Politik

Helaba erwägt Rückzug aus Bieterverfahren bei der NordLB

Lesezeit: 1 min
14.11.2018 16:37
Die Helaba hat offenbar genug bei der NordLB gesehen. Damit steigen die Chancen für Finanzinvestoren auf eine Übernahme.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Im Bieterverfahren um eine Beteiligung an der Norddeutschen Landesbank (NordLB) zeichnet sich eine Richtungsentscheidung ab. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erwägt die Helaba aus Frankfurt einen Rückzug. Die Strukturen beider Geldhäuser seien nicht kompatibel genug, hieß es am Mittwoch aus Kreisen. Offiziell wollte sich keine der betroffenen Parteien dazu äußern.

Zur Zeit läuft ein Bieterverfahren für den Einstieg bei der Bank, bei dem nach inoffiziellen Berichten sechs Interessenten beteiligt sind. Mit Ausnahme der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) soll es sich dabei um Finanzinvestoren handeln. Diese könnten mit ihren aggressiven Praktiken den Sektor der öffentlichen Banken in Deutschland aufmischen. Die öffentlichen Banken stehen daher auf dem Standpunkt, dass Finanzinvestoren nicht als Minderheitsgesellschafter bei der NordLB einsteigen sollen.

Die NordLB leidet seit längerem unter Schiffskrediten, bei deren Rückzahlung die Schuldner Schwierigkeiten haben. Die Bank macht nach eigenen Angaben zurzeit große Fortschritte bei ihrem Ziel, ihren Bestand an faulen Schiffskrediten bis Ende 2019 auf unter fünf Milliarden Euro zu senken. Spekulationen zu konkreten Verhandlungen kommentierte ein Banksprecher allerdings ebenfalls nicht.

Zugleich muss die Bank der Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ihre dünne Kapitaldecke stärken, um steigenden Anforderungen der Bankenaufsicht gerecht zu werden. Dafür wurde auch das Bieterverfahren angestoßen. Anfang Dezember soll nach inoffiziellen Angaben die Bewertung der bisherigen Angebote erfolgen, um dann kurz vor Weihnachten die zwei oder drei Bieter aus der Schlussrunde zu verkünden. Bis zum Jahreswechsel soll dann feststehen, mit wem die NordLB die Zukunft gestalten will.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Der Chefredakteur kommentiert: Keine Hausaufgaben mehr? Die Grünen und ihr verhängnisvoller Irrweg
21.06.2024

Liebe Leserinnen und Leser, jede Woche gibt es ein Thema, das uns in der DWN-Redaktion besonders beschäftigt und das wir oft auch...

DWN
Politik
Politik Bildungskollaps: Zuwanderung, Unterfinanzierung, Leistungsabfall – Deutschlands Schulen am Limit!
21.06.2024

Aktuelle Studien attestieren einen rapiden Abbau der schulischen Leistung, immer mehr Jugendliche ohne Schulabschluss und eine hohe soziale...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Habecks Asienreise: Strategischer Schachzug gegen Russland?
21.06.2024

Die Besuche des Bundeswirtschaftsministers Robert Habecks in Südkorea und China zielen darauf ab, die Handelsbeziehungen zu stärken und...

DWN
Politik
Politik Ungarischer Regierungschef Viktor Orbán über neue EU-Führung: „Koalition für Krieg und Migration“
21.06.2024

Manfred Weber (EVP-CSU) ist für ihn ein „Beelzebub“, Ursula von der Leyen ihm gegenüber nur eine „kleine Ministrantin“. Auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VARTA kappt Umsatzziel: Aktie sackt ab! Gehen die Lichter bald aus?
21.06.2024

„Hundertprozentige Verlässlichkeit ist für VARTA die Basis jedes Handelns – ob in Produkten, Prozessen oder Beziehungen.“ Dieser...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Wenn China angreift - Menschen in Taiwan bereiten sich auf Tag X vor
21.06.2024

Seit siebzig Jahren schwelt der Konflikt zwischen China und Taiwan. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage jedoch zugespitzt. Wann...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Diversität am Arbeitsplatz: Wie mehr Vielfalt in deutschen Unternehmen gelingen kann
21.06.2024

Der „Pride Month“ Juni steht ganz im Zeichen der Regenbogenfarben und der Fußball-Europameisterschaft. Die LGBTQ+-Community feiert...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DWN-Interview mit Samira Charkauoi: Mobbing am Arbeitsplatz – Prävention und Unterstützung für Führungskräfte
21.06.2024

Durch Mobbing am Arbeitsplatz könnten Milliardenverluste für Unternehmen entstehen. Die DWN sprachen mit Samira Charkauoi, Gründerin vom...