Politik

FBI zieht Trump-Gegner von Russland-Ermittlungen ab

Lesezeit: 1 min
03.12.2017 01:32
Das FBI hat einen Ermittler abgezogen, der parteipolitische Präferenzen für Hillary Clinton erkennen ließ.
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Die US-Bundespolizei FBI hat einen hochrangigen Beamten von den Ermittlungen zur Russland-Affäre abgezogen, nachdem dieser abfällige Textmitteilungen über Präsident Donald Trump verschickt hatte. Wie das Büro von Sonderermittler Robert Mueller am Samstag mitteilte, wurde der stellvertretende Chef der Spionageabwehr beim FBI, Peter Strzok, unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe aus dem Team des Sonderermittlers abgezogen.

Wie die "Washington Post" und die "New York Times" berichteten, wurde Strzok bereits im Sommer abgezogen. Bis dahin hatte er demnach eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen zu möglichen Absprachen zwischen dem Trump-Team und russischen Regierungsvertretern rund um die Präsidentschaftswahl 2016 gespielt. Zuvor war er auch schon an den FBI-Ermittlungen zur Nutzung privater E-Mail-Server durch Ex-Außenministerin Hillary Clinton beteiligt gewesen.

Zu dieser Zeit soll er den Berichten zufolge Textnachrichten mit einer FBI-Anwältin ausgetauscht haben, mit der er damals eine Affäre hatte. Darin sollen sich beide kritisch über Trump und positiv über die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton geäußert haben. Der "New York Times" zufolge galt Strzok bislang als einer der "erfahrensten und verlässlichsten" Beamten bei der FBI-Spionageabwehr.

Für Sonderermittler Mueller kommen die Enthüllungen zu einem kritischen Zeitpunkt: Am Freitag hatte sich Trumps früherer Sicherheitsberater Michael Flynn vor Gericht schuldig bekannt, über seine Russland-Kontakte nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Er hatte nach eigenen Angaben gegenüber FBI-Ermittlern über den Inhalt von Telefonaten gelogen, die er mit dem russischen Botschafter kurz vor dem Regierungswechsel geführt hatte.

Mueller hatte Flynn zuvor formell beschuldigt, Flynn erklärte sich zur Zusammenarbeit mit dem Sonderermittler bereit. Trump sieht seine Regierung durch die jüngsten Entwicklungen in der Russland-Affäre jedoch nicht kompromittiert. Der Vorwurf geheimer Absprachen seines Wahlkampfteams mit Russland werde durch Flynns Schuldeingeständnis keineswegs erhärtet, erklärte Trump am Samstag. Flynn habe lediglich zugegeben, gegenüber Ermittlern gelogen zu haben - seine Aktivitäten seien ansonsten aber "rechtmäßig" gewesen, twitterte der Präsident.

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