Politik
Auf 5,4 Milliarden Kubikmeter

Die Türkei erweitert ihren Erdgasspeicher, China hilft dabei

Die Türkei wird ihre Gasspeicherkapazität mit Unterstützung von China auf 5,4 Milliarden Kubikmeter erweitern. Währenddessen verzeichnet das Land einen enormen Anstieg an Gasimporten aus dem Aserbaidschan.
04.08.2019 17:28
Lesezeit: 1 min
Die Türkei erweitert ihren Erdgasspeicher, China hilft dabei
Die Speicherung von Gas unter der Erde. (Grafik: Gazid)

Die Türkei wird ihre Gasspeicherkapazität im unterirdischen Gasspeicher Tuz Gölü bis 2023 auf 5,4 Milliarden Kubikmeter erhöhen. Derzeit verfügt die Anlage über eine Lagerkapazität von 600 Millionen Kubikmetern. Die Türkei strebt eine ausreichende Speicherkapazität an, um mindestens 20 Prozent ihres Gasbedarfs zu decken. 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der Gasspeicher Tuz Gölü verfügt über eine Kapazität, mit der fast zehn Prozent des derzeitigen Gasverbrauchs der Türkei von rund 50 Milliarden Kubikmetern pro Jahr gedeckt werden können. Die Erweiterung des Speichers wird von der chinesischen Firma Camc Engineering und der türkischen Firma IC Içtaş Construction durchgeführt. 

“Unser Expansionsprojekt ist das größte Speicherprojekt unter allen derzeit in Bau befindlichen Speicherprojekten der Welt”, zitiert der Energy Reporter den türkischen Energieminister Fatih Dönmez. 

Im vergangenen Jahr hatten die Weltbank und die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) einen Kredit in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar genehmigt, um das Projekt zu finanzieren.

Die Türkei deckt den Großteil ihrer Gasnachfrage durch russische Gasimporte. Allerdings versucht das Land, seine Gaszufuhr zu diversifizieren. Nach Angaben der türkischen Energiemarktaufsichtsbehörde (EMRA) exportierte der Aserbaidschan von Januar bis Mai 2019  3,76 Milliarden Kubikmeter Gas in die Türkei. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab das ein Wachstum von 43,7 Prozent, meldet die Trend News Agency.

Im Januar importierte die Türkei 808,36 Millionen Kubikmeter, im Februar 683,23 Millionen Kubikmeter, im März  772,64 Millionen Kubikmeter, im April 724,88 Millionen Kubikmeter und im Mai 770 Millionen Kubikmeter Gas aus dem Aserbaidschan.

Der Aserbaidschan hatte im April 2019 einen Anteil von 20,42 Prozent (724,88 Millionen Kubikmeter) an der gesamten Gasversorgung der Türkei. Die Gasversorgung erhöhte sich im Vergleich zum April 2018 um das 2,5-fache.

Im vergangenen Jahr importierte die Türkei 7,5 Milliarden Kubikmeter Gas aus dem Aserbaidschan. Nach Russland (23,64 Milliarden Kubikmeter) und dem Iran (7,86 Milliarden Kubikmeter) war der Aserbaidschan im vergangenen Jahr der drittgrößte Gaslieferant in der Türkei.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Big Brother: Wie Unternehmen KI zur Überwachung ihrer Mitarbeiter einsetzen
08.11.2026

Vom Mithören von Telefongesprächen über die Bewertung von Mitarbeitern bis hin zu Empfehlungen für Gehaltserhöhungen: Co-op, Walmart,...

DWN
Finanzen
Finanzen Wall Street: Die Börsenroboter können sich nachts frei bewegen
08.11.2026

Die Wall Street könnte sich bis Anfang Dezember in ein nahezu rund um die Uhr geöffnetes Börsencasino verwandeln. Mehrere US-Börsen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Importpreise steigen um 10,4 Prozent: Energie verteuert Deutschlands Produktion
08.11.2026

Deutschlands Importpreise sind im September so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Besonders Energie und industrielle...

DWN
Technologie
Technologie Laserwaffen für Kampfflugzeuge: MBDA entwickelt neue Abwehrtechnik gegen Drohnen
08.11.2026

Die deutsche Rüstungsindustrie arbeitet an einem möglichen Technologiesprung: MBDA Deutschland entwickelt nach einem aktuellen Bericht im...

DWN
Panorama
Panorama Klavierstimmer sterben aus: Warum klassische Konzerte in 20 Jahren verschwinden könnten
08.11.2026

Weltweit gibt es Schätzungen zufolge nur noch 20 bis 30 Konzerttechniker auf höchstem Niveau. Viele stehen kurz vor dem Ruhestand. Nun...

DWN
Panorama
Panorama Gastkommentar: Die gefährliche Verlockung politischer Halbwahrheiten
08.11.2026

Manche Ideen klingen so selbstverständlich, dass sie nur selten hinterfragt werden. Deshalb lohnt es sich zu fragen, wer von ihnen am...

DWN
Panorama
Panorama Immer mehr Deutsche ziehen nach Polen: Das steckt hinter dem Trend
07.11.2026

Deutsche kommen längst nicht mehr nur nach Polen, um ihr Auto zu betanken oder deutlich günstiger im Supermarkt einzukaufen. Sie kommen...

DWN
Finanzen
Finanzen Poker um EZB-Spitze: Wer folgt auf Christine Lagarde?
07.11.2026

Die Eurostaaten suchen nach einem neuen Präsidenten für die Europäische Zentralbank. Schon in wenigen Tagen könnte über die Nachfolge...