Politik

Russland, China und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab

Im Golf von Oman wird vom 27. bis zum 30. Dezember 2019 eine gemeinsame Übung zwischen Russland, China und dem Iran stattfinden.
27.12.2019 15:00
Lesezeit: 1 min
Russland, China und Iran halten gemeinsames Marine-Manöver ab
Chinas Präsident Jinping und sein russischer Amtskollege Putin. (Foto: dpa) Foto: Alexander Zemlianichenko

Nach einer Erklärung des chinesischen Verteidigungsministeriums werden Russland, China und der Iran an diesem Freitag eine gemeinsame Marineübung im Golf von Oman beginnen. Die Übung findet vom 27. bis 30. Dezember. Sie zielt darauf ab, “den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Marinen der drei Länder zu vertiefen und den guten Willen und die Fähigkeit der drei Seiten zu demonstrieren, um den Weltfrieden und die maritime Sicherheit gemeinsam zu gewährleisten. Die Übung steht im Einklang mit den einschlägigen internationalen Gesetzen und Gepflogenheiten und steht in keinem Zusammenhang mit der regionalen Situation”, heißt es in der Erklärung. An der Übung soll auch ein chinesischer Lenkwaffenzerstörer teilnehmen. Zuvor hatte China seinen ersten selbstgebauten Flugzeugträger (“Shandong”) in Dienst gestellt.

Damit besitzt China zwei einsatzfähige Flugzeugträger. Der erste namens “Liaoning” ist ein modernisierter ehemaliger sowjetischer Flugzeugträger, den China aus der Ukraine gekauft, umgebaut und 2012 in Dienst gestellt hatte. Die Indienststellung des zweiten Flugzeugträgers war eigentlich im April erwartet worden, hatte sich laut Presseberichten aber wegen technischer Probleme verzögert. Er wurde ebenfalls nach einer chinesischen Provinz “Shandong” getauft und war im Mai 2018 erstmals in See gestochen. “Peking hat Sanya (für die Indienststellung) ausgesucht, weil die Militärführung die geostrategische Bedeutung der Basis des zweiten Flugzeugträgers hervorheben wollte”, sagte der Pekinger Marineexperte Li Jie der Hongkonger Zeitung South China Morning Post.

Zudem soll von Ende Dezember bis Mitte Januar 2020 in Daressalam eine gemeinsame militärische Übung zwischen China und Tansania stattfinden. Mit dem Codenamen "Sincere Partner 2019" soll die praktische Zusammenarbeit zwischen chinesischen und tansanischen Streitkräften weiter verbessert werden, um eine neue Art der Sicherheitspartnerschaft aufzubauen und gegenseitiges Vertrauen im Rahmen einer “Win-Win-Zusammenarbeit” zu schaffen, so das chinesische Verteidigungsministerium.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger US-Diplomat: Trumps Regierung wird von persönlichen Interessen angetrieben
03.11.2026

Der frühere US-Diplomat George Kent erwartet auch nach den Zwischenwahlen keinen Kurswechsel von Donald Trump. Er wirft der Regierung vor,...

DWN
Technologie
Technologie Energiefresser Rechenzentren: KI-Boom lässt Strombedarf drastisch steigen
03.11.2026

Schon 2026 verbrauchen deutsche Rechenzentren so viel Strom wie rund 6,5 Millionen Haushalte. Bis 2035 könnte der Bedarf nochmals stark...

DWN
Finanzen
Finanzen Soll ich mein Geld in ein Auto ohne Fahrer stecken?
03.11.2026

Die Uber-Aktie ist in diesem Jahr deutlich gefallen. Das Unternehmen läuft operativ gut, doch seine Zukunft wird davon abhängen, wie es...

DWN
Politik
Politik Stromumlage ab 2031: Damit sollen neue Gaskraftwerke finanziert werden
03.11.2026

Elf Kraftwerksprojekte erhalten Geld dafür, Strom für Dunkelflauten bereitzuhalten. Die Kosten sollen auf alle Stromverbraucher umgelegt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Autozulieferer Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und Tausende...

DWN
Politik
Politik Die Amerikaner haben uns bislang erfolgreich gespalten
03.11.2026

Russland gilt seit Jahren als Meister der Einflussnahme auf Europa. Doch inzwischen richtet sich der Blick zunehmend auf Washington. Auch...