Deutschland

Immer mehr Frauen in Vorständen von Top-Unternehmen

Lesezeit: 1 min
11.04.2019 17:22
In den deutschen Chefetagen ist der Anteil der Frauen in den vergangenen Jahren gestiegen.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Einer Studie von EY Deutschland zufolge sind 8,6 Prozent der Vorstände der DAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen Frauen. EY Deutschland wörtlich: “In den 160 Konzernen arbeiteten zum Stichtag 1. Januar 2019 insgesamt 61 Frauen in den Vorstandsgremien – das sind 11 Frauen mehr als noch vor einem Jahr und 6 mehr als zur Jahresmitte 2018.”

Die Anzahl der Unternehmen, die mindestens eine Frau in den Vorständen haben, ist von 27 auf 33 Prozent gestiegen. Doch leider werden derzeit nur DIC Asset, Hamburger Hafen und Logistik, MediGene und GrenkeLeasing von weiblichen Top-Managern als CEOs geführt. All diese Unternehmen sind im SDAX notiert. 77 Prozent der Dax-Unternehmen haben mindestens ein weibliches Vorstandsmitglied.

„Frauen sind in deutschen Vorständen immer noch eine Seltenheit. Die Top-Etagen der meisten deutschen Konzerne bleiben bis auf weiteres in Männerhand. Wir sehen zwar Fortschritte – aber der Wandel vollzieht sich sehr langsam“, kritisiert Ulrike Hasbargen, Leiterin des Bereichs People Advisory Services bei EY.

Frauen in der Telekommunikationsbranche

Auffällig ist, dass es weibliche Vorstände vor allem in die Vorstände der Telekommunikationsunternehmen schaffen. Im Branchenvergleich liegt der Vorstands-Anteil der Frauen hier bei 16 Prozent. Darauf folgen die Finanzbranche mit 13 Prozent und die Logistikbranche mit zwölf Prozent. Im Handel liegt der Anteil bei lediglich drei Prozent.

Über den Zuständigkeitsbereich weibliche Vorstandsmitglieder führt EY aus: “30 Prozent der weiblichen Vorstandsmitglieder tragen Verantwortung für das operative Geschäft, weitere 4 Prozent sind als COO tätig. 24 Prozent der weiblichen Vorstandsmitglieder verantworten den Bereich Personal, 22 Prozent sind als CFO für die Finanzen verantwortlich.”


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Project 2025: Trumps radikaler Plan für eine zweite Amtszeit als US-Präsident
20.07.2024

Als Trump nach der Wahl 2016 ins Weiße Haus einzog, konnte er viele Ideen nicht umsetzen. Ihm fehlte ein richtiger Plan. Das könnte bei...

DWN
Immobilien
Immobilien Digitaler Bauantrag: Wie Förderalismus und fehlende Digitalisierung das Geywitz-Projekt ausbremsen
20.07.2024

Im Mai 2023 gab Bundesbauministerin Geywitz den Startschuss für den bundesweit einheitlichen digitalen Bauantrag. Ziel war es,...

DWN
Politik
Politik Deutlicher Anstieg der Clankriminalität in Berlin
20.07.2024

Berlin gilt als ein Hotspot krimineller Clan-Mitglieder. Sie stehlen, handeln illegal mit Drogen und schlagen auch mal zu. Nun liegen neue...

DWN
Politik
Politik Fleischersatz: Der Kulturkampf ums Fleisch - droht eine Veggie-Diktatur?
20.07.2024

Deutschland ist Grillmeisterland: Wenn die Temperaturen steigen und die Schweinepreise auch, dann heißt es „Grillsaison“. Und es...

DWN
Politik
Politik Nachverfolgung der Wiederaufbaugelder der Ukraine
20.07.2024

Der Wiederaufbau der Ukraine wird mit Sicherheit das bedeutendste und teuerste Unterfangen in Europa seit dem Marshallplan aus der Zeit...

DWN
Politik
Politik „Widerstand als Pflicht“? Was das Hitler-Attentat uns heute lehrt
20.07.2024

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ist sich sicher: „Die Widerstandskämpfer des 20. Juli sind ein Vorbild für alle“. Aber...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Weniger Bier und trotzdem zu viel Hopfen
20.07.2024

Weltweit ist vergangenes Jahr weniger Bier produziert worden - der Hopfen aber gedieh prächtig. Somit verschärfte sich die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Doppelrolle in der WTO: Entwicklungsland und Wirtschaftsmacht
20.07.2024

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) rief vor über 50 Jahren die Industrieländer dazu auf,...