Finanzen

Die Hessen sind die größten Sparer Deutschlands

Lesezeit: 1 min
02.03.2019 17:31
Die Hessen hatten im vergangenen Jahr die höchsten Rücklagen auf ihren Bankkonten. Die Mecklenburg-Vorpommer waren - wie im Vorjahr - am Ende der Liste der Sparsamen.
Die Hessen sind die größten Sparer Deutschlands

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase hat die Deutschen nicht davon abgehalten, weiter jeden hart erarbeiteten Euro zur Bank zu tragen - so eine TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank zum Weltspartag (30.10.2018). Demnach bilden 76 Prozent der Bundesbürger Rücklagen - Tendenz steigend.

„Jeder Hesse hat durchschnittlich rund 50.000 Euro an Einlagen auf seinen Sparkonten. Das ist definitiv eine Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr. Auf Platz zwei liegt Hamburg, allerdings mit großem Abstand und rund 31.000 Euro Sparguthaben nur auf den Konten, gefolgt von den Berlinern, die knapp 28.000 Euro angespart haben. Schlusslicht ist leider wieder Mecklenburg-Vorpommern. Dort hat jeder Sparer nur knapp 13.000 Euro auf seinem Konto liegen”, so  Iris Laduch-Reichelt von der Postbank in einem Podcast.

Zur Frage, wer im Vorjahr am meisten zurückgelegt hat, sagte Laduch-Reichelt: „Das sind die Deutschen ganz im Norden. Spitzenreiter waren die Schleswig-Holsteiner. Sie haben im letzten Jahr durchschnittlich rund 2.000 Euro zurückgelegt und damit ihre Sparguthaben um 2.000 Euro erhöht. Die Silbermedaille haben sich aber auch hier die Berliner abgeholt, mit rund 1.800 Euro Zuwachs auf den Sparkonten, und auf Platz drei die Hessen. Die hinteren Plätze im Sparvergleich belegten auch im vergangenen Jahr wieder die ostdeutschen Bundesländer. Einzige Ausnahme: Auf dem vorletzten Platz landeten erstaunlicherweise die Hamburger mit einem Zuwachs von nur 387 Euro. Bei den Letztplatzierten, das sind in diesem Jahr die Sachsen, stiegen die Einlagen sogar nur um 275 Euro.“

Vor allem die jungen Deutschen sollen besonders sparsam sein. Dazu führt Laduch-Reichelt aus: „Die jungen Deutschen sind da wirklich vorbildlich: Bei den 16- bis 29-Jährigen legen 91 Prozent Geld zur Seite. Aber wenn es um die Anlagemöglichkeiten geht, fehlt den jungen Menschen da definitiv noch Wissen um Finanzprodukte. Denn jeder Zweite in dieser Altersgruppe steckt wirklich sein komplettes Geld ins Sparschwein – und das ist natürlich keine gewinnbringende Anlage.”



Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Grenzziehung: Russlands Planspiele sorgen für Besorgnis bei Nachbarn
22.05.2024

Ein russisches Gesetzesprojekt zur Neubestimmung der Ostsee-Grenzen sorgt für Aufregung bei Nachbarländern. Litauen spricht von...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Konjunkturaussichten hellen sich langsam auf
22.05.2024

Die deutsche Wirtschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben. Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn dürfte die Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lehrerverband will Islamunterricht: Lösung für bessere Integration oder Anbiederung?
22.05.2024

Gut 1,6 Millionen Schüler moslemischen Glaubens besuchen mittlerweile Deutschlands Schulen. Für sie wünscht sich der Präsident des...

DWN
Immobilien
Immobilien Bessere Laune im Bausektor, aber Auftragsmangel immer noch zentrales Problem
22.05.2024

Auf dem ZIA-Finance Day letzte Woche ging es - unter anderen Schlüsselthemen - um die sich stabilisierende makroökonomische Lage in...

DWN
Finanzen
Finanzen Der DWN-Marktreport: Börsen im Rally-Modus – Aktienmärkte erreichen Allzeithochs, Metalle glänzen
22.05.2024

Die vergangene Woche konnte sich sehen lassen: Die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte warteten mit beeindruckenden Preisbewegungen...

DWN
Politik
Politik Erleichterungen für Hausarztpraxen im Fokus
22.05.2024

Das Bundeskabinett befasst sich mit einer stärkeren Absicherung der Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten - besonders in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Europawahl und die AfD: Unternehmen äußern wirtschaftliche Bedenken
22.05.2024

Neue IW-Studie: Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen lehnt die AfD deutlich ab. Sie sind besorgt über den Wirtschaftsstandort...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
22.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...