Finanzen

Schwab bietet als erster großer Broker Bruchstücke von Aktien an

Lesezeit: 1 min
21.10.2019 15:00
Junge Leute und andere Kunden, die über vergleichsweise geringe Einkommen verfügen, hatten bislang nur wenig Alternativen für ihre Anlagen. Der US-Online-Broker Schwab will das nun ändern, indem er den Handel mit Aktien-Teilen anbietet.
Schwab bietet als erster großer Broker Bruchstücke von Aktien an
Da der Aktienhandel ein hartes Geschäft ist, müssen sich die Anbieter immer neue Angebote überlegen (Foto: dpa).
Foto: Frank Rumpenhorst

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Das US-amerikanische Online-Broker-Haus plant ein neues Angebot, das sich überwiegend an junge Leute und andere Anleger richtet, die nur über verhältnismäßig wenig Vermögen verfügen: Der Händler wird als erster großer Anbieter Bruchstücke von Aktien in den Handel bringen, die bisher nur von kleineren Finanzhäusern angeboten wurden. Das teilte der Gründer und Chef des Unternehmens, Charles R. Schwab, der US-Zeitung Wall Street Journal mit.

Damit soll die Möglichkeiten für die Kunden erweitert werden, ihr Geld anzulegen. Gering vermögende Kunden verfügen grundsätzlich nur über nur wenig Alternativen für Investments. Für sie sind Aktien von namhaften größeren Unternehmen wie Amazon, die zu Kursen um 1.790 Dollar gehandelt werden, kaum erschwinglich.

Durch den Erwerb von Bruchstücken von Aktien wird diese Zielgruppe den Planungen zufolge in der Lage sein, ihr Portfolio zu diversifizieren. Damit können sie mit relativ geringen finanziellen Mitteln mehrere Teile von Aktien von unterschiedlichen Unternehmen aus verschiedenen Branchen kaufen, so die Idee von Schwab. Solche Bruchstücke treten in der Regel nach bestimmten Maßnahmen auf – beispielsweise nach einem Aktiensplit.

Dieses Angebot ist nicht neu: So hatten bereits in der Vergangenheit kleinere Händler wie M1 Finance, Folio Investing oder Motif Bruchstücke von Aktien angeboten. Schwab ist nun der erste große Online-Broker, der einen Schritt in diese Richtung geht.

Das Angebot von Aktienteilen war aber nicht die einzige Neuerung, mit welcher der US-Händler im Oktober auf sich aufmerksam gemacht hatte. So hatte Schwab vor Kurzem erklärt, das Unternehmen verzichte künftig auf Gebühren für Geschäfte mit Aktien, Indexfonds (ETF) und Optionen, die in Nordamerika gehandelt werden. Die Information hatte für eine spürbare Bewegung an den Börsen gesorgt. Mittlerweile notiert das Papier bei Werten zwischen 39 und 40 Dollar.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neuer Preisschock voraus? USA werfen ihre strategische Ölreserve auf den Markt

In insgesamt vier unterirdische Salzkavernen in der Golfküstenregion der Vereinigten Staaten lagern die strategischen Erdölreserven des...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kampf um Gasvorkommen im Mittelmeer

Aufgrund der Energiekrise werden die Gasvorkommen im Mittelmeer wieder interessanter für Staaten als auch Unternehmen. Aktuell werden die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zentrale Gefahren für die Fed und China

Es ist verführerisch, der US Federal Reserve ihre jüngste Kehrtwende im Kampf gegen die Inflation zugutezuhalten. Es ist gleichermaßen...

DWN
Politik
Politik Die Vorbereitung auf den langen Krieg

Zwar sind einige Beobachter vorsichtig optimistisch, dass die Ukraine den Krieg bis zum Frühjahr gewinnen könnte. Aber Putins jüngste...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die nächste Energiekrise kündigt sich schon an

Europa steht sicherlich vor einem kalten Winter. Doch die wahre Energiekrise wird erst im nächsten Jahr beginnen, wenn die Speicher leer...

DWN
Technologie
Technologie Wirtschaftlicher Abschwung droht: Deutschland verschläft neue Technologien

Während Digitalisierung in Skandinavien fester Bestandteil im Alltag ist, verschläft Deutschland laut Digitalisierungsexperte Heiko...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleger suchen Fluchtwege aus den crashenden Märkten

Aktien, Anleihen und viele andere Anlageklassen verzeichnen dieses Jahr massive Verluste. Doch es gibt auch starke Gewinner, die sich den...

DWN
Politik
Politik Wie der Rechtsruck in Europa unsere Demokratie bedroht

Europas Staaten rücken nach rechts – aus unterschiedlichen Gründen. Es eint der Gedanke, dass ein starker Mann oder eine starke Frau...