Politik

Chef der Münchener Sicherheitskonferenz lobt Putins Nahost-Politik

Der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat erstmals Wladimir Putins Nahost-Politik gelobt. Im selben Zug kritisierte er US-Präsident Donald Trump.
13.01.2020 12:06
Lesezeit: 1 min

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die effektiven Methoden der russischen Führung zur Lösung der Krise im Nahen Osten gelobt.

Ischinger sagte dem ZDF: “Sie brauchen, um in der Region Einfluss zu haben, politische Überzeugungskraft, Sie brauchen kluge Diplomatie und Sie brauchen notfalls auch Unterfütterung durch militärische Mittel - das ist die Methode, mit der (Russlands Präsident Wladimir) Putin in Syrien, in Libyen und natürlich auch in der Iran-Frage seinen Einfluss sichert - weil alle wissen, er könnte auch anders.”

Unterdessen kritisierte Ischinger den US-Präsidenten Donald Trump, der einen Tweet zur Unterstützung der Demonstranten im Iran veröffentlicht hatte.

Den richtigen Umgang mit den Demonstranten im Iran bezeichnete Ischinger als eine der “schwersten Gratwanderungen”. Neben Zurückhaltung und Vorsicht müsse man der iranischen Bevölkerung auch zeigen, dass der Protest in der Welt gesehen werde.

In Irans Hauptstadt Teheran weiten sich die regierungskritischen Proteste nach dem Abschuss einer ukrainischen Passagiermaschine durch den Iran aus. Bis zu 3.000 Menschen demonstrierten am Sonntag laut der Nachrichtenagentur ILNA in der Hauptstadt. Im Verlauf der Proteste wurde der britische Botschafter im Iran kurzzeitig inhaftiert, weil ihm vorgeworfen wurde, die Demonstranten zu “radikalen Aktionen” anzustiften.

Teheran hat mittlerweile zugegeben, das ukrainische Flugzeug versehentlich im Verlauf der Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Irak abgeschossen zu haben. Zuvor hatten die USA den iranischen Kommandeur Qassem Soleimani und den irakischen Milizen-Kommandeur Abu Mahdi al-Muhandis mit einer Drohne getötet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Panorama
Panorama Immer mehr Deutsche ziehen nach Polen: Das steckt hinter dem Trend
07.11.2026

Deutsche kommen längst nicht mehr nur nach Polen, um ihr Auto zu betanken oder deutlich günstiger im Supermarkt einzukaufen. Sie kommen...

DWN
Finanzen
Finanzen Poker um EZB-Spitze: Wer folgt auf Christine Lagarde?
07.11.2026

Die Eurostaaten suchen nach einem neuen Präsidenten für die Europäische Zentralbank. Schon in wenigen Tagen könnte über die Nachfolge...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Mittelstand hofft auf Aufschwung – doch beim Personal bleibt die Bremse angezogen
07.11.2026

Deutschlands Mittelstand gewinnt wieder Zuversicht: Das Geschäftsklima hat sich im Oktober zum sechsten Mal hintereinander verbessert....

DWN
Technologie
Technologie Dacia Duster im Test: Wenn die Reichweite an der Grenze zur Unwahrscheinlichkeit liegt
07.11.2026

1.410 Kilometer Reichweite, Allradantrieb und drei Antriebstechnologien in einem Auto: Der Dacia Duster Hybrid 4x4 verspricht erstaunlich...

DWN
Politik
Politik Schweden bestätigt Taurus-Lieferung: Marschflugkörper erreicht mehr als 500 Kilometer
07.11.2026

Schweden hat erstmals bestätigt, bereits Taurus-Marschflugkörper erhalten zu haben. Die Waffe kann Ziele in mehr als 500 Kilometern...

DWN
Finanzen
Finanzen 26 Prozent an einem Tag: Warum Duolingo plötzlich an meinen Chipaktien vorbeizieht
07.11.2026

Für meine Chipaktien war es ein schlechter Börsentag: Nvidia, Micron und Iren gerieten deutlich unter Druck. Ganz anders Duolingo. Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Polestar 5 im Test: Angriff auf Porsche und Audi – mehr Luxus für weniger Geld?
07.11.2026

Mit dem Polestar 5 wollen die Schweden Porsche und Audi im Luxussegment angreifen. Bis zu 884 PS, 678 Kilometer Reichweite und elektrisch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wertvollste Marken 2026: Apple ist auf Platz eins, Tesla hat am meisten verloren
07.11.2026

Welche Unternehmen führen das Ranking der wertvollsten Marken 2026 an, welche gewinnen besonders stark und welche verlieren an Bedeutung?...