Finanzen

Ansteckung in Zypern: Zweitgrößte Bank bittet um Staatshilfe

Lesezeit: 1 min
15.05.2012 01:10
Das Engagement der zypriotischen Banken in Griechenland war sehr stark, nun zeigen sich die ersten dramatischen Folgen des Schuldenschnitts. Die zweitgrößte Bank Zyperns verhandelt mit der Regierung über staatliche Hilfe. Auch, um die Eigenkapitalquote erfüllen zu können.
Ansteckung in Zypern: Zweitgrößte Bank bittet um Staatshilfe

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Eine der größten Befürchtungen in der Eurokrise ist die Ansteckungsgefahr der Länder untereinander. Das war auch einer der Hauptgründe, Griechenland bis jetzt weiter mit Rettungspaketen zu unterstützen. In Spanien ist das Bankensystem aufgrund von faulen Krediten so angeschlagen, dass auch nach der Ankündigung eines Rettungsplans für die Finanzinstitute die Zinssätze weiter steigen (mehr hier). Verliert Spanien weiter deutlich an Wachstum, verschlechtert sich auch die Situation in Portugal (hier) zusehends und die Investoren halten eine Ansteckung Italiens nicht mehr für unwahrscheinlich (wie die Rendite der italienischen Bonds zeigt – hier).

Nachdem das spanische Finanzinstitut Bankia nun teilweise verstaatlicht werden soll, hat die Krise auch Zyperns Banken in Schwierigkeiten gebracht. Die zweitgrößte Bank Zyperns, die Popular Bank, hat angegeben, in Verhandlungen mit der Regierung über eine mögliche staatliche Finanzierung zu sein. Sehr schwer wiegt bei der Popular Bank das Engagement in Griechenland. Der Schuldenschnitt hat die Bank hart getroffen und das Finanzinstitut muss geschätzte 1,5 Milliarden Euro zusätzlich als Kapitalpuffer aufbringen, um den Vorgaben der europäischen Aufsichtsbehörden zu entsprechen. Nach dem Schuldenschnitt verbuchte die Bank Verluste in Höhe von 3,6 Milliarden Euro.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Rentenpaket: 200 Milliarden Euro Aktienkapital für die Rente - wird unser Geld verzockt?
04.03.2024

Aktienrente - so lautet ein Prestigeprojekt der FDP seit dem Wahlkampf 2021. Doch inzwischen ist wenig passiert, seit Monaten kündigt die...

DWN
Technologie
Technologie DWN-Interview: Deutschland mit E-Autos in die Sackgasse?
04.03.2024

Die EU will ein Ende des Verbrenner-Motors. Doch was würde ein Umstieg auf Elektromobilität für die Bewegungsfreiheit der Bürger und...

DWN
Politik
Politik Lauschangriff aus Russland: Deutschlands Spionageabwehr unzureichend - sind wir zu naiv?
04.03.2024

Die Bundeswehr soll Gefahren von außen abwehren. Doch das Gespräch zweier Offiziere der deutschen Luftwaffe ist zu einem...

DWN
Panorama
Panorama GDL-Streik - Weselsky setzt auf Wellenstreiks bei neuem Bahn-Ausstand
04.03.2024

Bahn-Streik - schon wieder! Ab Mittwoch um 18:00 Uhr ruft die Lokführergewerkschaft GDL zu einem 35-Stunden-Streik bei der Deutschen Bahn...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wachstumsschub durch generative KI? Damit rechnen Datenexperten!
04.03.2024

Die deutsche Wirtschaft könnte mit breiter und schneller Anwendung generativer Künstlicher Intelligenz (genKI) kräftig wachsen. So die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Firmenpleiten 2024 erwartet
04.03.2024

Droht eine Insolvenzwelle in Deutschland? Nach Einschätzung des Finanzinformationsdienstes Crif wird die Zahl der Firmenpleiten in...

DWN
Politik
Politik Abhörskandal Taurus: Welche Konsequenzen folgen nun?
04.03.2024

Hat die Spionageabwehr in Deutschland Lücken? Das zumindest scheint wahrscheinlich nach dem Skandal um ein mutmaßlich durch Russland...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank-Initiative: Bargeld muss erhalten bleiben
04.03.2024

In Deutschland werden Barzahlungen zunehmend erschwert. Auf Initiative der Bundesbank setzt sich nun das Nationale Bargeldforum für den...