Deutschland

US-Investoren reichen Grohe an Japaner weiter

Lesezeit: 1 min
26.09.2013 19:08
Durch die japanische Übernahme entsteht das größte Sanitärunternehmen der Welt mit einem Jahresumsatz von mehr als 4 Milliarden Euro. Verkäufer sind zwei Finanzinvestoren.
US-Investoren reichen Grohe an Japaner weiter

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der japanische Konzern Lixil und die staatliche japanische Entwicklungsbank haben 87,5 Prozent der Grohe Gruppe erworben, so das Unternehmen. Grohe gehört zu den führenden Anbietern von Sanitärarmaturen. Die Japaner übernahmen die entsprechenden Anteile von der US-Beteiligungsgesellschaft TPG und dem Private-Equity-Investor DLJ Merchant Banking Partners.

Bei einem impliziten Unternehmenswert von mehr als 3 Milliarden Euro ist dies die größte jemals getätigte Investition eines japanischen Unternehmens in Deutschland. Sie soll im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein. Lixil und Grohe kommen im Sanitärgeschäft zusammen auf einen Jahresumsatz von mehr als 4 Milliarden Euro. Damit entsteht das größte Unternehmen der Branche.

Die Grohe Group beschäftigt weltweit rund 9.000 Mitarbeiter, von denen rund 2.300 in Deutschland arbeiten. Im Jahr 2012 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von gut 1,4 Milliarden Euro, wovon 85 Prozent außerhalb Deutschlands erwirtschaftet wurden.

Die Grohe Group verfügt über neun eigene Produktionsstandorte, drei in Deutschland, drei in China und je einer in Portugal, Thailand und Kanada. David J. Haines bleibt Grohe-Chef. Er hat bereits einen neuen Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren unterschrieben. „Lixil ist für Grohe und Joyou der perfekte Partner“, sagt Haines.

„Das Unternehmen hat eine hervorragende Erfolgsbilanz und ist derzeit weltweit führend in der Baustoffindustrie sowie im Bereich der Wohngebäudeausstattung. Als wachstumsorientiertes Unternehmen war Lixil schon immer ein Wunschkandidat für die weitere Umsetzung unserer Wachstumsstrategie – insbesondere in Schwellenländern.“

Der Armaturenhersteller Joyou gehört mehrheitlich Grohe und produziert überwiegend für den chinesischen Markt. Gerade für Joyou werde die neue Partnerschaft viele Vorteile bringen, so Grohe. „Unsere Möglichkeiten, die Marke in Asia Pacific weiter zu entwickeln und zu stärken, werden dadurch deutlich verbessert.“

„Grohe ist eine der bekanntesten Marken im globalen Sanitärmarkt“, sagte Lixil-Chef Yoshiaki Fujimori. „Über seinen hohen Qualitätsstandard hinaus ist Grohe international für sein einzigartiges Produktdesign und seine Innovationen hoch anerkannt. Wir haben großen Respekt vor den Leistungen von David Haines und seinem Management-Team.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Russische und chinesische Bomber führen gemeinsame Übungsflüge durch / Frage stellt sich immer mehr: Wer ist Freund, wer Feind?

Die Kooperation zwischen China und Russland nimmt Konturen an. Aber wer stellt sich Ihnen entgegen? Und sind Peking und Moskau wirklich...

DWN
Politik
Politik Völkerrechtler: Die USA gehören wegen ihrer Sanktionspolitik vor den Internationalen Gerichtshof

Lesen Sie das Interview von DWN-Autor Ralf Paulsen mit dem ehemaligen Sekretär der UN-Menschenrechtskommission und weltweit anerkannten...

DWN
Politik
Politik "Die russischen Soldaten stehlen alles - selbst Hundehütten"

Die DWN haben ein drittes Telefon-Interview mit dem ukrainischen Musiker Roman Antonyuk geführt, der mit seiner Familie in Lwiw (Lemberg)...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kein "Mist" aus Russland: Bauern schlagen Alarm

Seit die Düngemittel-Importe aus Russland von der EU gestoppt wurden, herrscht Dünge-Mangel auf den europäischen Feldern.

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Globalisierung am Ende: Lieferketten werden dauerhaft unterbrochen bleiben

Der Abbruch vieler Lieferketten deutet auf das Ende der Globalisierung. Für die Weltwirtschaft wird es kein Zurück zum Zustand vor Corona...

DWN
Politik
Politik Griechenland beschwert sich bei UN wegen türkischer Kampfbomber

Im Konflikt mit der Türkei hat Griechenland nun die UN eingeschaltet. Denn türkische Kampfbomber überfliegen regelmäßig bewohnte...

DWN
Finanzen
Finanzen Rückkehr zur Normalität: Russland lockert die Geldpolitik

Die russische Notenbank hat ihren Leitzins erneut deutlich gesenkt. Dies markiert den Rückgang zur geldpolitischen Normalität - trotz...