Fraunhofer verwandelt Verpackungsmüll in hochwertigen Kunststoff

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
03.03.2019 14:28
Das Fraunhofer-Institut entwickelt ein Verfahren, mit dem sich aus gebrauchten Kunststoff-Verpackungen neuer hochwertiger Kunststoff machen lässt.
Fraunhofer verwandelt Verpackungsmüll in hochwertigen Kunststoff

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das „Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung“ (Freising) entwickelt in Zusammenarbeit mit einer Reihe von mittelständischen Unternehmen ein Verfahren, mit dem sich gebrauchte Kunststoff-Verpackungen so schonend recyceln lassen, dass aus ihnen wieder hochwertige, reine Kunststoffe entstehen. Bei diesen Verpackungen handelt es sich um solche aus Mehrschichtlaminatfolien. Um sie zu recyceln, müssen die unterschiedlichen Folien voneinander getrennt werden, was bisher technisch nicht möglich war. Das neue Verfahren („Creasolv Prozess“) erlaubt die Trennung jedoch.

In drei Schritten soll das Verfahren zur Marktreife gebracht werden. Im ersten Schritt wird eine Pilotanlage gebaut, an der das Verfahren perfektioniert werden wird. Im zweiten Schritt wird eine Demonstrationsanlage gebaut, die über eine täglich Verarbeitungskapazität von einer LKW-Ladung Verpackungsabfällen verfügt. Im dritten Schritt werden an der Demonstrationsanlage unterschiedliche Tests durchgeführt, um ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit zu erreichen. In dieser dritten Phase sollen darüber hinaus die unterschiedlichen Kunststoffe von potentiellen Käufern begutachtet werden.

Das Projekt ist laut Fraunhofer-Institut ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer verbesserten Kreislauf-Wirtschaft. Es erfüllt die Bedingungen des am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen „Verpackungsgesetzes“ (Nachfolger der „Verpackungsordnung“). Das neue Verfahren soll als Vorlage für die Entwicklung neuer ähnlicher Verfahren für das Recyceln anderer Stoffe dienen. Die Technik soll – in Form einer Nutzungs-Lizenz – Unternehmen in aller Welt zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Summe von 3,2 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Forschung für nachhaltige Entwicklung (Fona)“ gefördert. Die Förderung ist auf Programme zugeschnitten, bei denen innovative Technologien aus der Forschungs- und Entwicklungsphase in die wirtschaftliche Anwendung transferiert werden.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland „Deutschland spürt das Ende der Behaglichkeit“ – Warum Sie jetzt die DWN zum Vorteilspreis abonnieren sollten

Unser Redaktion zeigt auf, warum Sie nicht auf ein DWN-Abonnement verzichten sollten. Für das erste Jahr wird Ihnen ein besonderes Paket...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank: US-Heuschrecke und Olaf Scholz bereiten Massenentlassungen vor

Dem US-Finanzinvestor "Cerberus" gehören nur wenige Prozent der Commerzbank. Dennoch will das für seine rüden Methoden bekannte New...

DWN
Politik
Politik China gerät in Libyen an seine politischen und militärischen Grenzen

China hatte vor dem Sturz des libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi sehr gute Beziehungen zu Libyen. Ob China seine Interessen in dem...

DWN
Politik
Politik Corona-Nachwehen: Deutschland bereitet sich auf schwere Unruhen vor

Gewaltsame Unruhen in Deutschland und Europa werden Experten zufolge in den kommenden Monaten wegen sozialer und wirtschaftlicher Miseren...

DWN
Politik
Politik Mit scharfer Munition: Ägypten führt Militär-Manöver an Grenze zu Libyen durch

Ägypten hat in der Nähe der libyschen Grenze ein Militär-Manöver unter Einsatz scharfer Munition durchgeführt. Zuvor hatte Kairo mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Erdogan verhängt Sanktionen gegen Goldman Sachs und JP Morgan

Goldman Sachs, JP Morgan und vier weitere internationale Banken wurden an der Istanbuler Börse mit einem dreimonatigen Leerverkaufs-Verbot...

DWN
Technologie
Technologie Bergbau auf dem Mond offenbar lukrativer als bisher angenommen

Forscher der NASA haben Belege dafür gefunden, dass es unter der Oberfläche des Mondes unerwartet viele wertvolle Metalle gibt. Dies...

DWN
Finanzen
Finanzen Wertvoller als Volkswagen und Co.: Wie kommt es zum absurden Aktienkurs von Tesla?

Tesla erwirtschaftet seit Jahren durchweg Verluste in Milliardenhöhe. Der Aktienkurs steigt trotzdem immer weiter an – wieso?

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschland macht bei Industrie 4.0 spürbare Fortschritte

Es hieß immer, Deutschlands Unternehmen würden bei der Umstellung auf die Industrie 4.0 weit hinterherhinken. Jetzt gibt es andere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die Party ist vorbei: Deutsche Unternehmen im Ausland entwerfen düsteres Zukunfts-Szenario

Die Bundesregierung und eine ganze Reihe von Wirtschaftsforschungsinstituten prognostizieren ein baldiges Ende der Krise. Doch die...

DWN
Politik
Politik EILMELDUNG: Corona-Demonstranten stürmen Belgrader Parlament

Am Freitagabend sind Demonstranten in Belgrad gewaltsam in das serbische Parlament eingedrungen. Protestierende warfen Steine und Flaschen...

DWN
Politik
Politik Von jedem verdienten Euro bleiben dem Arbeitnehmer nur 47,9 Cent

Der Bund der Steuerzahler hat errechnet, dass einem Arbeitnehmer von jedem verdienten Euro nur 47,9 Cent zur freien Verfügung bleiben....

DWN
Finanzen
Finanzen Bauern rechnen mit Importschwemme an billigem US-Rindfleisch

Deutsche Bauern warnen vor einer Importschwemme an billigem US-Rindfleisch. Sollen die Bürger künftig auch für US-Billigfleisch eine...

DWN
Technologie
Technologie Microsoft patentiert Kryptowährung, die den menschlichen Körper zum Mining nutzt

Microsoft hat eine Methode zur Validierung von Transaktionen mit Kryptowährungen patentiert, wobei die Gehirnaktivität von Personen und...

DWN
Deutschland
Deutschland Ursula von der Leyen holt deutsche Top-Juristin in Expertengruppe

Die EU-Kommission hat die deutsche Juristin Jessica Schmidt in eine Expertengruppe berufen. Schmidt soll die EU-Kommission unter anderem...

celtra_fin_Interscroller