Unternehmen

Anzahl von Insolvenzen im Segment des gehobenen Mittelstands verdoppelt sich

Im dritten Quartal hat sich die Anzahl von Insolvenzen bei mittelgroßen Unternehmen in Deutschland verdoppelt.
25.11.2019 12:11
Aktualisiert: 25.11.2019 12:11
Lesezeit: 1 min
Anzahl von Insolvenzen im Segment des gehobenen Mittelstands verdoppelt sich
Die Anzahl der Insolvenzanträge in Deutschland steigt. (Foto: dpa) Foto: Alexander Heinl

Im dritten Quartal des laufenden Jahres haben einem Bericht des Magazins Finance zufolge 33 Unternehmen mit einem Umsatz von jeweils über 20 Millionen Euro einen Insolvenzantrag gestellt. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Anzahl der Insolvenzanträge somit verdoppelt.

Finance schreibt: “Noch beschränkt sich die Insolvenzwelle auf die kleineren Unternehmen des gehobenen Mittelstands. Sowohl bei Unternehmen mit Umsätzen über 100 Millionen Euro als auch bei jenen mit Erlösen von 50 bis 100 Millionen Euro bewegten sich die Insolvenzzahlen im Rahmen der Vorquartale. Viele Einschläge gab es hingegen bei Unternehmen mit 20 bis 50 Millionen Euro Umsatz. Hier verdoppelte sich die Insolvenzzahl gegenüber dem zweiten Quartal von 10 auf 21.”

Auch die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sind von Insolvenzanträgen betroffen. Zwischen Januar und Oktober 2019 meldeten 114 landwirtschaftliche Unternehmen Zahlungsunfähigkeit an, wie die Wirtschaftsauskunftei Crif Bürgel mitteilt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten sich noch 92 Betriebe insolvent gemeldet. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 260.000 landwirtschaftliche Betriebe, wie der Deutsche Bauernverband mit Stand 2017 schreibt - die Anzahl der Insolvenzen in diesem Bereich steigt demnach auf sehr geringem Niveau.

Laut Deutschem Bauernverband hat sich die deutsche Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Es gebe einen Strukturwandel hin zu weniger, aber größeren Unternehmen. Die Zahl der Betriebe habe zwischen 2007 und 2017 um 51 800 auf 269 800 abgenommen. "Ein wesentlicher Taktgeber für den Strukturwandel" sei dabei der "Generationswandel in der vornehmlich durch Familienbetriebe gekennzeichneten Landwirtschaft", schreibt der Bauernverband.

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