Finanzen

Zehn Milliarden Euro: Deutschland übernimmt fast Großbritanniens gesamten EU-Beitrag

Der deutsche Beitrag zum EU-Haushalt wird sich aufgrund des Austritts Großbritanniens von 25 auf 35 Milliarden Euro erhöhen.
13.01.2020 12:00
Lesezeit: 1 min
Zehn Milliarden Euro: Deutschland übernimmt fast Großbritanniens gesamten EU-Beitrag
Bundeskanzlerin Merkel und der britische Premier Johnson. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Die Bundesregierung beharrt darauf, das Volumen des künftigen europäischen Gemeinschaftshaushalts auf 1,0 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung zu begrenzen. Nach dem EU-Austritt Großbritanniens werde die finanzielle Belastung für die sogenannten Nettozahler ohnehin schon signifikant steigen, sagte ein Diplomat am Montag nach Diskussionen über den künftigen EU-Finanzrahmen in Brüssel. Bereits die 1,0 Prozent des Bruttonationaleinkommens wären damit ein starkes Zeichen der Solidarität.

Schätzungen zufolge könnte bereits ein Festhalten an der 1,0-Prozent-Quote für Deutschland eine jährliche Mehrbelastung von rund zehn Milliarden Euro bedeuten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr steuerte Deutschland rund 25 Milliarden Euro zum EU-Haushalt bei. Die Briten hatten bisher jährlich 13 Milliarden Euro zum EU-Haushalt beigetragen, berichtet die dpa.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger will die Mitgliedstaaten eigentlich dazu bewegen, das Volumen des europäischen Gemeinschaftshaushalts von 2021 an auf 1,1 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU zu erhöhen. Nach Angaben von EU-Diplomaten lehnten am Montag neben Deutschland aber auch andere Nettozahler wie Dänemark, die Niederlande und Schweden eine Erhöhung der bisherigen 1,0-Prozent-Quote ab. Nach älteren Angaben Oettingers würde sein Vorschlag für Deutschland eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von elf bis zwölf Milliarden Euro pro Jahr bedeuten.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Job Rotation: Wie Unternehmen mit Mitarbeiter-Rotation die Monotonie besiegen
03.01.2026

Arbeitgeber werden permanent vor die Herausforderung gestellt, ihre Mitarbeiter zu halten. Denn: Viele wünschen sich Weiterentwicklung und...

DWN
Finanzen
Finanzen 4 Kriterien bei der Aktienauswahl: Eine erfolgreiche Strategie für nachhaltige Investments
03.01.2026

Viele Anleger verlieren sich bei der Aktienauswahl in Zahlen und Prognosen, ohne bessere Ergebnisse zu erzielen. Lässt sich der...

DWN
Panorama
Panorama Vorsätze der Deutschen: Mehr Zeit mit Familie und Freunden
03.01.2026

Zum Jahreswechsel lassen viele Menschen die vergangenen Monate Revue passieren – und fassen neue Vorsätze. Die meisten bleiben dabei den...

DWN
Panorama
Panorama Himmelsspektakel im neuen Jahr: Totale Sonnenfinsternis zieht im August über Europa
03.01.2026

Ein seltenes astronomisches Ereignis wirft seine Schatten voraus: Am 12. August 2026 verdunkelt der Mond weite Teile der Sonne und sorgt...

DWN
Technologie
Technologie KMU und die KI-Frage: Weitertrainieren, proprietär bleiben oder Open Source?
03.01.2026

Nach der Testphase wird es ernst für den Mittelstand. Wer generative KI dauerhaft wirtschaftlich und unabhängig betreiben will, muss...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street beginnt das Jahr 2026 mit einem verhaltenen Anstieg
02.01.2026

Der US-Aktienmarkt startete mit einem moderaten Anstieg in das Jahr 2026, doch blieben die Anleger nach einem starken Jahr vorsichtig und...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Welzhofer: Wie ein Familienunternehmen mit Wildvogelfutter erfolgreich ist
02.01.2026

Die Firma Welzhofer aus Schwaben beliefert ihre Kunden mit Futtermitteln für Wildvögel und hat sich damit erfolgreich in einer...

DWN
Politik
Politik „Deutschland muss mehr arbeiten“: Frühverrentung, Kündigungsschutz, Teilzeit - Union fordert Reformen
02.01.2026

Selten war die wirtschaftliche Lage in Deutschland derart düster. Wirtschaftsministerin Reiche fordert jetzt Reformen für den...