Technologie

Flixbus stellt einzige Strecke mit E-Fernbus ein

Flixbus stellt nach rund einem Jahr den Betrieb mit Elektrobussen ein. Das Elektrobusse nicht wettbewerbsfähig sind, hatte sich zuvor schon in Berlin gezeigt.
04.12.2019 15:57
Aktualisiert: 04.12.2019 15:57
Lesezeit: 1 min

Flixbus stellt seine deutschlandweit einzige Verbindung mit einem Elektro-Fernbus ein. Bei dem Pilotprojekt zwischen Mannheim und Frankfurt mit dem Fahrzeug eines chinesischen Herstellers habe es wiederholt technische Probleme gegeben, teilte der Fernbusanbieter am Mittwoch mit. Da dieser keine lokale technische Betreuung habe, seien immer wieder Fahrten ausgefallen. Zuvor hatte der "Mannheimer Morgen" darüber berichtet.

Flixbus denke über alternative Verbindungen für Elektro-Fernbusse in Deutschland nach, sagte der Sprecher weiter. Jedoch fehlten hierzulande geeignete Hersteller. Ein E-Fernbus müsse mit einer Batterieladung am besten 300 bis 400 Kilometer zurücklegen können. "Die Ladezeiten sind sonst zu lang im Betrieb." Aktuell fokussiere man sich bei alternativen Antrieben auf Brennstoffzellen- oder Biogasbusse, die ab 2020 bzw. 2021 zum Einsatz kommen könnten.

Das der Betrieb von Buslinien mit Elektrobussen nicht funktioniert, hatte sich zuvor schon in Berlin gezeigt, wo die eingesetzten Stromer aufgrund ihrer niedrigen Reichweite und ihrer langen Ladezeiten zu einem absurden Mehraufwand führten.

Die Bundesregierung hatte 2013 den Fernbusmarkt liberalisiert - unter anderem, um für mehr Konkurrenz bei der Deutschen Bahn zu sorgen. Zahlreiche Anbieter waren an den Start gegangen, inzwischen dominiert Flixbus den Markt hierzulande und ist auch international expandiert. Das Unternehmen mit Sitz in München ist zudem unter der Marke Flixtrain im Schienen-Fernverkehr aktiv. Flixbus verbindet eigenen Angaben zufolge mehr als 2000 Ziele in 30 Ländern.

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