Weltbank emittiert erste Blockchain-Anleihe der Welt

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
25.08.2018 02:16
Die Weltbank hat die Emission der weltweit ersten reinen Blockchain-Anleihe abgeschlossen.
Weltbank emittiert erste Blockchain-Anleihe der Welt

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die erste öffentliche Anleihe der Welt, die nur mithilfe der Blockchain-Technologie erstellt und verwaltet wird, hat der Commonwealth Bank of Australia zufolge insgesamt 110 Millionen australische Dollar (rund 69 Millionen Euro) für die Weltbank eingebracht. Zunächst war die Weltbank davon ausgegangen, mit den zweijährigen Schuldverschreibungen rund 50 Millionen australische Dollar (rund 31 Millionen Euro) einzusammeln, wie das Institut am Donnerstag in Washington mitteilte. Stattdessen kam mit 110 Millionen australischen Dollar mehr als doppelt so viel zusammen.

James Wall, Geschäftsführer der Commonwealth Bank, sagte, dass der Deal, mit dem getestet werden soll, wie die Blockchain-Technologie jahrzehntealte Anleihepraktiken verbessern könnte, die Erwartungen und das Interesse übertroffen habe.

Der amerikanische Fonds Northern Trust, drei australische Provinzregierungen, der lokale Rentenfonds First State Super und CBA gehörten zu den Investoren in dem Geschäft, welches als erster Schritt betrachtet wird, um den Anleiheverkauf von manuellen auf schnellere Prozesse zu verlagern und billigere Automatisierung einzusetzen.

Der Schatzmeister der Weltbank, Arunma Oteh, sagte, es habe großes Interesse von Seiten möglicher Investoren gegeben. „Ich freue mich, dass diese Pionier-Anleihetransaktion mit der Distributed-Ledger-Technologie, von den Anlegern sehr gut aufgenommen wurde“, sagte Otheh. „Wir sind besonders beeindruckt von dem Interesse öffentlicher Institutionen. Diese hochqualifizierten Investoren haben verstanden, wie wichtig es ist, Technologien für Innovationen am Kapitalmarkt zu nutzen“.

Australien ist ein beliebtes Testgebiet für Marktentwicklungen aufgrund seiner gut etablierten Finanzinfrastruktur und der Vertrautheit internationaler Investoren mit dem australischen Dollar, der eine der meistgehandelten Währungen der Welt ist. Während zuvor schon andere Prototypen oder parallele Simulations-Blockchain-Projekte auf dem Markt waren, sagte CBA, dass die Weltbank-Anleihe das erste Mal sein wird, dass Kapital von öffentlichen Investoren durch eine rechtlich gültige Anleiheemission, die Blockchain von Anfang bis Ende verwendet, aufgebracht wird.

Bei der Blockchain-Technologie werden Buchungsvorgänge über das Internet mit Hilfe zahlreicher Rechner in einer dezentralen Datenbank aneinandergekettet. Obwohl die Technik meist mit der nach heftigen Kursprüngen zum Spekulationsobjekt gewordenen Kryptowährung Bitcoin in Verbindung gebracht wird, sehen Befürworter in ihr Potenziale für viele Branchen. So könnten Blockchains künftig etwa in Lieferketten zum Einsatz kommen und dort Abläufe vereinfachen.

Die Weltbank sieht auch mögliche Verwendungszwecke etwa in der Bodenverwaltung, auf den Kohlenstoffmärkten sowie im Gesundheits- und im Bildungsbereich. Technisch unterstützt wurde sie bei der Anleihe unter anderem vom US-Technologiekonzern Microsoft.

Weitere Meldung:

Großbritannien fördert Ansiedlung von Blockchain-Startups

  • Die Abteilung für internationalen Handel in Großbritannien gab bekannt, dass die staatliche Investmentgesellschaft EF künftig auch Blockchain-Startups finanziert.
  • EF ist eine der staatlich anerkannten Organisationen, die Firmen bei Unternehmervisa unterstützen. Startups mit hohem Wachstumspotential können ein Unternehmervisum beantragen, um ihr Geschäft in Großbritannien zu starten.
  • Um für das Visum qualifiziert zu werden, muss der Unternehmer eine Finanzierung von mindestens £ 50.000 (ca. $ 64.000) von einer Organisation erhalten, die von der britischen Regierung genehmigt ist.

Weitere Meldungen

US-Grenzbeamte testen Blockchain für Zertifikatsverfolgung

  • Der US-Zoll- und Grenzschutz (CBP) plant, die Blockchain-Technologie zu testen, um die Freihandelsabkommen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) und des Zentralamerikanischen Freihandelsabkommens (CAFTA) zu verifizieren.
  • Das neue System, das im September starten wird, wird CBP helfen, Informationen über importierte Waren zu überprüfen und zu prüfen, wie ausländische Lieferanten gegenüber amerikanischen Importeuren agieren.
  • Das System kann auch verwendet werden, um Marken zu authentifizieren und die physischen Eigenschaften eines Artikels zu prüfen.

Meldungen vom 17.08.

Meldungen vom 16.08.

Meldungen vom 15.08.

 

Mehr Themen finden Sie im Blockchain-Monitor der DWN.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Produktions-Kapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch: Massenentlassungen drohen

Die Produktionskapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch – die Unternehmen werden deshalb massive Entlassungen vornehmen.

DWN
Politik
Politik Katastrophenhilfe fordert 100.000 Leichensäcke beim Pentagon an

Die nationale Koordinationsstelle der USA für Katastrophenhilfe (FEMA) hat beim Pentagon 100.000 Leichensäcke angefordert. Der...

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Politik
Politik Russlands Wohltätigkeitsorganisationen stehen vor dem totalen Bankrott

Russlands Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs sind mit einer akuten Finanzierungskrise konfrontiert, da Unternehmen und Einzelpersonen...

DWN
Politik
Politik US-Luftwaffe erlaubt Soldaten jetzt Turban, Bärte und Hijab

Die Soldaten der amerikanischen Luftwaffe können jetzt offiziell die Genehmigung erhalten, aus religiösen Gründen Turbane, Hijabs oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Wir sollten Bürger sein und keine Untertanen: Eine Replik auf Hauke Rudolph

Vor einigen Tagen hat Hauke Rudolph einen Kommentar mit dem Titel „Deutschland – ein Nachtwächterstaat" veröffentlicht. In diesem...

DWN
Finanzen
Finanzen Ausländische Zentralbanken verkaufen US-Staatsanleihen wie nie zuvor

Im März haben ausländische Zentralbanken so viel US-Staatsanleihen verkauft wie niemals zuvor. Doch auch die Gegenmaßnahmen der Federal...

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Corona: Deutsche Auto-Produktion bricht massiv ein

Aufgrund der Corona-Krise wird die Zahl der in Deutschland produzierten Autos dieses Jahr massiv zurückgehen.

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nachfrage steigt weltweit deutlich an

Weltweit ist die Nachfrage nach Bargeld drastisch angestiegen. Das teilt einer der weltweit führenden Banknotenhersteller aus München mit.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Politik
Politik Deutschland und Russland werfen sich gegenseitig Fake News zur Corona-Krise vor

Bundesaußenminister Heiko Maas sagt, dass Fake News zur Corona-Krise “auch aus der russischen Sphäre” organisiert werden. Als...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

celtra_fin_Interscroller