Finanzen

China kann USA mit Zöllen auf Sojabohnen hart treffen

Lesezeit: 1 min
13.04.2018 17:02
Die von China angekündigten Zölle auf Sojabohnen können die US-Landwirtschaft hart treffen.
China kann USA mit Zöllen auf Sojabohnen hart treffen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
USA  
China  
Handel  
Strafzölle  

Die von der chinesischen Regierung angekündigten Strafzölle von 25 Prozent auf amerikanische Sojabohnen dürften die US-Landwirtschaft hart treffen und einen größeren wirtschaftlichen Schaden verursachen als die anderen betroffenen Warengattungen. Die geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der Purdue Universität von Indiana hervor, welche für Analysen zur Landwirtschaft der USA bekannt ist.

Die Universität gründet ihre Prognosen auf der Annahme, dass die Strafzölle mindestens vier oder fünf Jahre Bestand haben werden. In einem solchen Szenario würden die Exporte amerikanischer Sojabohnen nach China um etwa 37 Prozent einbrechen und einen Ertragsausfall von 3,1 Milliarden Dollar jährlich generieren.

Der große Gewinner wäre in einem solchen Szenario Brasilien, welches seine Exporte nach China wahrscheinlich in der Größenordnung von 2,7 Milliarden Dollar jährlich steigern könnte. China ist der weltgrößte Importmarkt für Sojabohnen, welche dort insbesondere als Futtermittel für Tiere verwendet werden. Die USA sind der größte Exporteur.

Beobachter gehen davon aus, dass die Verhängung der Zölle mittelfristig dazu führen wird, dass die Chinesen vornehmlich in Brasilien bestellen, während das freiwerdende Angebot aus den USA von europäischen Staaten absorbiert werden könnte.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Genug ist genug: Wider den Antisemitismus auf Deutschlands Straßen

Schon wieder hat es die Politik verpasst, jüdische Gotteshäuser rechtzeitig zu sichern. Attacken auf Synagogen, Hassparolen auf...

DWN
Technologie
Technologie 50 Gigawatt stehen zur Disposition: Geplante Stilllegung von Kraftwerken gefährdet Deutschlands Stromversorgung

Die Regierung plant die Stilllegung von Atom- und Kohlekraftwerken - woher der dann fehlende Strom kommen soll, weiß niemand.

DWN
Politik
Politik Le Pen und das Militär gegen das Establishment: Frankreichs Kulturkampf spitzt sich zu

Die verfeindeten Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Doch im Grunde genommen kämpft jeder gegen jeden - die französische...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Konkurrent Ethereum setzt seinen Höhenflug fort

Ethereum eilt von Allzeithoch zu Allzeithoch. Damit entkoppelte sich die Währung in den letzten Wochen vom restlichen Kryptomarkt, der...

DWN
Politik
Politik Indien: Von Gebirgen geschützt, auf dem Meer herausgefordert

In Folge vierzehn der großen geopolitischen DWN-Serie befasst sich Moritz Enders heute mit Indien. An wohl keinem anderen Beispiel lässt...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Kritik an den Zentralbanken scheinheilig ist

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten sind in einer Reihe von Artikeln sehr kritisch mit den Zentralbanken umgegangen. Jetzt nimmt DWN-Autor...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeldabschaffung nimmt immer konkretere Formen an: Nach neuem EU-Vorschlag drohen Verhältnisse wie in Schweden

DWN-Gastautor Hansjörg Stützle analysiert, wie die Abschaffung des Bargelds schrittweise voranschreitet. Zum Schluss zeigt er auf, wie...

DWN
Technologie
Technologie Biotreibstoff-Verband: Klima-Kritik an Grünem Diesel ist Unfug!

Verbraucherorganisationen behaupteten, dass der Grüne Diesel schädlicher als der Treibstoff aus Erdöl sei. Im exklusiven Interview mit...