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es...

DWN
Politik
Politik Nach Todesfällen in Norwegen: China fordert Streichung des Impfstoffs von Pfizer und BioNTec

China fordert, dass der Corona-Impfstoff von BioNTec/Pfizer weltweit gestrichen wird. Zuvor waren 23 Personen in Norwegen nach einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Weil es sich lohnt: Corona-Krise treibt Nachfrage nach Goldbarren

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die unabhängig vom Goldpreis in physisches Gold in Form von Goldbarren investieren. Doch auch...

DWN
Politik
Politik Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft ist zu Ende: Wie Angela Merkel viele Brände löschte - und einige Feuer neu entfachte

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert einen - humorigen, aber höchst kompetenten - Rückblick blickt auf die sechsmonatige deutsche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Corona-Lockdown wird bis zum Juni 2021 andauern

Die Bevölkerung und das deutsche Unternehmertum sollten sich nichts vormachen lassen. Der Lockdown wird in verschiedenen Intensitäten bis...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Amazon: "Wir machen der Deutschen Post bestimmt keine Konkurrenz"

Ein Akteur, der stark von der Pandemie profitiert, ist Amazon. Wie der Konzern mit den Großpaketdiensten zusammenarbeitet, welche...