Deutschland

Massiver Einschnitt: Sparda Bank schließt Hälfte ihrer Filialen

Die Sparda Bank wird in den kommenden Jahren mehr als die Hälfte ihrer Filialen schließen.
05.11.2019 12:00
Lesezeit: 1 min
Massiver Einschnitt: Sparda Bank schließt Hälfte ihrer Filialen
Logo der Sparda-Bank (Foto: dpa) Foto: Tobias Hase

Die massiven Verluste der Sparda-Bank, auch hervorgerufen durch die von der EZB verhängten Negativzinsen, haben Konsequenzen für Kunden und Mitarbeiter. Die Genossenschaftsbank mit Sitz in Düsseldorf und Münster sieht sich zu einem radikalen Schließungsprogramm gezwungen.

In den kommenden drei Jahren wird die Sparda-Bank 43 ihrer heute insgesamt noch 82 Filialen schließen, berichten die Ruhr Nachrichten. Betroffen ist das Münsterland mit den Filial-Standorten Münster Zentrum Nord (Schließung Juni 2020), Münster Hauptbahnhof (Dezember 2022), Gronau und Coesfeld.

Diese Filialschließungen haben Auswirkungen auf etwa jeden vierten der insgesamt gut 1.000 Mitarbeiter. Unbestätigten Berichten zufolge könnten 187 Mitarbeiter infolge von Filialschließungen ihren Job verlieren und weitere 70 Mitarbeiter in den Zentralabteilungen in Düsseldorf und Münster.

Man wolle möglichst von betriebsbedingten Kündigungen absehen und den Stellenabbau sozialverträglich gestalten, hieß es bei der Sparda-Bank. Darüber hinaus sollen die Kontoführungsgebühren für das Sparda-Giro Online und das Sparda-Giro Flex ab April kommenden Jahres erhöht werden.

Zum Geschäftsgebiet der Sparda-Bank West gehören Nordrhein-Westfalen und Teile Niedersachsens bis hin zu den Nordseeinseln. Das Unternehmen begründet die erheblichen Filialschließungen vor allem mit der verstärkten Nutzung von Online-Banking.

Im operativen Geschäft inklusive der zuletzt aus dem Ruder laufenden Zinsabsicherungsgeschäfte plant die Bank unbestätigten Berichten zufolge bis zum Jahr 2023 mit jährlichen Verlusten in Höhe von 10 Millionen Euro, im Jahr 2022 sogar mit einem Verlust von 20 Millionen Euro.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Chef Huang auf dem WEF in Davos: Hier könnte Europa an den USA vorbeiziehen – „einmalige Chance“
21.01.2026

Europas starke industrielle Basis verschafft dem Kontinent eine einmalige Chance, die Vorteile der Künstlichen Intelligenz (KI) gezielt zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zolldeal mit USA auf Eis: EU-Parlament reagiert auf Trump
21.01.2026

Der EU-Zolldeal gerät plötzlich ins Wanken: Das Europäische Parlament stoppt zentrale Arbeiten, nachdem neue Drohungen aus Washington...

DWN
Finanzen
Finanzen Intel-Aktienkurs springt an: Jetzt zählen die Intel-Zahlen
21.01.2026

Nach einer starken Rally erreichen die Intel-Aktien den höchsten Stand seit Jahren. Doch vor den anstehenden Quartalszahlen wächst die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BDI warnt: Deutsche Industrie zwischen Stillstand und Hoffnungsschimmer
21.01.2026

Deutschlands Industrie ringt um den Ausweg aus einer zähen Krise, während neue US-Zölle drohen und die Stimmung fragil bleibt. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Weltwirtschaftsforum Davos: JP Morgan-Chef Dimon weicht Fragen zu Trumps Außenpolitik aus
21.01.2026

JP Morgan-Chef Jamie Dimon sagt, die USA hätten recht, Europa unter Druck zu setzen, seine Verteidigungsfähigkeit auszubauen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Boris Vujčić wird EZB-Vizepräsident: Ein neuer Akteur in der Führungsebene
21.01.2026

Die Europäische Zentralbank steht vor einer Phase tiefgreifender personeller und strategischer Weichenstellungen. Welche Bedeutung kommt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mercosur-Abkommen gestoppt: Europaparlament bringt Mercosur-Deal vor Gerichtshof
21.01.2026

Am Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten gibt es viel Kritik. Das Europäische Parlament lässt den Deal jetzt vom obersten...

DWN
Politik
Politik Kommt die Zuckersteuer? Leopoldina: Deutschland würde von Zuckersteuer profitieren
21.01.2026

Andere Länder haben mit einer Zuckersteuer bereits gute Erfahrungen gemacht. Experten der Akademie der Wissenschaften ermuntern zur...