Technologie

Deutschlands Automatisierer beliefern die Welt

Lesezeit: 1 min
02.03.2019 11:22
Die Unternehmen der "Robotik- und Automatisierungs"-Branche haben einen neuen Umsatz-Rekord aufgestellt.
Deutschlands Automatisierer beliefern die Welt

Im Jahr 2018 stellten sie Rechnungen in Höhe von 15,0 Milliarden Euro aus – ein Plus von 600 Millionen beziehungsweise 4,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. Ein gutes Ergebnis, wobei Marktbeobachter mit einem noch besseren Resultat gerechnet hatten. Der Vorsitzende des VDMA-Fachverbands „Robotik + Automation“, Wilfried Eberhardt, kommentiert: „Der neue Rekordwert zeigt, dass der weltweite Bedarf an den Technologien der Robotik und Automation aus Deutschland weiterhin hoch ist. Die generelle politische Verunsicherung und Abkühlung der Weltkonjunktur führten allerdings zu einem moderateren Zuwachs als ursprünglich erwartet.“

Was die drei Teilbereiche der Branche angeht, so verlief deren jeweilige Entwicklung unterschiedlich. Der Bereich „Integrated Assembly Solutions“ (Montage- und Handhabungs-Technik) setzte seinen Höhenflug aus dem Jahr 2017 fort und verbesserte seinen Umsatz um 690 Millionen Euro auf 8,3 Milliarden Euro (ein Plus von neun Prozent). Der Bereich „Industrielle Bildverarbeitung“ verbuchte den gleichen Umsatz wie im Vorjahr: 2,6 Milliarden Euro. Der Bereich „Robotik“ dagegen musste Einbußen hinnehmen, wenn auch nur leichte: Der Umsatz ging von 4,2 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro zurück (ein Minus von 2,4 Prozent). Laut VDMA ist dies primär auf die Probleme der Automobil-Industrie (vor allem in ihrem wichtigsten Absatzmarkt China) zurückzuführen.

Eine Prognose fürs laufende Jahr abzugeben, ist laut VDMA derzeit kaum möglich. Das gilt sowohl für die einzelnen Teilbereiche als auch für die Branche in ihrer Gesamtheit. Eberhardt: „Die weiterhin bestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten erlauben keine eindeutige Prognose für 2019. Wir gehen derzeit von einem Wachstum zwischen zwei Prozent und fünf Prozent im laufenden Jahr aus.“

DWN
Finanzen
Finanzen Russische Devisenreserven abgeschöpft: EU will Zinsen für Ukraine-Hilfen verwenden
21.05.2024

Nun ist es amtlich: Nach langer Diskussion haben sich die EU-Staaten darauf geeinigt, die milliardenschweren Zinserträge des eingefrorenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Zukunft des Solidaritätszuschlags: Entlastung für Kapitalanleger in Sicht?
21.05.2024

Trotz der Abschaffung des „Soli“ für viele Bürger: Kapitalanleger zahlen weiter! Doch die Verfassungsmäßigkeit des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handels-Drama: BMW hat Autos mit verbotenen chinesischen Teilen in die USA geliefert
21.05.2024

Die Handels-Spannungen zwischen China und den USA treffen nun auch das Tagesgeschäft der deutschen Automobilhersteller. Laut einem...

DWN
Politik
Politik Absturz des Präsidentenhubschraubers im Iran: Raisis Tod ändert nichts an der Diktatur
21.05.2024

Der Hubschrauberabsturz, bei dem Irans Regierungschef Ebrahim Raisi starb, sorgt weiterhin für Reaktionen weltweit. Manche Experten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Versicherer: Unwetterschäden in Saarland und Rheinland-Pfalz noch nicht absehbar
21.05.2024

Für eine Schadensbilanz in den von Starkregen und Überschwemmungen betroffenen Regionen im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist es nach...

DWN
Politik
Politik KI-Gesetz: EU lehnt Social Scoring und Gesichtserkennung im öffentlichen Raum ab
21.05.2024

Die Europäische Union hat das umstrittene KI-Gesetz nun final beschlossen. Es sei das weltweit erste Gesetz dieser Art und könne einen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland reagiert auf Sanktionen: Vermögenswerte von Deutscher Bank und Commerzbank konfisziert
21.05.2024

Wegen der westlichen Sanktionen platzte der Bau eines Gas-Terminals in Russland. Ein Gericht hat nun Vermögenswerte mehrerer Banken...

DWN
Politik
Politik Um „die Freiheit zu verteidigen“: Musk und Miliei gegen Europas Politiker?
21.05.2024

Es gibt Personen des öffentlichen Lebens, die unweigerlich polarisieren. Der erratische Unternehmer Elon Musk und Argentiniens...