Deutschland

Tesla will deutsche Steuergelder in eigene Forschung stecken

Der US-Elektroautobauer Tesla hat einem Bericht zufolge Subventionen beim Bund beantragt, um die Gelder in die eigene Forschung zu investieren.
01.02.2020 19:18
Aktualisiert: 01.02.2020 19:18
Lesezeit: 1 min
Tesla will deutsche Steuergelder in eigene Forschung stecken
Elon Musk investiert in Deutschland. (Foto: dpa) Foto: Andrew Gombert

Der US-Elekroautobauer Tesla hat einem Medienbericht zufolge deutsche Staatshilfe für die Batteriezellfertigung und -forschung in Deutschland beantragt.

Es gehe um Subventionen des Bundes, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Regierungskreise. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte dazu mit, man könne noch keine Namen von Firmen nennen, die am zweiten europäischen Großprojekt zur Batteriezellfertigung im Rahmen des Programms IPCEI beteiligt seien. Generell könnten auch außereuropäische Unternehmen teilnehmen. Von Tesla war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Das Wirtschaftsministerium arbeitet derzeit daran, ein zweites europäisches Großprojekt zur Batteriezellfertigung anzuschieben. Die Zeitung berichtete, dass sich laut Ministerium 14 EU-Staaten an dem Vorhaben beteiligen, darunter neben Deutschland auch Polen und Tschechien. Es seien “mehr als 55 Unternehmen” eingebunden. Am Montag wollten die Beteiligten bei einem Treffen im Ministerium die Notifizierung des Projekts bei der EU-Kommission vorbereiten. “Wir wollen wettbewerbsfähige, innovative und umweltschonende Batteriezellen Made in Europe”, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem “Handelsblatt”. “Dafür bündeln wir die Innovationskraft und das Potenzial unserer Unternehmen.”

Tesla will bisherigen Angaben zufolge im brandenburgischen Grünheide in der vollen Ausbaustufe pro Jahr 500.000 E-Autos für den Export nach ganz Europa bauen und dafür mehrere Milliarden Euro investieren. Der bisherige Zeitplan sieht vor, dass bereits 2021 die ersten E-Autos vom Band rollen. Das von der Politik unterstützte Investitionsprojekt der Kalifornier stößt bei vielen Bewohnern der Region auf Skepsis und hat bereits Protest ausgelöst. Tesla-Chef Elon Musk mischte sich in die Debatte um Umweltschäden der Fabrik nahe Berlin ein. “Es sieht so aus, als ob wir ein paar Dinge klarstellen sollten”, twitterte Musk. Tesla werde nicht pro Stunde 372 Kubikmeter Wasser aus dem öffentlichen Trinkwassernetz benötigen. Dies sei womöglich in seltenen Situationen der Fall, aber keine tägliche Routine.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Zölle gegen Kanada: Jetzt schlägt Ottawa zurück
24.08.2026

Donald Trump macht Ernst: Die USA belegen zahlreiche kanadische Waren mit 50 Prozent Zoll, nachdem die Verhandlungen mit Ottawa in letzter...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (08/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen
24.08.2026

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl
24.08.2026

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Neue Woche bringt Richtungsfrage – was Anleger jetzt bewegt
24.08.2026

Der Goldpreis ist mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Nach der kräftigen Aufwärtsrally im August blicken...

DWN
Technologie
Technologie Arbeitswelt: Müde und ausgebrannt? Beschäftigte haben genug von KI
24.08.2026

Viele Mitarbeiter würden nach der ersten KI-Euphorie die Technologie am liebsten wieder abschaffen. Statt der oftmals versprochenen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Autos greifen an und GAC warnt vor dem Preiskrieg
24.08.2026

Chinesische Autos gewinnen in Europa rasant an Bedeutung, doch GAC will den Markt nicht mit immer niedrigeren Preisen erobern. Osteuropa...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Prognos-Studie: EU-Exporte sichern 7,2 Millionen Jobs in Deutschland
24.08.2026

Der europäische Binnenmarkt ist für Deutschland weit mehr als ein politisches Projekt. Exporte, offene Grenzen und gemeinsame...

DWN
Finanzen
Finanzen Börse aktuell: DAX-Kurs schwächelt – Märkte vor wegweisender Woche
24.08.2026

Am deutschen Aktienmarkt wächst offenbar die Nervosität: Chipwerte geraten am Montag unter Druck, während die Anleger auf die...