Politik

Trump attackiert Macron wegen europäischer Armee

Lesezeit: 1 min
10.11.2018 00:04
US-Präsident Trump hat seinen französischen Amtskollegen Macron wegen dessen Plänen für eine europäische Armee scharf kritisiert.
Trump attackiert Macron wegen europäischer Armee

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Kurz nach seinem Eintreffen zu einem Frankreich-Besuch hat US-Präsident Donald Trump die jüngsten Forderungen des französischen Staatschefs Emmanuel Macron nach der Gründung einer eigenen europäischen Armee scharf verurteilt. "Frankreichs Präsident Macron hat gerade vorgeschlagen, dass Europa sein eigenes Militär aufbaut, um sich vor den USA, China und Russland zu schützen", schrieb Trump am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Sehr beleidigend, aber vielleicht sollte Europa erst einmal seinen fairen Anteil an den Kosten der Nato bezahlen, welche die USA in hohem Maße subventionieren", fügte der US-Präsident hinzu, der mit seiner Frau Melania auf dem Pariser Flughafen Orly gelandet war.

Trump ist zu Gedenkfeiern anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren nach Frankreich gereist. Am Dienstag hatte Macron in einem Radio-Interview gesagt, ohne eine "wahre europäische Armee" könnten sich die Europäer nicht verteidigen. Mit Blick auf "Russland, das an unseren Grenzen steht und das zur Bedrohung werden könnte", dürften sich die Europäer "nicht allein auf die USA verlassen".

Frankreichs Staatschef begründete seine Forderung mit der Warnung vor "autoritären Mächten, die an den Grenzen Europas aufsteigen und die sich wieder bewaffnen". Europa müsse sich verteidigen "mit Blick auf China, auf Russland und sogar auf die USA", sagte er dem Sender Europe 1.

Macron kritisierte überdies den von Trump angekündigten Rückzug aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland als "Gefahr", deren "Hauptopfer" Europa sei. Die Bundesregierung und die EU-Kommission reagierten zurückhaltend auf den Vorstoß des französischen Präsidenten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Deutschland
Deutschland Hohe Gerichte sind sich einig: Ein Recht auf Barzahlung gibt es nicht

Das Bundesverwaltungsgericht und der Europäische Gerichtshof bringen das Bargeld weiter in Bedrängnis.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zinswende: Der globale Schuldenturm vor dem Kollaps

In den USA steigen die Zinsen, während die Wirtschaft schwächelt und zahlreiche positive Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu Ende...

DWN
Politik
Politik In den Straßen von San Francisco: DWN-Leser gerät in die Mühlen der US-Justiz

DWN-Leser Horst Zeck berichtet, wie er es in Kalifornien mit Polizei und Justiz zu tun bekam.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie man Wein zu Geld machen kann

Im Zeitalter mickriger Renditen locken Investitionen in gute Tropfen. Aber wie empfehlenswert ist die Geldanlage in Wein?

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ukraine-Krieg ist es nicht: Das sind die wahren Gründe für die hohen Energiepreise

Die Hoffnung, dass nach dem Ende des Ukraine-Kriegs die Preise wieder sinken, wird sich nicht erfüllen.

DWN
Technologie
Technologie DB Schenker plant Roboter-Küstenschiff ohne Besatzung

Autonome Autos werden noch eine Zeitlang auf sich warten lassen - die Entwicklung von autonomen Schiffen ist schon viel weiter...

DWN
Politik
Politik Die Stärke des Rubels ist nur eine Inszenierung: Verscherzt Putin es sich mit dem russischen Volk?

Russland macht die Welt glauben, dass niemand dem Rubel etwas anhaben kann. Doch in Wahrheit hält die russische Zentralbank den Kurs...