Unternehmen

Zerschlagene Hoffnung: Exporte bringen Elektro-Industrie nicht aus dem Tief

Die Hoffnung der Elektro-Industrie, dass steigende Exporte sie aus dem Tief holen könnten, hat sich zerschlagen.
22.10.2019 13:06
Aktualisiert: 22.10.2019 13:09
Lesezeit: 1 min
Zerschlagene Hoffnung: Exporte bringen Elektro-Industrie nicht aus dem Tief
Die Lampen gehen bei der Elektro-Industrie natürlich nicht aus - aber hell leuchten, das tun sie nicht mehr. (Foto: dpa). Foto: Jan-Peter Kasper

Schwere Zeiten für die deutsche Elektro-Industrie: Produktion und Auftragseingänge brechen zusehens ein. Auf einen Bereich hatte die Branche aber immer noch gehofft: Den Export. Doch auch der ist jetzt ins Straucheln gekommen. Zwar konnten die Unternehmen im Gesamtzeitraum von Januar bis August dieses Jahres ihre Ausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent erhöhen. Aber im August kamen sie nicht über das Vorjahres-Niveau hinaus. Die Entwicklung „schwächt sich jetzt auch hier fühlbar ab“, kommentierte der Chef-Volkswirt des Branchen-Verbands, Andreas Gontermann.

Im August war wieder China größter Abnehmer mit einem Volumen von 1,8 Milliarden Euro. „Mit einem Plus von weniger als einem Prozent fiel der Zuwachs aber sehr klein aus“, so Gontermann. Positiv entwickelten sich die Ausfuhren ins zweitgrößte Abnehmerland USA (plus 5,3 Prozent), in die Nummer drei, Frankreich (plus 2,1 Prozent), sowie die Nummer vier, Polen (plus 6,4 Prozent). Die Ausfuhren in die weiteren Abnehmerländer, die zu den top zehn gehören, entwickelten sich negativ: Niederlande minus 0,4 Prozent, Tschechien minus 6,2 Prozent, Großbritannien minus 4,6 Prozent, Österreich minus 1,8 Prozent, Italien minus 3,0 Prozent und die Schweiz minus 3,9 Prozent.

Die Gesamt-Umsätze der Branche gingen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9 Prozent auf 15,4 Milliarden zurück.

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...

DWN
Politik
Politik Bahn, Kredite, Weihnachtsmarkt – was sich im November ändert
01.11.2026

Für Familien wird eine ICE-Fahrt mit der Bahn zum Pauschalpreis dauerhaft angeboten. Was sich im neuen Monat außerdem bei kleinen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Halten Sie in Europa Ausschau nach Finanz-, Infrastruktur- und Industrietiteln
01.11.2026

Der Gewinner der letzten Monate ist nicht die Technologiebranche, sondern das Gesundheitswesen. US-Gesundheitsaktien haben den S&P 500 in...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt juckt es mich beim Anthropics-IPO in den Fingern
01.11.2026

Als ich vor einem Monat darüber schrieb, warum ich derzeit nicht in Anthropic investieren möchte, waren meine wichtigsten Argumente der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen US-Logistikkonzern C.H. Robinson verblüfft mit KI-gestütztem Gewinnsprung: So ist das gelungen!
01.11.2026

28 Prozent weniger Mitarbeiter, über 60 Prozent mehr Produktivität und Frachtangebote in nur 31 Sekunden: Der US-Logistikkonzern C.H....

DWN
Technologie
Technologie Millionen Hackerangriffe wegen PHP-Sicherheitslücke: Wie sicher sind Websites noch und was ist zu tun?
01.11.2026

Millionen Hackerangriffe innerhalb weniger Stunden, abgeschaltete Regierungswebsites und eine PHP-Sicherheitslücke, die seit mehr als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quantum-Systems-Chef in Litauen: Drohnen kann man nicht im Lager anhäufen, Bedrohungen verändern sich
01.11.2026

Quantum Systems baut seine Präsenz in Litauen aus und wird dort die Bundeswehr-Brigade unterstützen. Produktionspläne hängen jedoch von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreise auf Rekordhoch: Warum das Kupfermetall knapp wird
01.11.2026

Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Nach Bewertung der IEA...