Unternehmen

VW will Diesel-Kunden außergerichtlich entschädigen

Der deutsche Autobauer VW hat sich bereit erklärt, Besitzern von VW-Dieselautos Entschädigungen zukommen zu lassen. Allerdings soll dies außergerichtlich geschehen.
14.02.2020 14:58
Lesezeit: 1 min
VW will Diesel-Kunden außergerichtlich entschädigen
Wolfsburg: Auf dem Gelände des VW Werks steht ein Logo von Volkswagen. (Foto: dpa) Foto: Christophe Gateau

Nach dem Scheitern des Vergleichs von Volkswagen mit dem Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv) zur Entschädung Hunderttausender Dieselbesitzer bietet der Autobauer nun von sich aus eine außergerichtliche Lösung an. Der Konzernvorstand habe dafür auf einer außerordentlichen Sitzung ein Vergleichspaket von bis zu 830 Millionen Euro beschlossen, teilte VW am Freitag mit. Zuvor hatten beide Seiten bekannt gegegeben, die seit Jahresanfang geführten Vergleichsverhandlungen seien gescheitert. Volkswagen machte dafür ungerechtfertigte Honorarforderungen der Verbraucheranwälte verantwortlich. Der Verbraucherverband hingegen erklärte, noch am Mittag sei ein Vergleichsangebot eingegangen, mit dem VW die Gebührenforderung von 50 Millionen Euro akzeptiert habe. „Die Vergleichsverhandlungen zwischen Volkswagen und dem vzbv sind leider an der mangelnden Bereitschaft von Volkswagen gescheitert, ein transparentes, vertrauenswürdiges und für Verbraucher sicheres System der Abwicklung zu ermöglichen“, erklärte vzbw-Chef Klaus Müller. Der Verband werde das Musterfeststellungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig weiter betreiben. "Wir kämpfen weiter vor Gericht für eine gute Lösung für den Verbraucher", zitiert Reuters Müller.

In dem Mammutverfahren geht es um Schadenersatzforderungen von rund 460.000 Kunden des VW-Konzerns. Sie sehen sich betrogen durch die Manipulation von Diesel-Abgaswerten, die der Autobauer 2015 auf Druck von US-Umweltbehörden zugegeben hatte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Elektroauto-Euphorie ist vorbei: Jetzt kommt die Rechnung
07.03.2026

Abschreibungen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro, gestoppte Projekte und eine strategische Kehrtwende zurück zum Verbrennungsmotor: Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Druschba-Stopp erhöht Druck: Adriatische Pipeline als Ausweichroute
07.03.2026

Nach dem Stopp der Druschba-Pipeline rückt Kroatiens Adriatische Ölpipeline als alternative Route für Ungarn und die Slowakei in den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie im Fokus: Jensen Huang stellt OpenAI-Investitionen infrage
06.03.2026

Die Nvidia-Aktie steht im Fokus, nachdem Konzernchef Jensen Huang weitere Milliardeninvestitionen in das KI-Unternehmen OpenAI infrage...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU verschärft Aufsicht: Kampf gegen unfaire Praktiken im Agrarhandel
06.03.2026

Die EU verschärft ihre Regeln gegen unfaire Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelkette und stärkt die Zusammenarbeit der...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Hebamme statt Sterbebegleiter: Wie der Berliner VC-Fonds seed + speed Ventures europäische KI-Start-ups groß macht 
06.03.2026

Neun von zehn Start-ups liefern Durchschnitt – doch das eine Start-up kann alles verändern. Der Berliner VC-Fonds seed + speed Ventures...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg spitzt sich zu: Wie real sind Bürgerkrieg und Atomrisiken?
06.03.2026

Der Krieg gegen den Iran entwickelt sich zu einem geopolitischen Konflikt mit weitreichenden Folgen für Machtstrukturen im Nahen Osten,...

DWN
Politik
Politik Mehr Flexibilität für Kliniken: Bundestag verabschiedet Anpassungen zur Krankenhausreform
06.03.2026

Der Bundestag hat nach monatelangen Verhandlungen weitreichende Änderungen an der umstrittenen Krankenhausreform beschlossen. Das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölförderung im Wattenmeer vorerst erlaubt – Gericht gewährt Betrieb Fortsetzung
06.03.2026

Die Ölproduktion auf der Bohrinsel Mittelplate im schleswig-holsteinischen Wattenmeer kann vorerst weiterlaufen. Das...