Technologie

US-Studie: Nur F-15 und F-22 können gegen russische Sukhoi 35 bestehen

Nur die US-Kampfjets der Klassen F-15 und F-22 könnten in einer direkten Auseinandersetzung gegen den russischen Kampfjet Su-35 bestehen. Der F-35 Joint Strike Fighter wäre überfordert. Generell sind die US-Jets den Flugzeugen der russischen Luftwaffe aber überlegen, wie aus einer Studie hervorgeht.
05.09.2019 12:28
Aktualisiert: 05.09.2019 12:31
Lesezeit: 2 min
US-Studie: Nur F-15 und F-22 können gegen russische Sukhoi 35 bestehen
Ein Tarnkappenbomber Sukhoi-T50 (links) und eine Sukhoi-35 im Jahr 2011. (Foto: dpa) Foto: Sergei Ilnitsky

Trotz der westlichen Sanktionen investiert Russland massiv in seine militärischen Kapazitäten. Derzeit erfolgen insbesondere Anstrengungen, die Luftwaffe zu modernisieren. Als ein gutes Beispiel für dieses Bestreben ist die Einführung des Kampfjets Su-35 (NATO-Codename: Flanker-E) - eines Kampfjets der sogenannten fünften Generation - anzusehen.

Das US-Magazin The National Interest berichtet, dass nur die US-Kampfjets der Klassen F-15 und F-22 Chancen hätten, es erfolgreich mit der Su-35 aufzunehmen. Der hochgepriesene F-35 Joint Strike Fighter ist dem Magazin zufolge nicht imstande, es mit der Su-35 in einer direkten Konfrontation aufzunehmen. “Sowohl ihren flugtechnischen Eigenschaften als auch den Kampfeigenschaften nach ist die F-35 nicht in der Lage, mit dem serienmäßig gebauten bislang besten Sukhoi-Kampfjet fünfter Generation zu konkurrieren”, schreibt The National Interest.

Generell gilt aber, dass die amerikanischen Flugzeuge ihren russischen Pendants - außer eben der Sukhoi 35 - überlegen sind. Während sich der Lockheed Martin F-35 Joint Strike Fighter zum Stützpfeiler der taktischen Kampfjetflotte des Pentagons entwickeln soll, kann es sich nicht jede Nation auf der Erde leisten, einen teuren Jäger der fünften Generation zu fliegen.

Selbst Russland und China werden wahrscheinlich nicht versuchen, eine Kampfjetflotte der fünften Generation zu entwickeln. Stattdessen werden die Derivate des Jagdflugzeugs Sukhoi Su-27 auf absehbare Zeit den größten Teil ihrer taktischen Luftwaffen ausmachen.

Die Su-35 ist ein einsitziges, zweimotoriges, multifunktionales Kampfflugzeug, das vom russischen Produzenten Sukhoi entworfen und hergestellt wurde, so Airforce Technology. Ziel war es, die Überlegenheit in der Luft zu erlangen und Luft- und Bodenziele zu erfassen, wenn bei Tag und Nacht autonome Kampfhandlungen und Gruppenkampfhandlungen bei VFR- und IFR-Wetterbedingungen durchgeführt werden. Der Erstflug fand am 19. Februar 2008 statt. Am 14. Oktober 2010 gab Sukhoi die erste Produktion bekannt. 2009 schätzte Sukhoi, dass die Su-35 von 2010 bis 2020 mit einer Rate von 24 bis 30 Flugzeugen pro Jahr hergestellt werden würde.

Der wohl gefährlichste Gegner der Su-35 ist The National Interest zufolge der F22-Kampfjet. Während die Su-35 über eine Supra-Manövrierfähigkeit verfügt, kann der F22-Kampfjet mit seiner fortgeschrittenen Tarnkappentechnik brillieren. Es sei schwer zu sagen, wer bei möglichen Kampfhandlungen “gewinnen” würde. Als problematisch für den F22-Kampfjet stellt sich die Tatsache dar, dass die Su-35 über bodengestützte Tieffrequenz-Radare und bordgestützte optische Infrarot-Ortungssysteme verfügt. Allerdings ist der Aktionsradius der bordgestützten optische Infrarot-Ortungssysteme nicht sehr groß. Trotz dieses Schwäche der Su-35, müsse sich der F22-Kampfjet weit entfernt von der Su-35 aufhalten, um kein Risiko einzugehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...

DWN
Politik
Politik Innere Sicherheit: Innenministerkonferenz beschließt nicht mehr einstimmig
30.09.2026

Die Innenministerkonferenz verabschiedet sich vom Einstimmigkeitsprinzip, um zukünftig "Blockaden" zu verhindern. Künftig reichen 13...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Unternehmen, die in China tätig sind, stehen vor einer schwierigen Wahl
30.09.2026

Europäische Unternehmen mit Geschäften in China stehen vor einem Dilemma: gegen EU-Recht verstoßen oder gegen chinesisches Recht. Die...

DWN
Politik
Politik Vestager und Nobelpreisträger schlagen KI-Alarm: Kritisches Zeitfenster schließt sich Monat für Monat
30.09.2026

Europa läuft Gefahr, bei künstlicher Intelligenz dauerhaft von den USA und China abhängig zu werden. Margrethe Vestager, zwei...

DWN
Politik
Politik Teilzeitrepublik: Teilzeit boomt, Vollzeit schrumpft: Arbeiten die Deutschen zu wenig?
30.09.2026

Der Staat klagt über Personalmangel – hat aber selbst die höchste Teilzeitquote unter den Beschäftigten. Eine Studie schlägt nun die...

DWN
Politik
Politik Ende des Brexit? Britischer Premier schließt Wiedereintritt in EU nicht aus
30.09.2026

Der Brexit bleibt auch Jahre nach dem Austritt ein Dauerthema im Vereinigten Königreich. Mit seiner Haltung dazu sorgt der britische...

DWN
Politik
Politik Erster AfD-Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt? Siegmund stellt sich zur Wahl
30.09.2026

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund will sich nach seinem Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Dezember als Ministerpräsident...