Haftungsstreit bei HSH Nordbank beigelegt

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
11.10.2018 11:55
Die HSH Nordbank kann an Finanzinvestoren um Cerberus und J.C.Flowers verkauft werden.

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Reuters meldet:

Der monatelange Streit über das künftige Haftungssystem der HSH Nordbank ist beigelegt. Damit dürfte das Institut als erste deutsche Landesbank privatisiert werden. "Nach intensiven Verhandlungen in den vergangenen Wochen haben wir uns mit allen Beteiligten geeinigt", sagte der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Hans-Walter Peters, dem "Handelsblatt". "Wir haben den Durchbruch geschafft." Auch die bisherigen Eigner sehen ein wichtiges Hindernis aus dem Weg geräumt, damit der Verkauf an Finanzinvestoren um Cerberus und [J.C.Flowers] für eine Milliarden Euro bis Ende des Jahres über die Bühne gehen kann. Hamburg und Schleswig-Holstein mussten die Bank auf Druck der EU verkaufen.

"Der Übergang vom öffentlich-rechtlichen in das private Sicherungssystem ist echte Pionierarbeit und ein großer Kraftakt, der den guten Willen aller Beteiligten braucht", erklärten Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel und Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold. Dem Deal müssen nun noch die Aufsicht und die EU-Kommission zustimmen. Mit der Sache vertraute Personen zeigten sich zuversichtlich, dass es hier keine Probleme geben dürfte. "Das Thema ist jetzt durch", sagte ein Insider. An anderer Stelle hieß es zur Lösung im Haftungsstreit: "Das war das dickste Brett."

Die Sparkassen hatten jüngst den Verbleib der HSH in der Institutssicherung des öffentlich-rechtlichen Lagers um ein Jahr bis Ende 2021 verlängert. Zum 1. Januar 2022 soll die HSH dann Mitglied im Haftungsverbund der privaten Banken werden und nach Peters Worten sofort vollen Schutzumfang genießen - "wenn die HSH alle Kriterien des Einlagensicherungsfonds erfüllt". Der BdB-Vorstand habe grünes Licht gegeben, "die Verträge jetzt auszuarbeiten". Am 5. November soll die endgültige Entscheidung fallen. Der Übergang könnte auch Vorbild für andere Institute sein, die wie die NordLB privatisiert werden könnten. "Es ist sicher eine gute Blaupause für andere Banken", sagte Peters.

Der BdB-Chef betonte allerdings, alle Interessenten müssten die strengen Aufnahmekriterien erfüllen. Hier habe es schon für die HSH keine Ausnahme gegeben. "Und es wird auch für andere Institute keine Extrawürste geben." Deutlich schwieriger sei es, wenn eine Landesbank nur zu 40 oder 60 Prozent privatisiert würde. Peters lehnte deshalb erneut eine Doppelmitgliedschaft in beiden Haftungsverbünden ab. "Denn bei den privaten Banken werden nur die Einlagen abgesichert, bei den Sparkassen die Existenz der Institute - das passt nicht zusammen." Die Eigner der NordLB suchen derzeit nach Wegen, um die Kapitalpuffer der Landesbank zu stärken. Im Gespräch ist auch der Einstieg privater Investoren.



DWN
Politik
Politik Trumps Industriepolitik stärkt Russland und China - und führt vielleicht zum Krieg

US-Präsident Donald Trump geriert sich als Retter der amerikanischen Wirtschaft. Doch die Wahrheit ist eine andere: Die USA haben sich...

DWN
Politik
Politik Zar Putin wird von demokratischen Erscheinungen geplagt

Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte diese Woche mit einem großen Paukenschlag die Änderung der Verfassung an. Wieder einmal....

DWN
Finanzen
Finanzen Eine Handvoll anonymer Firmen entscheidet darüber, ob das deutsche Bankensystem funktioniert

Zahlungsabwicklungen oder Wertpapiertransaktionen deutscher Banken werden von einer Handvoll kaum bekannter Unternehmen durchgeführt....

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Industrie wartet immer noch auf den Aufschwung

Das Verarbeitende Gewerbe, das für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung so wichtig ist, hat das Jahr 2019 im tiefroten Bereich beendet....

DWN
Politik
Politik Trumps Drohnen-Angriff auf Soleimani: Die ganze Wahrheit

DWN-Analyst Michael Bernegger zeigt die wahren Gründe auf, warum Präsident Donald Trump den iranischen General Qassem Soleimani töten...

DWN
Technologie
Technologie Frankreichs Energieprojekt der Solarstraße floppt

Nicht nur in Deutschland, sondern auch beim westlichen Nachbarn Frankreich ist die Energiewende ein wichtiges Thema. Nun muss das Projekt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Amerikas Fracking-Branchenprimus schlingert der Insolvenz entgegen

Der größte Gaskonzern der Vereinigten Staaten ist in große finanzielle Schwierigkeiten geraten. Verwunderlich ist das nicht – große...

DWN
Finanzen
Finanzen Ein neuer Bullenmarkt? Hedgefonds treiben Nachfrage nach Bitcoin

Traditionelle Hedgefonds, Pensionsfonds und Stiftungen haben ihre Investitionen in Krypto-Währungen massiv ausgebaut, sagt der weltweit...

DWN
Finanzen
Finanzen Grundsteuer: 36 Millionen Häuser und Grundstücke müssen neu bewertet werden

Im Rahmen der Grundsteuer werden 36 Millionen Grundstücke und Häuser neu bewertet. Anschliessend wird die Steuer bei Vermietern auf die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Trotz positiver PR-News: Irritationen um den deutschen Schiffbau

Die deutschen Schiffbauer konzentrieren sich schon lange auf den Bau von Nischenprodukten wie Fähren und Luxusschiffe. Denn die Konkurrenz...

DWN
Politik
Politik Geopolitik: Im Iran kommt die Kurden-Karte ins Spiel

In den Kurden-Gebieten des Irans könnte es bald brodeln. Mehrere Anzeichen sprechen für diese These.

DWN
Politik
Politik Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer

Frankreichs Präsident Macron hat die Entsendung eines Flugzeugträgers in das östliche Mittelmeer verkündet. Aus einer Übersicht geht...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ÖBB schicken ersten batteriebetriebenen Zug in Europa auf die Gleise

Die Österreichischen Bahnen (ÖBB) wagen sich als erste in Europa auf das Terrain der batteriebetriebenen Züge vor. Mit dabei ist auch...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltgrößter Hedgefonds erwartet neue Rekorde beim Goldpreis

Vor dem aktuellen Hintergrund könnte der Goldpreis bis Ende des Jahres um 30 Prozent steigen, sagt Greg Jensen, Chief Investment Officer...

celtra_fin_Interscroller