Politik

Krankenkassen starten Überwachungs-System für Pflegeheime

Lesezeit: 1 min
01.10.2019 13:34  Aktualisiert: 01.10.2019 13:37
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen wird ab kommendem Jahr ein neues Überwachungs-System einführen, mit dem die Qualität der rund 13.000 Pflegeeinrichtungen in Deutschland gemessen werden soll.
Krankenkassen starten Überwachungs-System für Pflegeheime
Foto: Christoph Schmidt

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen ab kommendem Jahr aussagekräftige Informationen über die Qualität der 13 000 Heime erhalten. Das soll bei der Auswahl einer Einrichtung helfen. Am Dienstag startete die Sammlung entsprechender Daten für eine neue Qualitätsprüfung, wie der Spitzenverband der gesetzliche Krankenkassen in Berlin mitteilte. Nach jahrelanger Kritik wird der alte Pflege-TÜV schrittweise abgelöst. Bisher erhielten die Heime vielfachfach Bestnoten, die kaum aussagekräftig waren.

Die Heime selbst sollen nun Daten liefern zu zehn Themen - etwa wie gut sie die Mobilität der Bewohner erhalten, wie selbstständig diese noch Körperpflege und anderes machen können oder wie oft Druckgeschwüre entstehen. Dies soll bei jedem Bewohner jedes halbe Jahr gemessen und an eine Datenstelle gemeldet werden. Alle 14 Monate sollen zudem Prüfer der gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Qualität der einzelnen Heime zu 24 Aspekten prüfen und dabei auch die Stimmigkeit der gesammelten Daten bewerten.

Die Ergebnisse sollen wie bisher im Internet veröffentlicht werden. Jeweils zu den einzelnen Bewertungspunkten soll damit gezeigt werden, wo ein Heim Qualitätsdefizite hat beziehungsweise wo es im Vergleich zum Durchschnitt liegt. Bis Ende 2020 sollen alle Heime nach dem neuen Verfahren geprüft sein.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Weiterentwicklung: Digitale bAV-Verwaltung für mehr „Human“ im HR

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik Polen schlägt zurück: EU soll "politische" Nominierung von Richtern in Deutschland prüfen

Im Streit über die Unabhängigkeit der Justiz schlägt Polens Justizminister zurück. Die EU solle die Nominierung führender Richter in...

DWN
Politik
Politik Polens Regierungschef: EU bald kein Bund freier, gleicher und souveräner Staaten mehr

Polens Ministerpräsident warnt in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten, dass die EU bald ein "zentral...

DWN
Panorama
Panorama Wachsende Krisenangst ist Omen, dass der große Crash wirklich kommt

Wenn große Teile der Bevölkerung eine Krise erwarten, dann ist dies ein echtes Warnsignal. Denn die Märkte werden von den Erwartungen...

DWN
Finanzen
Finanzen So schützen sich Hauskäufer vor dem Platzen der Immobilienblase

Die Wohnimmobilienpreise steigen derzeit so kräftig wie nie. Doch damit könnte bald Schluss sein. Experten mahnen zur Vorsicht beim...

DWN
Politik
Politik Steadfast Noon: Nato-Streitkräfte trainieren für Atomkrieg

Details zu der Atomkrieg-Übung der Nato «Steadfast Noon» sind streng geheim. Doch Flugbewegungen geben Hinweise darauf, wo in diesem...

DWN
Deutschland
Deutschland Energiewirtschaft begrüßt Ergebnisse der Ampel-Sondierung

Die deutsche Stromlobby sieht viel Positives in den Ergebnissen der Ampel-Sondierung. Die teuren CO2-Rechte machten den Kohleausstieg bis...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Chinas Wirtschaft wächst langsamer, Weltkonjunktur in Gefahr

Chinas Wirtschaft hat im Sommerquartal nur um 4,9 Prozent zugelegt, das ist das schwächste Wachstum seit einem Jahr.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Investor Enkraft fordert von RWE schnelleren Kohleausstieg

Der Investor Enkraft Capital hat den Energiekonzern RWE vor dem Hintergrund der Ampel-Verhandlungen zu mehr Tempo beim Kohleausstieg...