Zentralbank: Danske Bank gefährdet Dänemarks Finanzstabilität

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
30.11.2018 11:48
Die Krise der Danske Bank gefährdet nach Einschätzung der Zentralbank die Stabilität des dänischen Finanzsystems.
Zentralbank: Danske Bank gefährdet Dänemarks Finanzstabilität

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Geldwäscheskandal bei der Danske Bank droht nach Ansicht der dänischen Zentralbank die Finanzstabilität des Landes zu gefährden. "Die Geldwäsche-Probleme bei einer einzigen Bank können sich auf den gesamten Bankensektor auswirken und im Endeffekt das ganze Finanzsystem beeinträchtigen", erklärte die Notenbank am Freitag. Die Danske Bank ist das größte Geldhaus in Dänemark. Ihre Bilanzsumme ist eineinhalb Mal so groß wie das dänische Bruttoinlandsprodukt.

Die Danske Bank steht im Verdacht, über ihre Niederlassung in Estland zwischen 2007 und 2015 dubiose Gelder in Höhe von 200 Milliarden Euro transferiert zu haben. Staatsanwälte in Dänemark, Estland und den USA ermitteln. Auch die Deutsche Bank ist deswegen ins Visier geraten, sie sieht aber nach eigenen Aussagen keine Mitverantwortung in dem Fall.

Dänemarks Notenbank forderte eine stärkere Kooperation innerhalb Europas zwischen Unternehmen und Aufsichtsbehörden zur Bekämpfung von Geldwäsche. Ein Stresstest habe aber auch gezeigt, dass die dänischen Banken über ausreichend Kapital verfügten, um eine Rezession zu überstehen, erläuterten die Aufseher in ihrem Bericht zur Finanzstabilität.

Zuletzt hatte die dänische Staatsanwaltschaft gegen die größte dänische Geschäftsbank Anklage erhoben. Seit Beginn des Jahres sind die Aktien der Danske Bank um 46 Prozent eingebrochen.

In Dänemark hätten rekordtiefe Leitzinsen und günstige Finanzierungsbedingungen dazu geführt, dass Kreditgeber höhere Risiken eingegangen seien, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Notenbanker forderten die Industriebetriebe des Landes auf, stärkere Rücklagen zu bilden und auf die Auszahlung höherer Dividenden zu verzichten.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Die Fleischsteuer wird kommen: Deutsche, zurück zum Sonntagsbraten

Die Einführung einer Fleischsteuer ist mehr als wahrscheinlich. Künftig könnte bei vielen Deutschen - wie in früheren Zeiten - Fleisch...

DWN
Deutschland
Deutschland Parteien nutzen politischen Aschermittwoch für Kampf gegen „Rechts“

Der politische Aschermittwoch stand dieses Jahr im Schatten des Anschlags von Hanau.

DWN
Politik
Politik Erdogan: “Wir sind dazu verdammt, in Syrien einzugreifen”

Der türkische Präsident Erdoğan hat eine Reihe von Gründen aufgezählt, warum seiner Meinung nach die Türkei “dazu verdammt” sei,...

DWN
Politik
Politik Deutschlands neue Machtpolitik: Kooperation oder Hegemonie?

Die DWN sprachen mit dem geopolitischen Experten und Buchautor Erhard Crome über Deutschlands außenpolitische Ambitionen, sein...

DWN
Deutschland
Deutschland Opel fährt milliardenschweren Betriebsgewinn ein

Nach einer harten Sanierung hat der Autobauer Opel im vergangenen Jahr seinen Betriebsgewinn auf 1,1 Milliarden Euro ausgebaut.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland verbietet Import von chinesischem Kaviar

Die russische Aufsichtsbehörden haben den Export von chinesischem Kaviar verboten.

DWN
Finanzen
Finanzen Helikopter-Geld: Hongkong gibt jedem Einwohner 1200 Euro

Die Regierung in Hongkong gibt den Einwohnern finanzielle Hilfe, um die wirtschaftlichen Einbußen infolge der monatelangen Proteste und...

DWN
Deutschland
Deutschland Corona-Virus laut Bundesregierung „deutlich näher gerückt“

Regierungssprecher Seibert sagte, die Regierung bereite sich auf eine mögliche Zunahme der Fallzahl vor.

DWN
Deutschland
Deutschland Verfassungsgericht kippt Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe

Mit dem neuen Paragrafen 217 im Strafgesetzbuch wollte die Politik professionellen Sterbehelfern das Handwerk legen. Aber das geht...

DWN
Politik
Politik USA simulieren russischen Atomschlag auf Europa

Das Pentagon hat im Rahmen eines Kriegsspiels einen russischen Atomschlag auf Europa mit einer unverzüglichen atomaren Antwort der USA...

DWN
Panorama
Panorama Südamerika: Hier sind deutsche Auswanderer wirklich willkommen

Südamerika ist schon seit Jahrhunderten ein Ziel für deutsche Auswanderer auf der Flucht vor Armut oder Verfolgung. Da sie sich in der...

DWN
Deutschland
Deutschland DWN-Recherche: Das Wettbüro-Video des Attentäters von Hanau in voller Länge

Ein über 47-minütiges Video, das den Attentäter von Hanau in einem Wettbüro zeigt, ist aufgetaucht. Sie können das Video exklusiv...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Von Bio-Kampfstoffen ausgelöst? Corona-Virus könnte sich zur globalen Epidemie ausweiten

DWN-Korrespondent Michael Bernegger hat - mit gewohnter Gründlichkeit - die neuesten Entwicklungen im Fall "Corona-Virus" analysiert....

DWN
Finanzen
Finanzen Plötzlicher massiver Gold-Abfluss aus Großbritannien wirft Fragen auf

In den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres registrierten die britischen Behörden massive Exporte von Edelmetallen ins Ausland....

celtra_fin_Interscroller