Deutschland

Autoflaute immer stärker: Continental schickt 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Die Flaute in der Autoindustrie bedrückt die Autozulieferer immer mehr: Jetzt hat Continental angekündigt, im hessischen Werk in Korbach 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken.
23.01.2020 10:31
Aktualisiert: 23.01.2020 10:31
Lesezeit: 1 min
Autoflaute immer stärker: Continental schickt 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit
Continental schickt 300 Mitarbeiter in Kurzarbeit (Foto: dpa). Foto: Andreas Arnold

Der Zulieferer Continental reagiert auch im hessischen Werk Korbach auf die Flaute in der Autoindustrie. Mehr als 300 Mitarbeiter seien an dem Standort derzeit in Kurzarbeit, berichtete die "Wirtschaftswoche". Das Unternehmen bestätigte die Maßnahme, wollte die genaue Mitarbeiterzahl aber nicht kommentieren.

In Korbach sei die Schlauchproduktion von Kurzarbeit betroffen, sagte eine Sprecherin. Man nutze das Instrument, um auf die jeweilige "wirtschaftliche Situation zu reagieren". Im Dezember seien zudem rund 400 Beschäftigte an den Standorten der Industriesparte Contitech in Eislingen (Baden-Württemberg) sowie in den niedersächsischen Werken Vinnhorst, Dannenberg und Northeim in Kurzarbeit gewesen. Das Unternehmen erhebt die Zahlen monatlich.

Continental hatte im Herbst einen tiefgreifenden Konzernumbau verkündet. Im Zuge dessen werden mehrere Werke umstrukturiert, etwa das Werk im südhessischen Babenhausen, wo sich der Konzern bis 2025 aus der Serienproduktion mit Anzeige- und Bedienelementen zurückzieht. Auch das Conti-Werk im bayerischen Roding ist betroffen.

Continental soll angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig weniger Hydraulik und Technik für Verbrennungsmotoren anbieten. Stattdessen will sich der Zulieferer unter anderem auf Elektronik, Sensorik und automatisiertes Fahren konzentrieren. Weltweit könnten laut Conti bis 2023 rund 15 000 Jobs von "Veränderungen" betroffen sein, davon 5000 in Deutschland. Insgesamt hat der Dax-Konzern weltweit rund 240 000 Mitarbeiter. Das Unternehmen will den Umbau über Umschulungen und die Nicht-Nachbesetzung von Stellen abfedern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der wachsende Trend zu digitalen Zusatzeinkommen im deutschen Mittelstand

Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Lebenshaltungskosten verändern das Verhältnis vieler Beschäftigter und Selbstständiger zu...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Krise im Rathaus: Wegner immer mehr in der Defensive
09.07.2026

Rund zwei Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) massiv unter Druck. Nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen SAP-Aktie: EU-Kartellverfahren beendet - SAP entgeht Millionenstrafe durch Zusagen
09.07.2026

Der Softwarekonzern SAP hat eine drohende EU-Wettbewerbsstrafe in letzter Sekunde abgewendet. Nach Vorwürfen der EU-Kommission, der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW-Aktie: Showdown in Wolfsburg - Bundesweite Proteste gegen VW-Sparpläne
09.07.2026

Mit einem bundesweiten Aktionstag stemmt sich die IG Metall gegen drohende Werksschließungen und massiven Jobabbau bei Volkswagen....

DWN
Politik
Politik Karlsruhe lehnt Eilanträge ab: Opposition scheitert mit Klagen gegen Kassen-Spargesetz
09.07.2026

Das Bundesverfassungsgericht hat die Eilanträge zweier Oppositionsabgeordneter gegen das umstrittene Gesundheits-Sparpaket abgewiesen....

DWN
Politik
Politik Überraschende Wende: EU-Parlament ebnet Weg für Chatkontrolle
09.07.2026

Das EU-Parlament hat trotz massiver Kritik den Weg frei gemacht, private Chats befristet auf Kindesmissbrauch zu scannen. In einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Exporte trotzen Iran-Krieg: Deutschland überrascht die Märkte
09.07.2026

Lichtblick für die deutsche Wirtschaft: Die deutschen Exporte legen im Mai erneut zu – vor allem dank eines starken Geschäfts mit den...

DWN
Immobilien
Immobilien Ein Paar hat ChatGPT gebeten, den Hauskauf und die finanzielle Freiheit durchzurechnen: Hier ist der Plan
09.07.2026

Ein Paar auf Wohnungssuche hat ChatGPT genutzt, um berechnen zu lassen, wie ein künftiger Hauskauf ihnen mehr finanzielle Freiheit geben...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmenpleiten auf höchstem Stand seit mehr als 20 Jahren
09.07.2026

Fast 5.000 Insolvenzen in nur drei Monaten. Nahezu alle Branchen und Regionen sind laut Wirtschaftsforschern betroffen. Und ein Ende der...