Politik

Griechenland: Premier Samaras lehnt Neuwahlen ab

Lesezeit: 1 min
28.09.2013 02:31
Es wird keine Neuwahlen geben, kündigte die griechische Regierung an. Nach einer Razzia hatte die rechtsradikale Partei Goldene Morgenröte mit dem Rücktritt von 18 Abgeordneten gedroht. Doch selbst in diesem Fall will Premier Samaras das Parlament nicht auflösen.
Griechenland: Premier Samaras lehnt Neuwahlen ab

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die derzeitige Regierung Griechenlands will sich nicht von der rechtsradikalen Goldenen Morgenröte unter Druck setzen lassen. Die Regierung kündigte an, dass es bei einem möglichen Rücktritt der Abgeordneten der Goldenen Morgenröte keine Neuwahlen geben wird.

„Demokratie kann sich nicht erpressen lassen“, sagte der Regierungssprecher Simos Kedikoglou am Freitag dem Sender Star TV. Wenn die 18 Abgeordneten zurücktreten sollten, solle es höchstens Nachwahlen geben. „In den Wahlkreisen, in denen die Abgeordneten ersetzt werden müssen, werden die Nachwahlen stattfinden“, zitiert Kathimerini den Regierungssprecher.

Die Partei werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, „um unsere Ehre zu verteidigen“, sagte der Chef der Goldenen Morgenröte am Mittwoch und drohte mit dem Rücktritt der 18 Abgeordneten.  Nach dem Mord an einem Künstler durch einen Rechtsradikalen hatte es eine Razzia bei der Partei gegeben. Die Goldene Morgenröte sei aber eine legale, politische Bewegung, so der Chef der Goldenen Morgenröte, Nikos Michaloliakos. „Kriminelle Banden sind diejenigen, die das Land bankrottgehen ließen und unsere nationale Souveränität abgegeben haben“. Und so haben vier Mitglieder der Goldenen Morgenröte am Freitag die Pasok-Partei wegen finanziellem Fehlverhalten angezeigt.

Die Goldene Morgenröte soll auch die Gewerkschaft der Reservisten der Spezial-Kräfte unterwandert haben. Diese hatte den Rücktritt der griechischen Regierung gefordert (hier). Aber auch bei der Polizei ist von starken Verflechtungen mit der rechtsradikalen Partei die Rede (mehr hier). Am Freitag sorgten Bilder von einem Polizisten für Aufsehen, der Mitglieder der Goldenen Morgenröte im Kampf ausbildet. Der Polizist wurde kurzfristig suspendiert und eine Untersuchung eingeleitet, so keeptalkinggreece.com.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..



DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Beziehungen der Türkei zu Griechenland und den USA verschlechtern sich rapide

Die türkische Regierung hat einen Militäreinsatz gegen mit den USA verbündete Milizen in Syrien angekündigt. Die Drohung ist ein...

DWN
Politik
Politik Wahlskandal bei Bundestagswahl in Berlin: Falsche Stimmzettel ausgegeben - Neuwahlen drohen

Chaos In Berlin: Politiker stellt Strafanzeige wegen Wahlbetrugs - Wahlwiederholung wahrscheinlich.

DWN
Unternehmen
Unternehmen 320.600 Techniker fehlen: Deutscher Fachkräftemangel erreicht neuen Höhepunkt

Vor allem in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (Mint) wächst die Nachfrage auf Rekordniveau. Mit der...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Deutschland
Deutschland Für den Notfall: Bundesregierung baut Reserve an Kohlekraftwerken aus

Gestern Klimakiller, heute Retter in der Not? Im Angesicht der Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas greift die Bundesregierung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Einzelhandel: Keine Erholung in Sicht

Der deutsche Einzelhandel leidet weiter unter der anhaltenden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.

DWN
Deutschland
Deutschland IfW-Vize fordert Rente mit 70: "Rentenversicherung läuft in ein Finanzierungsproblem"

Der Vorschlag des Vizepräsidenten des IfW Kiel, Stefan Kooths, wurde kontrovers diskutiert. Nun will er Missverständnisse aus dem Weg...

DWN
Deutschland
Deutschland Schluss mit lustig: Immobilienmarkt unter Druck

Mit Ende des Jahres erwartet die Immobilienbranche einen Rückgang der Immobilen-Preise.