Technologie

US-Verkehrsbehörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

Aufgrund mehrerer Unfälle, die offenbar durch ein Autopilot-System ausgelöst wurden, hat die US-Verkehrsbehörde eine Untersuchung gegen den Elektroautobauer Tesla eingeleitet.
17.01.2020 17:10
Lesezeit: 1 min
US-Verkehrsbehörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein
Das Logo des Elektroautobauers Tesla. (Foto: dpa) Foto: Christophe Gateau

Nach Berichten über die plötzliche ungewollte Beschleunigung von Tesla-Fahrzeugen leitet die US Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), die die zivile US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit ist, eine Untersuchung ein. Betroffen sind insgesamt 500.000 Fahrzeuge der Tesla-Modelle Model S, Model X und Model 3, wie die Behörde erklärte. In einer Petition war die NHTSA zuvor aufgefordert worden, tätig zu werden. Der Antragsteller verwies darauf, dass wegen der plötzlichen Beschleunigung von Tesla-Fahrzeugen 127 Verbraucherbeschwerden bei der Behörde eingereicht worden seien. Demnach habe es deswegen 110 Unfälle mit 52 Verletzten gegeben. Viele der betroffenen Verbraucher berichteten, dass ihr Fahrzeug plötzlich beschleunigt habe, während sie parken wollten, meldet Reuters.

Die NHTSA untersucht drei Unfälle im Dezember mit Tesla-Fahrzeugen, bei denen drei Menschen getötet wurden. “Die Crash-Spezialeinheit der Agentur schickte Teams nach Gardena, Kalifornien, und in die Nähe von Terre Haute, Indiana, um zwei tödliche Unfälle zu untersuchen. Ein weiterer Absturz in Connecticut wird ebenfalls untersucht”, so die Seattle Times.

Die Behörden versuchen festzustellen, ob die Fahrzeuge mit dem Autopiloten betrieben wurden. Tesla hat wiederholt erklärt, dass sein Autopilot-System nur dazu gedacht ist, den Fahrern zu helfen. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass Teslas unter Einsatz des Autopiloten sicherer sind als Fahrzeuge ohne Autopiloten, warnt jedoch davor, dass das System nicht alle Unfälle verhindert.

Das NHTSA-Crash-Programm hat 23 Unfälle untersucht, bei denen nach Ansicht der Agentur Fahrzeuge mit einem teilautomatisierten Fahrerassistenzsystem gefahren wurden. Vierzehn dieser Fälle betrafen Tesla-Modelle. Das Team untersucht mehr als 100 Unfälle pro Jahr.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Bremer Immobilienmarkt unter Druck: Strategien für Käufer und Verkäufer im aktuellen Zinsumfeld

Der Immobilienmarkt in Bremen befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Nach Jahren des kontinuierlichen Preisanstiegs...

DWN
Finanzen
Finanzen Siemens-Aktie profitiert: Rekord bei den Aufträgen
06.08.2026

Der Auftragseingang erreicht einen Rekordwert. Auch bei der geplanten Trennung von der Healthineers-Mehrheit kommen die Münchner voran....

DWN
Politik
Politik EU-Haushalt 2028–2034: Deutschland soll Europas Rechnung bezahlen
06.08.2026

Zwei Billionen Euro, neue Schulden und ein Machtkampf zwischen Berlin und Paris: Die Verhandlungen über den EU-Haushalt 2028–2034 drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie verliert Rückenwind nach F126-Aus
06.08.2026

Das Aus für das milliardenschwere F126-Projekt zwingt Rheinmetall zu einer Korrektur der Umsatzprognose. Trotz der niedrigeren Erwartungen...

DWN
Finanzen
Finanzen ING Deutschland: Kreditkarte kommt zum Weihnachtsgeschäft
06.08.2026

Die ING will noch vor Weihnachten eine eigene Kreditkarte auf den Markt bringen. Was Kundinnen und Kunden außerdem beim Girokonto...

DWN
Finanzen
Finanzen Bankenkrise Europa: Krieg wird zur größten Gefahr für das Finanzsystem
06.08.2026

Europas größte Banken halten militärische Konflikte inzwischen für die gefährlichste Bedrohung ihrer Bilanzen. Eine neue Untersuchung...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street schließt uneinheitlich – Disney-Zahlen überzeugen, KI-Rallye verliert an Schwung
05.08.2026

Erfahren Sie, welche unerwarteten Entwicklungen die Wall Street am Mittwoch bewegten und wo sich jetzt die größten Verschiebungen auf dem...

DWN
Politik
Politik Deutsche Bildungsmisere: Warum der Nachwuchs zum Standortrisiko wird
05.08.2026

Seit Jahren gibt es einen regelrechten Sturzflug bei den Lernleistungen an den Schulen. Inzwischen erreichen mehr als ein Drittel der...

DWN
Politik
Politik Russisches Uran: Moskau hält Amerikas Atomkraft in der Hand
05.08.2026

Amerikas Kernkraftwerke laufen weiterhin mit russischem Uran, während Washington den Ausstieg bis 2028 erzwingen will. Kann ein...