Technologie

Eigene Mitarbeiter größter Schwachpunkt bei Abwehr von Cyber-Angriffen

Viele Unternehmen verfolgen zwar eine eigene Cyber-Strategie. Doch heißt das noch lange nicht, dass sie dadurch unangreifbar wären. Eine neue Studie hat nun herausgefunden, welche Lücken die Strategien haben.
08.03.2020 16:31
Lesezeit: 1 min
Eigene Mitarbeiter größter Schwachpunkt bei Abwehr von Cyber-Angriffen
Cyber-Kriminalität bleibt für Unternehmen ein wichtiges Thema. (Foto: dpa). Foto: Oliver Berg

Bei mehr als 70 Prozent der deutschen Unternehmen sind die Mitarbeiter der Schwachpunkt, wenn es darum geht, Cyber-Angriffe abzuwehren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage, die die Organisatoren der Fachmesse Command Control (CC) unter 300 deutschen Managern durchgeführt haben, die in ihrer Firma für die Sicherheit verantwortlich sind. 42 Prozent der Unternehmen verzichten darauf, ihre Belegschaft konsequent für digitale Gefahren zu sensibilisieren.

31 Prozent sagen sogar, dass die Mitarbeiter bisher überhaupt keine Rolle in der Sicherheitsstrategie ihres Unternehmens spielen. Trotzdem sehen 76 Prozent der Sicherheitsentscheider in der Spionage und im Datenverlust eine große Gefahr. „Die Angreifer setzen bei Attacken mit Verschlüsselungstrojanern verstärkt auf soziale Interaktion – also auf das Mitwirken von Mitarbeitern in den Unternehmen“, erklärt Katharina Keupp, Projektleiterin der CC bei der Messe München. Sie gehört zu dem umfassenden Team der Organisatoren, die die Konferenz vorbereiten, die am 3. Und 4. März in der bayerischen Hauptstadt stattfinden wird.

Besonders wichtig werden dabei die Sicherheitsfachleute sein, die eine wichtige Zielgruppe der Veranstaltung ist. Bei der Umfrage, die die CC durchführt hat, gab es noch weitere wichtige Erkenntnisse: So glauben drei Viertel der befragten Fachleute, dass klassische IT-Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und die Verwendung von Passwörtern als Schutz vor Angriffen nicht mehr genügen. Unternehmen sind heutzutage weit umfangreicher vernetzt als früher. Dazu gehören die Anbindungen an Kundennetzwerke, die Datenverarbeitung auf externen Cloud-Servern und die Einbindung von Produktionsanlagen in die Netzwerke.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Digitaler Impuls versus reale Werte

Am Montag hat ein einzelner Social-Media-Beitrag von Donald Trump die Finanzmärkte um 1,7 Billionen US-Dollar bewegt – und zwar nicht...

DWN
Politik
Politik Nach Angriff auf Diego Garcia: Könnten iranische Raketen inzwischen Europa erreichen?
29.03.2026

Der mutmaßliche Angriff iranischer Raketen auf Diego Garcia wirft neue Fragen zur militärischen Reichweite Teherans auf. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie: Warum die Führung zurücktrat und welche Rolle die Stiftung spielte
29.03.2026

Ein Machtkampf in der Führungsebene von Novo Nordisk hat das Unternehmen und die Novo Nordisk-Aktie in eine tiefe Governance-Krise...

DWN
Panorama
Panorama Spanien im Wandel: Vom Klischee zum Vorreiter beim Frauenschutz
29.03.2026

Spanien steht oft im Ruf eines klassischen Macho-Landes. Doch aktuelle Zahlen und konsequente Maßnahmen zeichnen ein anderes Bild....

DWN
Immobilien
Immobilien Mieter verstorben: Was passiert mit dem Mietvertrag nach einem Todesfall?
29.03.2026

Der Tod eines Mieters wirft für Hinterbliebene oft viele Fragen auf: Darf man in der Wohnung bleiben, wenn der Vertrag nur auf den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Wettbewerbsfähigkeit: Hinter verschlossenen Türen wächst die Angst
29.03.2026

Europa galt lange als stabiler Wirtschaftsraum mit klaren Regeln und berechenbaren Märkten. Doch hinter den Kulissen wächst die Sorge,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Iran-Krieg verschiebt Kräfteverhältnisse am Himmel: Europäische Airlines profitieren – wie lange noch?
29.03.2026

Stillgelegte Flughäfen, steigende Ticketpreise und neue Flugrouten: Der Iran-Krieg verändert die Dynamik im globalen Luftverkehr...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biotech-Strategie: Warum Gubra bewusst auf spätere Deals setzt
29.03.2026

Ein Biotech-Unternehmen stellt seine Strategie radikal um und geht bewusst höhere Risiken ein. Gubra will Wirkstoffe länger selbst...

DWN
Politik
Politik Ehegattensplitting vorm Aus? Die Institution Ehe soll tiefgreifend verändert werden
28.03.2026

Beim Ehegattensplitting wird das Einkommen beider Ehe- oder Lebenspartner gemeinsam versteuert, was sich lohnt, wenn einer deutlich weniger...