Politik

Ifo-Institut: Globalisierung verliert bei Bürgern im Westen an Akzeptanz

Lesezeit: 1 min
22.06.2019 19:51
Die wirtschaftliche Globalisierung sehen Beobachter aus den westlichen Staaten zunehmend kritisch.
Ifo-Institut: Globalisierung verliert bei Bürgern im Westen an Akzeptanz
Kölner Schulkinder stellen sich im Odysseum in Köln um die riesige Erdkugel in der neu vorgestellten Themenwelt "Erde". (Foto: Roland Weihrauch dpa/lnw)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In den USA und Europa stößt die Globalisierung nach Meinung von Beobachtern mittlerweile an die Grenzen ihrer Akzeptanz in der Bevölkerung. In der EU glauben demnach 56 Prozent der vom Münchner Ifo-Institut im Zuge einer aktuellen Studie befragten Volkswirte, dass die Bürger kein weiteres Fortschreiten der Globalisierung wollen, in den USA sogar 70 Prozent, berichtet die dpa.

Das ifo-Institut schreibt in einer Medienmitteilung:

Unter den Europäern halten die Experten aus Frankreich ihre heimische Bevölkerung für besonders kritisch gegenüber der Globalisierung (85,2 Prozent), gefolgt von Tschechien (70,6), Österreich (69 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (67,5 Prozent). In Deutschland stimmten 63,6 Prozent der Experten der Aussage zu, in Ungarn 57,1,  in der Schweiz 53,8 Prozent, in Bulgarien 53,9 Prozent, in Italien 53,1 Prozent und in Griechenland 52,1 Prozent, in Spanien 48,8 Prozent, in Russland 47,2 Prozent. Auch Australien ist so kritisch gegenüber der Globalisierung wie die Europäer mit 56,3 Prozent.

Aber das gilt nicht überall. Weltweit stimmten nur 38,7 Prozent der Experten der Aussage zu, die Globalisierung habe die Grenze der Akzeptanz in ihrer heimischen Bevölkerung erreicht, während 44,7 Prozent sie entweder ganz oder teilweise ablehnten. Auch die Experten in den nördlichen Ländern Europas berichten über eine positive Haltung ihrer Bevölkerung zur Globalisierung: in Dänemark 57,2, in Finnland 58,4  in Norwegen 45,5, in Schweden 64,2 Prozent.

Experten in Japan (50 Prozent) und in Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens (61,4 Prozent) bewerten die öffentliche Wahrnehmung der Globalisierung in ihren jeweiligen Ländern ebenfalls freundlicher. Die meisten Experten innerhalb der Gruppe der anderen Industrieländer (51,9 Prozent) und in Lateinamerika (52,4 Prozent) sehen die jeweilige Bevölkerung auch positiv gestimmt. Kanada liegt bei 55 Prozent, Argentinien bei 38,5, Brasilien bei 50, Neuseeland bei 37,5 Prozent.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die derzeitigen Währungen sind weich wie Schnee - Gold bleibt bestehen!

Passend zur Jahreszeit schmelzen die bestehenden Währungen durch die Inflation wie Schnee. Setzen auch Sie auf nachhaltigen Werterhalt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kubin versus Harry Dent: DWN-Börsenexperte glaubt nicht an baldigen Crash

DWN-Börsenexperte Andreas Kubin erteilt der Crash-Prognose des berühmten amerikanischen Anlage-Beraters Harry Dent eine deutliche Absage.

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung: Russland erfüllt Verträge zu Gaslieferungen

Russland erfüllt die Verträge zu Gaslieferungen nach Deutschland laut Bundesregierung bislang vollumfänglich.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Spekulanten verdienen sich eine goldene Nase - und verschärfen Gasknappheit in Deutschland

Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit verdienen sich deutsche Gas-Spekulanten derzeit eine goldene Nase und blockieren damit...

DWN
Finanzen
Finanzen Silber richtig kaufen – und was Sie sonst noch über dieses Edelmetall wissen sollten

Silber ist ein Gewinner der Corona-Krise. Der Preis ist seit März 2020 um über 20 Prozent gestiegen. Doch zuletzt performte das...

DWN
Technologie
Technologie Hybrid aus Auto und Flugzeug zugelassen, aber nur mit Pilotenschein

Ein Hybrid aus Auto und Flugtests hat sich in der Luft und auf der Straße bewährt. Die Massenproduktion von erschwinglichen Flugautos...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Bürger haben Konsum eingeschränkt: Inflation nagt an Kaufkraft

Angesichts der hohen Inflation in den USA halten die Verbraucher ihr Geld zusammen.

DWN
Politik
Politik Altkanzler Schröder wirft Ukraine „Säbelrasseln“ vor

Das hat der SPD gerade noch gefehlt: Während die Partei mit dem Vorwurf der Unzuverlässigkeit in der Ukraine-Krise zu kämpfen hat,...

DWN
Deutschland
Deutschland Dax-Konzern Daimler AG heißt künftig Mercedes-Benz Group

Der Autobauer Daimler steht mit der Umbenennung in Mercedes-Benz Group nach Worten von Konzernchef Ola Källenius vor einem historischen...