Politik

Handelsstreit setzt Wall Street unter Druck

Lesezeit: 1 min
17.09.2018 16:20
Der US-chinesische Zollstreit hat zum Beginn der neuen Woche die Anleger in New York in Schach gehalten.
Handelsstreit setzt Wall Street unter Druck

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Zollstreit zwischen den USA und China hat die New Yorker Wall Street zum Wochenstart im Klammergriff gehalten. "Mr. Trump hat - was China angeht - viel politisches Kapital zerschlagen. Es ist schwer vorstellbar, wie sich die beiden Seiten noch zusammensetzen können, sollte er die Zölle wirklich verhängen", sagte Analystin Freya Beamish vom Analysehaus Pantheon Macroeconomics. Chinas Möglichkeiten für Vergeltungsmaßnahmen seien aber ziemlich begrenzt.

Der Dow Jones schloss 0,4 Prozent tiefer auf 26.062 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 2888 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,4 Prozent auf 7895 Punkte.

Bei den Einzelwerten stiegen Teva-Aktien gegen die allgemeine Markttendenz um 2,5 Prozent. Die Ratiopharm-Mutter hat in den USA grünes Licht von der Arzneimittelaufsicht FDA für ein neues Migräne-Mittel bekommen.

Twitter-Scheine notierten dagegen 4,2 Prozent schwächer, nachdem sich das Brokerhaus MoffettNathanson über die steigenden Betriebsausgaben bei dem Kurznachrichtendienst besorgt gezeigt hatte.

Auf den Verkaufslisten standen auch die Dividendenpapiere von Apple, die 2,7 Prozent nachgaben. Trump hatte dem iPhone-Hersteller vor kurzem via Twitter geraten, wegen möglicher chinesischer Zölle vermehrt in den USA zu produzieren. Der Konzern hatte gewarnt, weitere Zölle auf chinesische Importprodukte hätten Preissteigerungen für Apple-Produkte in den USA zur Folge. Einem Medienbericht zufolge spart aber die nächste Runde von US-Zöllen auf China-Importe einige Technologieprodukte wie Apple-Uhren aus. Auch ähnliche Geräte und Fitnessarmbänder wie von Fitbit seien ausgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg.

In Frankfurt gab der Dax leicht nach und schloss 0,2 Prozent niedriger bei 12.096 Punkten, der EuroStoxx50 beendete den Handel kaum verändert bei 3346 Zählern.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 740 Millionen Aktien den Besitzer. 1382 Werte legten zu, 2027 gaben nach und 231 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,25 Milliarden Aktien 972 im Plus, 2059 im Minus und 210 unverändert.

Die US-Kreditmärkte bewegten sich kaum. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 1/32 auf 98-30/32. Die Rendite stieg auf 2,9996 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 2/32 auf 97-12/32 und rentierte mit 3,1350 Prozent.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zweitgrößter Weizen-Produzent der Welt stoppt den Export

Der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt stellt die Ausfuhren ein - mit weitreichenden Folgewirkungen.

DWN
Deutschland
Deutschland Brüssel startet totale Kontrolle: Ab 6. Juli wird Geschwindigkeits-Überwachung in Autos Pflicht

Das Zeitalter der totalen Überwachung im Auto hat begonnen: Ab 6. Juli 2022 wird die Tempo-Überwachung ISA in allen neuen Autos zur...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kunstmarkt: Berlin und München konkurrieren um Spitzenposition

Ein starker Mittelstand: Die deutschen Auktionshäuser kommen gut über die Corona-Pandemie hinweg, während sich das Interesse der Käufer...

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Politik
Politik Moskau nennt Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands „schwerwiegenden Fehler“

Die russische Regierung warnt vor einem Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato. Die Aussagen eines Ministers haben es in sich.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russischer Gas-Transit durch die Ukraine geht weiter zurück

Das Volumen russischen Gases, das durch die Ukraine in die EU gepumpt wird, sinkt weiter.

DWN
Politik
Politik NRW: Wahlbeteiligung sackt deutlich ab

Die niedrige Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen auf.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neueste Daten zeigen Abkühlung der Konjunktur in China

Infolge strenger Corona-Lockdowns hat sich die wirtschaftliche Dynamik in China deutlich abgekühlt.