Technologie

Deutsche Telekom will mit 5G-Netz den Markt aufrollen

Lesezeit: 1 min
05.07.2019 14:48
Die Deutsche Telekom wird in den kommenden Wochen ihr 5G-Netz eröffnen.
Deutsche Telekom will mit 5G-Netz den Markt aufrollen
Barcelona Mobile World Congress 2019 Messestand Deutsche Telekom AG / Logo 5G. (Foto: Deutsche Telekom)
Foto: Fotograf: Norbert Ittermann

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Deutsche Telekom lockt ihre Kunden mit "schnellem Internet". Man lege “in den nächsten Wochen” los, sagte ein Konzernsprecher am Freitag in Bonn. Auf der Webseite des Unternehmens ist hingegen angegeben, dass erst im vierten Quartal das Downloadtempo “an einzelnen 5G-Standorten mit geeignetem Endgerät” bei mehr als 300 MBit pro Sekunde liegen werde. Das sei ein “Worst-Case-Szenario”, man rechne mit einem früheren Nutzungsbeginn, so der Sprecher.

Die Telekom hatte am Mittwoch in Berlin “den Startschuss für 5G in Deutschland” verkündet - 5G-Geräte und 5G-Tarife seien “ab sofort” für Kunden verfügbar. Bis Jahresende sollen verhältnismäßig wenige 5G-Standorte in Betrieb gehen, und zwar nur gut 100. Insgesamt hat die Telekom knapp 30.000 Mobilfunk-Standorte in Deutschland. Aus der begrenzten 5G-Verfügbarkeit hatte das Bonner Unternehmen keinen Hehl gemacht. Doch erst jetzt wird klar, dass der bereits erhältliche 5G-Tarif überall zunächst nur maximal 4G ermöglicht und erst später mancherorts 5G. Zuvor hatte teltarif.de darüber berichtet.

Das Kürzel 5G steht für die 5. Mobilfunkgeneration. Der Technologiestandard ist eine Weiterentwicklung von 4G, auch LTE genannt. Vor allem für die Industrie ist 5G wichtig. Für Privatkunden spielt das ultraschnelle mobile Netz vorerst eine nachrangige Rolle, für Online-Games könnte es aber wichtig werden. Immerhin sind inzwischen erste 5G-Geräte erhältlich. Die Telekom vertreibt das Smartphones Samsung Galaxy S10 5G sowie den HTC Hub 5G für reine Datenverbindungen.

Mitte Juni war eine Auktion von Frequenzen zu Ende gegangen, die Telekom sowie drei weitere Firmen zahlen 6,6 Milliarden Euro für 5G-Frequenzen. Man könne erst loslegen, wenn man die ersteigerten Frequenzen habe, erklärte der Telekom-Sprecher die Differenz zwischen dem Verkaufsstart von 5G-Verträgen und dem 5G-Nutzungsbeginn für Kunden.

Lesen Sie in der DWN-Sonntags-Analyse: Wie Deutschland bei der 5G-Technologie international zum Vorreiter werden kann. 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Berliner Polizei verbietet zwölf Corona-Demos am Wochenende – das ist die Liste

Die Berliner Polizei hat zwölf Corona-Demos verboten, die am Wochenende in der Hauptstadt stattfinden sollten.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Bayers Monsanto-Desaster wird immer teurer

Schon vor der Übernahme von Monsanto waren die extremen Risiken bekannt. Die Bayer-Manager zogen diese trotzdem durch. Nun wird der...

DWN
Deutschland
Deutschland Diese Methoden setzt das Finanzamt bei der Betriebsprüfung ein

Das Finanzamt setzt ausgeklügelte Methoden ein, um Steuersünder dingfest zu machen. In diesem Artikel werden die verschiedenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Portfolio

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutschlands Top-Ökonomen äußern sich zur höchsten Inflationsrate seit 1993

Neun deutsche Top-Volkswirte haben sich zur aktuellen Inflations-Situation geäußert. Einer der Ökonomen fordert deutliche...

DWN
Politik
Politik Grüne fordern milliardenschweres Klima-Vorsorge-Paket

Mit einem Milliardenpaket wollen die Grünen Flutkatastrophen vorbeugen. Das Umweltministerium will die Schäden des Klimawandels besser...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Inflationsrate springt im Juli nach oben

Bei den deutschen Verbraucherpreisen zeichnet sich für Juli ein sprunghafter Anstieg ab.

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Direktor: Zentralbank muss Europas Wirtschaft „heiß laufen“ lassen

EZB-Direktor Fabio Panetta zufolge müsse die Zentralbank die europäische Wirtschaft womöglich „heiß laufen“ lassen, um das neue...