Deutschland

'Leute sind angewidert': CDU-Vize in Thüringen attackiert Merkel scharf

Der Vizechef der Thüringer CDU-Fraktion, Michael Heym, sagt, dass sich die "Leute" nach Merkels Eingriff in die Ministerpräsidentenwahl "angewidert" fühlen. Es sei verständlich, dass sich die Bürger von den etablierten Parteien abwenden, meint er.
12.02.2020 21:18
Aktualisiert: 12.02.2020 21:18
Lesezeit: 1 min
'Leute sind angewidert': CDU-Vize in Thüringen attackiert Merkel scharf
Angela Merkel und Jens Spahn. (Foto: dpa) Foto: Ralf Hirschberger

Der Vizevorsitzende der Thüringer CDU-Fraktion, Michael Heym, übt in einem aktuellen Interview mit der Zeit scharfe Kritik an Kanzlerin Angela Merkel. "Wenn sich Frau Merkel aus Südafrika einschaltet und fordert, dass das Ergebnis 'rückgängig' zu machen ist - da habe ich kein Verständnis". Es dürfe keinen wundern, "wenn sich Leute, die vor 30 Jahren auf die Straße gegangen sind, angewidert von den etablierten Parteien abwenden".

Die Wahl von Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD sei in Ordnung gewesen.

"Mir war völlig bewusst, dass die AfD für Kemmerich stimmen könnte. Dass es nun so gekommen ist, finde ich nicht schlimm. Aus meinem Wahlkreis habe ich Bestätigung erfahren: Richtig so! Standhaft bleiben!", meint er.

Südthüringen.de zufolge hat sich Heym auch über eine "mediale und gesellschaftliche Hetzjagd" nach der Wahl Kemmerichs beschwert. "Das ist ein demokratisch legitimiertes Ergebnis. Wenn man damit nicht leben kann, muss man die AfD verbieten", so Heym.

Merkel hatte die Wahl von Kemmerich mit Stimmen der AfD als "unverzeihlich" umschrieben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Förderprogramm für Azubi-Vermittlung vor dem Aus – trotz offener Ausbildungsplätze
29.09.2026

Viele offene Lehrstellen, viele Jugendliche ohne Perspektive – und trotzdem soll ein bewährtes Förderprogramm für die Azubivermittlung...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldvermögen: Haushalte so reich wie nie - Rekordsumme ungleich verteilt
29.09.2026

Das weltweite Geldvermögen erreicht laut Allianz ein Rekordhoch. Doch der Zuwachs kommt bei Milliarden Menschen nicht an. Die Unterschiede...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Funflation: Warum selbst der Spaß immer teurer wird
29.09.2026

Urlaub, Restaurant oder Hobby: Wer seine Freizeit genießen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Eine Analyse der Bank of America...

DWN
Politik
Politik Kippt der Länderfinanzausgleich? Union droht bei Linksregierung mit Geldentzug
29.09.2026

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin könnte diese bald die Regierung anführen. Die CDU- und CSU-geführten Bundesländer drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Reicher Westen, armer Osten: Enorme Vermögensungleichheit verschärft sich 2025
29.09.2026

Am 36. Jahrestag der Wiedervereinigung herrschen enorme Unterschiede bei der Vermögensverteilung: Alleine im Jahr 2025 entfielen 95...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
29.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Finanzen
Finanzen Lateinamerika-Aktien: Das Comeback, das kaum jemand auf dem Radar hat
29.09.2026

Jahrelang mieden Anleger Lateinamerika, nun schlägt die Region sogar den S&P 500. Rohstoffe, Banken und überraschend niedrige Bewertungen...

DWN
Politik
Politik Personalie Jens Spahn: Doch kein Comeback im Haushaltausschuss
29.09.2026

Der Skandal um die Leihmutterschaft kostete Jens Spahn seinen Posten an der Spitze der CDU‑Fraktion. Im Haushaltsausschuss wollte er...