Minus 20 Prozent: Türkische Lira stürzt ins Bodenlose

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
10.08.2018 15:54
Die türkische Lira hat am Freitag rund 20 Prozent ihres Werts zum Dollar verloren.
Minus 20 Prozent: Türkische Lira stürzt ins Bodenlose

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die türkische Landeswährung Lira hat am Freitag bis zu 20 Prozent ihres Werts zum US-Dollar verloren. Der Kurs lag zeitweise über 6,60 Lira für den Dollar. Kurz zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, die Strafzölle auf türkischen Stahl und Aluminium zu verdoppeln.

Am späteren Nachmittag verringerte sich das Minus auf rund 15 Prozent und etwa 6,40 Dollar. Zum Euro betrug das Minus am Freitagnachmittag bis zu  18 Prozent, bevor es ebenfalls zu einer leichten Entspannung und einem Minus von rund 14 Prozent kam.

Wenige Minuten zuvor hatte der türkische Finanzminister nach einer Sitzung mit Größen der türkischen Geschäftswelt eine Erklärung abgegeben. An der Sitzung mit Albayrak nahmen vor seiner Erklärung die Vorsitzenden der folgender Firmen teil: Sabanci-Gruppe, Akbank Yapi Kredi Bank, Shell Türkiye Anadolu-Gruppe, TEB, Dogus-Gruppe, ISO, Vakibank, Acibadem-Gruppe, Türk Telekom, Turkcell und Akfen-Gruppe. Weiterhin nahmen der Vorsitzende der Borsa Istanbul und der Präsident des türkischen Fußballclubs Besiktas Istanbul teil, so CNN Turk.

Die Zeitung Hürriyet zitiert Albayrak: “Die Türkei ist im Verlauf der 16-jährigen AKP-Regierung wirtschaftlich eine Liga aufgestiegen. Die kommende Phase wird ein neues wirtschaftliches Verständnis mit sich bringen. Im September werden wir unser mittelfristiges Programm veröffentlichen. Wenn wir eine weitere Liga aufsteigen wollen, müssen einige Sachen geändert werden. Wir werden unser Programm weder an einen Sektor, noch an eine Person binden. Eines unserer Prinzipien ist es, die Unabhängigkeit unserer Geldpolitik zu gewährleisten. Ich habe in Bezug auf die Notenbank einen milden Ton angesetzt. Die Unabhängigkeit (der Notenbank, Anm. d. Red.) wird gewährleistet. Die Unabhängigkeit der Notenbank ist sehr wichtig. Eines unserer Ziele ist auch die Implementierung der finanziellen Stabilität. Aus dieser Sichtweise ist die Unabhängigkeit der Notenbank kritisch und wichtig. Eines unserer Haupt-Dynamiken wird die Haushaltsdisziplin sein. Der Bankensektor wird weiterhin einer der wichtigsten Sektoren bleiben. Wir erwähnen hier eine straffe Geld- und Finanzpolitik. Diese wird koordiniert verlaufen. Wir streben eine gerechtere Ära an und werden ein sehr diszipliniertes Finanzministerium sehen. In diesem Zusammenhang werden wir die Inflation und das Leistungsbilanzdefizit eindämmen. In den kommenden eineinhalb Jahren werden sehr positive Anreize für Investitionen geschaffen werden. Die Verschuldung des öffentlichen Haushalts wird diversifiziert werden. Dabei werden Sparsamkeit und Effizienz maßgeblich sein. Das Vertrauen des Markts in die Lira wird gestärkt, indem wir realistische Entscheidungen treffen.”

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Freitagnachmittag auf einer Kundgebung an der Schwarzmeerküste, dass die Türkei “diesen Wirtschafts-Krieg” nicht verlieren werde, berichtet die Zeitung Takvim. Er forderte die Bevölkerung auf ihre Devisen in Lira zu wechseln, um die türkische Währung zu stärken.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Produktions-Kapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch: Massenentlassungen drohen

Die Produktionskapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch – die Unternehmen werden deshalb massive Entlassungen vornehmen.

DWN
Politik
Politik Katastrophenhilfe fordert 100.000 Leichensäcke beim Pentagon an

Die nationale Koordinationsstelle der USA für Katastrophenhilfe (FEMA) hat beim Pentagon 100.000 Leichensäcke angefordert. Der...

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Politik
Politik Russlands Wohltätigkeitsorganisationen stehen vor dem totalen Bankrott

Russlands Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs sind mit einer akuten Finanzierungskrise konfrontiert, da Unternehmen und Einzelpersonen...

DWN
Politik
Politik US-Luftwaffe erlaubt Soldaten jetzt Turban, Bärte und Hijab

Die Soldaten der amerikanischen Luftwaffe können jetzt offiziell die Genehmigung erhalten, aus religiösen Gründen Turbane, Hijabs oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Wir sollten Bürger sein und keine Untertanen: Eine Replik auf Hauke Rudolph

Vor einigen Tagen hat Hauke Rudolph einen Kommentar mit dem Titel „Deutschland – ein Nachtwächterstaat" veröffentlicht. In diesem...

DWN
Finanzen
Finanzen Ausländische Zentralbanken verkaufen US-Staatsanleihen wie nie zuvor

Im März haben ausländische Zentralbanken so viel US-Staatsanleihen verkauft wie niemals zuvor. Doch auch die Gegenmaßnahmen der Federal...

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Corona: Deutsche Auto-Produktion bricht massiv ein

Aufgrund der Corona-Krise wird die Zahl der in Deutschland produzierten Autos dieses Jahr massiv zurückgehen.

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nachfrage steigt weltweit deutlich an

Weltweit ist die Nachfrage nach Bargeld drastisch angestiegen. Das teilt einer der weltweit führenden Banknotenhersteller aus München mit.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Politik
Politik Deutschland und Russland werfen sich gegenseitig Fake News zur Corona-Krise vor

Bundesaußenminister Heiko Maas sagt, dass Fake News zur Corona-Krise “auch aus der russischen Sphäre” organisiert werden. Als...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

celtra_fin_Interscroller