Politik

Explosion in Russland: Wissenschaftler arbeiteten offenbar an Geheimwaffe

Bei einer großen Explosion in Russland vor drei Monaten wurden fünf Wissenschaftler getötet. Sie sollen an einer Geheimwaffe gearbeitet haben, dessen Existenz der russische Präsident Wladimir Putin nun zugibt.
25.11.2019 15:00
Lesezeit: 1 min
Explosion in Russland: Wissenschaftler arbeiteten offenbar an Geheimwaffe
Die Explosion beim Test eines Raketenmotors in Archalansk. (Grafik: Screenshot)

Drei Monate nach einer großen und immer noch etwas mysteriösen Raketenexplosion im hohen Norden Russlands (Archangelsk) bestätigte Russlands Präsident Wladimir Putin am vergangenen Donnerstag indirekt, dass es sich dabei um einen Unfall bei einem Test einer geheim entwickelten Waffen handelte.

Das russische Militär habe eine Waffe entwickelt, die “weltweit ihresgleichen sucht”, sagte Putin. “Die Tatsache, solche einzigartigen Technologien zu besitzen, ist heute die wichtigste verlässliche Garantie für den Frieden auf dem Planeten”, zitiert Interfax den Präsidenten. Diese Worte fielen während einer Zeremonie im Kreml, bei der die aufgrund des Vorfalls verstorbenen Angestellten der russischen staatlichen Nukleargesellschaft Rosatom posthum mit dem Orden des Mutes ausgezeichnet wurden.

Am 8. August 2019 wurden fünf Angestellte des russischen Atomkonzerns Rosatom beim Test eines Nuklearraketenantriebssystems am Teststandort Nyonoska im Weißen Meer in die Luft gesprengt. Die Explosion verursachte einen kurzen Strahlungsanstieg in der nahe gelegenen Stadt Sewerodwinsk, welcher die Normalwerte um das 16-Fache übertraf. US-Geheimdienstquellen zufolge soll die Explosion während eines Versuchs, eine verlorene Rakete aus einem früheren Test zu bergen, stattgefunden haben, berichtet Newsweek.

Die Explosion warf Bedenken auf, wonach ein Prototyp einer Waffe, die von Russland Burevestnik und von der Nato Skyfall genannt wird, vom Kreml entwickelt wird. Zudem gab es Bedenken über die Ausbreitung der Radioaktivität auf die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen sowie Schweden, Dänemark und Finnland.

Die bei dem Vorfall Getöteten waren Vyasheslav Yanovsky (71), einer der führenden Atomwissenschaftler Russlands, Vyacheslav Lipshev (40), Direktor eines geheimen Forschungsinstituts, Evgeny Korotaev (50), ein führender Elektronikingenieur, Alexey Vyushin (43), der ein Hochenergie-Photonenspektrometer entwickelt hatte, und Sergey Pichugin (45), der als Testingenieur tätig war.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Renditen von US-Staatsanleihen belasten die Wall Street
07.10.2026

Steigende Renditen und neue Zinsängste bringen die US-Märkte ins Wanken – erfahren Sie, welche Schwergewichte es besonders hart trifft.

DWN
Finanzen
Finanzen Beitragsbemessungsgrenzen 2027: Millionen Bürger müssen mehr vom Lohn abgeben
07.10.2026

Für Gutverdiener steigen kommendes Jahr die maßgeblichen Beitragsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung. Besonders deutlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Fiskalischer Spitzenreiter: Wie Deutschland seinen Bürgern am meisten abknöpft
07.10.2026

Eine Analyse zur Steuerbelastung in Europa zeigt für das Jahr 2026 eine bittere Wahrheit für deutsche Steuerzahler: Die Bundesrepublik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wang Fengying von XPeng im Porträt: Eine Chinesin mit amerikanischer Erfolgsgeschichte
07.10.2026

Wang Fengying gehört zu den einflussreichsten Managerinnen der chinesischen Autoindustrie. Bei Great Wall Motor prägte sie Vertrieb,...

DWN
Immobilien
Immobilien Superreiche fliehen aus London: Luxusimmobilien stürzen ab
07.10.2026

Londons Luxusimmobilien verlieren dramatisch an Wert, in manchen Nobelvierteln beträgt das Minus mehr als 25 Prozent. Während die...

DWN
Politik
Politik Nach Landtagswahlen: Mehrheit hält Merz' Kanzlerschaft für gescheitert
07.10.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz kommt aus dem Umfragetief nicht heraus, die Mehrheit der Deutschen sieht keine Zukunft für ihn als Kanzler....

DWN
Politik
Politik Festanstellung adé: Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant
07.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...